Pipilotti Rist

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Pipilotti Rist am Fundació Joan Miró, Barcelona.

Pipilotti Rist (eigentlich Elisabeth Charlotte Rist; * 21. Juni 1962 in Grabs, heimatberechtigt in Altstätten) ist eine Schweizer Videokünstlerin. Neben Videoinstallationen und Experimentalfilmen gehören zu ihren Arbeiten auch Environments, Objekte, Computerkunst und digitale Fotomontagen.

Leben und berufliche Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Spitznamen «Pipilotti», der heute auch ihr Künstlername ist, trägt sie nach eigenen Angaben bereits seit der Kindheit nach der beliebten Kinderbuch-Figur Pippi Langstrumpf.

Rist studierte von 1982 bis 1986 Gebrauchs-, Illustrations- und Fotografik an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Von 1986 bis 1988 studierte sie Audiovisuelle Kommunikation (Video) an der Schule für Gestaltung in Basel, nach eigenen Aussagen hauptsächlich, um Zugang zu professioneller Videotechnik zu haben. Anschließend arbeitete sie als freiberufliche Computergrafikerin für industrielle Videostudios.

Von 1988 bis 1994 war Pipilotti Rist Mitglied der Musikband und Performance-Gruppe Les Reines Prochaines, mit der sie auch einige Platten veröffentlichte.

1997 war sie zum zweiten Mal auf der Biennale in Venedig vertreten und wurde dort mit dem Premio 2000 ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie zur künstlerischen Leiterin der Schweizer Landesausstellung Expo.01 (realisiert als Expo.02) ernannt, trat jedoch 14 Monate nach der Ernennung von dem Amt zurück.

2002 lehrte sie auf Einladung des Künstlers und Professors Paul McCarthy ein Jahr lang an der University of California, Los Angeles.

Pipilotti Rist hat mit ihrem Lebensgefährten einen Sohn (* 2002). Dessen Vornamen „Himalaya“ taucht in Himalaya’s Sister’s Living Room (2000) Himalaya Goldsteins Stube (1999) und als Buchtitel (1998) schon auf.

Von 2005 bis 2009 arbeitete Pipilotti Rist an ihrem ersten Spielfilm Pepperminta. Rist wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Premio 2000 der Biennale in Venedig (1997), dem Wolfgang-Hahn Preis (1999) und dem 01 award (2004) für außerordentliche künstlerische oder wissenschaftliche Leistungen im Multimedia-Bereich. Dieser beinhaltet die Ernennung zur Honorarprofessorin an der Universität der Künste Berlin.

Rist lebt und arbeitet in Zürich.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits während des Studiums begann Rist damit, Super-8-Filme zu drehen. Ihre Filme sind meistens nur wenige Minuten lang und mittels technischer Effekte farblich verfremdet, in der Geschwindigkeiten verändert und mit Musik unterlegt. Einige der von Rist gezielt eingesetzten Verfremdungseffekte werden exemplarisch im Kompendium der Bildstörungen beim analogen Video (2013) vorgestellt.[1] Rist beschäftigt sich in ihrer Kunst unter anderem mit Sexualität, Geschlechterdifferenz und Körperbild des Menschen, vor allem der Frau.

Im Gegensatz zu vielen anderen Konzeptkünstlern zeichnen sich ihre Werke durch Freude an optischer, akustischer und haptischer Sinnlichkeit, fröhliche, intensive Buntheit und scheinbare Naivität aus. Besonders von der feministischen Kunstkritik empfing Rist früh Aufmerksamkeit. Mittlerweile sind ihre Arbeiten weltweit in den wichtigsten Sammlungen der Gegenwartskunst vertreten.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

I'm Not The Girl Who Misses Much (Ich bin nicht das Mädchen, das viel vermisst, 1986) zeigt Rist, wie sie in einem schwarzen Kleid, das ihre Brüste freilässt, und mit roten Lippen vor der Kamera umhertanzt und -hampelt. Die Aufnahmen sind die meiste Zeit monochrom und sehr unscharf; das Bild wird durch Verlangsamung, Beschleunigung und Überblendeffekte zusätzlich gestört. Rist singt dabei die Zeile „I'm not the girl who misses much“ repetitiv vor sich hin, eine Variation der ersten Zeile des Beatles-Songs Happiness Is a Warm Gun. Gegen Ende des fünfminütigen Clips wechselt das Bild zu einer blauen Färbung und der originale Ton des Songs wird eingeblendet. Eine Collage extrem verzerrter und abgehackter Videoschnipsel bildet den Schluss.

International bekannt wurde sie mit Pickelporno (1992), das um das Thema des weiblichen Körpers und der sexuellen Erregung kreist. Die Fisheye-Kamera bewegt sich sehr dicht an den Körpern eines nackten Paares entlang, Die Bilder sind in intensive Farben getaucht, so dass die Körperformen in der Seherfahrung des Zuschauers fremd, sinnlich und vieldeutig wirken. Der Film war für Rist ein Ansatz, mit einer femininen Pornografie zu experimentieren.

Ever is Over All (Immer ist überall/Immer ist vorbei, 1997) zeigt eine junge Frau, die in Zeitlupe mit einer Fackellilie die Fenster geparkter Autos einschlägt. Eine Polizistin nähert sich ihr und geht freundlich grüßend vorbei. Die Videoinstallation wurde unter anderem vom Museum of Modern Art New York erworben.

Vom 6. April bis zum 20. Mai 2000 wurden die 16 einminütigen Videos Open My Glade (2000) (Öffne meine Lichtung) ein Mal pro Stunde auf einem Großbildschirm am Times Square, New York gezeigt; die Installation fand im Rahmen des Programms Messages to the Public statt, das seit 1980 besteht. Das Video zeigt Rist, wie sie Gesicht und Hände gegen eine Glasscheibe presst, als sei sie in diesem Bildschirm gefangen.

Aufsehen erregte auch die Multimedia-Installation Himalaya’s Sister’s Living Room (Das Wohnzimmer von Himalayas Schwester, 2000) – ein Raum, in dem neben mehreren Videoprojektionen eine große Sammlung nostalgischer Möbel, Gebrauchs- und Schmuckgegenstände und Kitschobjekte aus den 50er, 60er und 1970er Jahren arrangiert sind: Lampen, Teppiche, Plastikblumen, Mineralien, Stapel von Zeitschriften und Büchern. Dazwischen sind weitere Projektionsflächen angebracht, auf denen repetitive Clips laufen. Das Werk ähnelt einer alltagsarchäologischen Sammlung der Populärkultur vergangener Jahrzehnte, die jedoch nicht museal wohlgeordnet ist, sondern chaotisch und überladen wirken soll.

Mit einer roten Kunststoffschicht überzogene Stadtlounge in St.Gallen
Mit einer roten Kunststoffschicht überzogenes Auto

In St. Gallen gestaltete sie, zusammen mit dem Architekten Carlos Martinez (Rorschach), im Auftrag der Raiffeisen Bank den Platz zwischen deren Gebäuden als mit einer roten Kunststoffschicht überzogene Stadtlounge (eröffnet Frühjahr 2005).

Das von Max Frisch 1947 bis 1949 erbaute Freibad Letzigraben in Zürich wurde in den Jahren 2005–2007 rundumsaniert. Anlässlich seiner Wiedereröffnung fand am 18. Juni 2007 nach Einbruch der Dunkelheit am beleuchteten Sprungturm des Freibads die Videoinstallation Elektronische Huldigung des Letzis und Brios statt. Als Projektionsfläche diente hierbei der Boden des Sprungbeckens, das Bild wurde durch die bewegte Wasseroberfläche verwellt.

Der Filmemacher Michael Hegglin realisierte 2009 The Colour of Your Socks – A Year with Pipilotti Rist, einen 53-minütigen Dokumentarfilm mit und über Pipilotti Rist, produziert von Catpics Coproductions (Zürich) und Amour Fou Filmproduktion (Wien). Der Film zeigt die Künstlerin bei der Arbeit in ihrem Atelier in Zürich, im Museum of Modern Art in New York, bei der Biennale von Venedig, bei der Art Basel sowie bei den Dreharbeiten zu ihrem ersten Spielfilm Pepperminta.

Rist über ihre interdisziplinäre Arbeit mit dem Medium Video: „Video ist wie eine kompakte Handtasche, da ist von Literatur über Malerei bis zur Musik alles drin.“[2]

Audio- und Videoinstallationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pixelwald, Videoinstallation im Kunsthaus Zürich, 2016
  • Wir verwurzeln (Seelenfarben), Videoinstallation im Kafi Züri, Zürich, 2015
  • Enlight My Space ‹Erleuchte (und kläre) meinen Raum›, Videoinstallation, 2008
  • The Blue Fairy in the Valley, Videoinstallation, 2007
  • Die gelbe Fee in der Allee ‹The Yellow Fairy in the Avenue›, Videoinstallation, 2007
  • Ginas Mobile ‹Gina’s Mobile›, Videoinstallation, 2007
  • Tyngdkraft, var min vän ‹Schwerkraft, sei meine Freundin› ‹Gravity Be My Friend›, Audio-/Videoinstallation, 2007
  • A la belle étoile ‹Under The Sky›, Audio-/Videoinstallation, 2007
  • Deine Raumkapsel ‹Your Space-Capsule›, Audio-/Videoinstallation, 2006
  • Celle selbst zu zweit, Audio-/Videoinstallation by Gutararist aka Gudrun Gut & Pipilotti Rist, 2006
  • Despierta ‹Wach auf›, Audio-/Videoinstallation, 2001/2005
  • A Liberty Statue for Löndön ‹Eine Freiheitsstatue für Löndön›, Audio-/Videoinstallation, 2005
  • Daggrystimer i naboens hus ‹Dawn Hours in Neighbour’s House›, audio video and light installation, 2005
  • Homo Sapiens Sapiens, Audio-/Videoinstallation in San Stae church Venice, 2005
  • Du erneuerst Dich (in Japanese) ‹You Renew You›, Audio-/Videoinstallation as an instant temple, 2004
  • Herz aufwühlen Herz ausspülen ‹Stir Heart Rinse Heart›, Audio-/Videoinstallation, 2004
  • Apple Tree Innocent On Diamond Hill ‹Apfelbaum unschuldig auf dem Diamantenhügel› ‹Manzano inocente en la colina de diamantes›, Videoinstallation, 2003
  • The Cake is in Flames ‹Der Kuchen steht in Flammen›, Audio-/Videoinstallation, 2002
  • Related Legs (Yokohama Dandelions) ‹Verwandte Beine (Yokohama Löwenzahn)›, Audio-/Videoinstallation, 2001
  • Expecting (Installation in/for Centraal Museum, Utrecht / Bovenkapel: When I Run I Use My Feet, Benedenkapel: One Jesus in Nature, One At The Doctor, One In The Hotel), Audio-/Videoinstallation, 2001
  • Supersubjektiv ‹Super Subjective›, Audio-/Videoinstallation, 2000/2001
  • Kleines Vorstadthirn ‹Small Suburb Brain›, Audio-/Videoinstallation, 1999/2001 bzw. 2007 bzw. 2009
  • Open My Glade (Flatten) ‹Öffne meine Lichtung›, Videoinstallation, 2000 [3]
  • Closet Circuit, Videoinstallation by Pipilotti Rist in collaboration with the toilet visitor, 2000
  • Himalaya’s Sister’s Living Room, Audio-/Videoinstallation, 2000
  • Himalaya Goldsteins Stube ‹Himalaya Goldstein’s Living Room›, Audio-/Videoinstallation, 1999
  • I Couldn’t Agree With You More, audio video installatio, 1999
  • Vorstadthirn ‹Suburb Brain›, Audio-/Videoinstallation, 1999
  • Cintia, Audio-/Videoinstallation, 1994/99
  • Regenfrau (I Am Called A Plant) ‹Rain Woman (I Am Called A Plant)›, Audio-/Videoinstallation, 1999
  • Extremitäten (weich, weich) ‹Extremities (smooth, smooth)›, Audio-/Videoinstallation, 1999
  • Zeittunnel ‹Time tunnel›, 1998
  • Atmosphäre & Instinkt ‹Atmosphere & Instinct›, Audio-/Videoinstallation, 1998
  • Rote Bar ‹Red Bar›, Videoinstallation by Pipilotti Rist, © with Gabrielle Hächler (architecture), 1997
  • My Boy, My Horse, My Dog, audio video slide installation, 1997
  • Ever Is Over All, Audio-/Videoinstallation, 1997 [4]
  • Mutaflor, Videoinstallation, 1996
  • Shooting Divas, Audio-/Videoinstallation, 1996
  • Sip My Ocean ‹Schlürfe meinen Ozean›, Audio-/Videoinstallation, 1996
  • Search Wolken / Such Clouds (elektronischer Heiratsantrag) ‹Search Wolken / Such Clouds (Electronic Marriage Proposal)›, Audio-/Videoinstallation, 1995
  • Fliegendes Zimmer ‹Flying Room›, Videoinstallation, 1995
  • Das Zimmer ‹The Room›, Videoinstallation, 1994/2000/2007
  • Yoghurt On Skin – Velvet On TV, Audio-/Videoinstallation, 1994
  • Selbstlos im Lavabad ‹Selfless In The Bath Of Lava›, Videoinstallation, 1994
  • Eindrücke verdauen ‹Digesting Impressions›, Videoinstallation, 1993
  • Schminktischlein mit Feedback ‹Little Make-Up Table With Feedback›, audio video installatio, 1993
  • TV-Lüster ‹TV Chandelier›, Audio-/Videoinstallation, 1993
  • Eine Spitze in den Westen – ein Blick in den Osten (bzw. N-S) ‹A Peak Into The West – A Look Into The East›, Audio-/Videoinstallation, 1992/1999

Film und Video[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pepperminta, Kinofilm [5], 80', 2009
  • To See How You See or a Portrait of Cornelia Providoli, video by Pipilotti Rist, produced for the Video Anthology of Blick Productions NY, sound by Anders Guggisberg & Pipilotti Rist, 5', 2003
  • Aujourd’hui (I Couldn’t Agree With You More, version chaise longue), video, Edition bdv, Paris, 9', 1999
  • I’m a Victim Of This Song ‹Ich bin ein Opfer dieses Liedes›, video by Pipilotti Rist, music after ”Wicked Games” written by Chris Isaak, interpreted & performed by Anders Guggisberg & Pipilotti Rist, 5’9’’, 1995 [6]
  • Blutclip ‹Blood Clip›, video by Pipilotti Rist, music “Yeah Yeah Yeah” by Sophisticated Boom Boom/Netz Maeschi, 2′27′′, 1993 Blutclip-Video
  • Als der Bruder meiner Mutter geboren wurde, duftete es nach wilden Birnenblüten vor dem braungebrannten Sims ‹When My Mother’s Brother Was Born It Smelled Like Wild Pear Blossom in Front of the Brown-burnt Sill›, video by Pipilotti Rist, sound by Heinz Rohrer & Pipilotti Rist, 3’48’’, 1992 [7]
  • Pickelporno ‹Pimple Porno›, video, 12’06’’, 1992 [8]
  • You Called Me Jacky ‹Du nanntest mich Jacky›, video by Pipilotti Rist, music “Edna & Jacky” by Kevin Coyne, 4’02’’, 1990 [9]
  • (Entlastungen) Pipilottis Fehler ‹(Absolutions) Pipilotti’s Mistakes›, video by Pipilotti Rist. Multiple parts. Two pieces by Hans Feigenwinter, in one he plays a cover of Lost In Space, one part Bist Du klein ‹Are you small› by Les Reines Prochaines inclusive Pipilotti Rist, rest by Pipilotti Rist, 12’24’’, 1988 [10]
  • Sexy Sad I ‹Sexy traurig ich›, video by Pipilotti Rist, sound with Lori Hersberger after the song “Sexy Sadie” by Lennon/McCartney, 4’30’’, 1987
  • I’m Not The Girl Who Misses Much ‹Ich bin nicht das Mädchen, das viel vermisst›, video, 5′02′′, 1986 [11]

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1988: UMBRUCH 1978–1988 (Kurator: Josef Felix Müller), Kunsthalle St. Gallen,
  • 1993: Schwester des Stroms, Basel, Stampa, Schweiz
  • 2001: Pipilotti Rist 54 (Kuratoren: Ranti Tjan, Sjarl Ex), Centraal Museum, Utrecht
  • 2004: Pipilotti Rist (Kuratorin: Milada Slizinska), Zamek Ujazdowski Warszawa, Centre of Contemporary Art, Warschau
  • 2005: San Stae Church (Kuratoren: Eidg. Kunst Kommission, Andreas Münch, Urs Staub), La Biennale die Venezia, Contri:bution of Swiss Federal Office of Culture BAK, Venedig
  • 2007: A la belle étoile (Kuratorin: Christine van Assche), Centre Georges Pompidou, Paris
  • 2008: Pour Your Body Out (7354 Cubic Meters) (Kurator: Klaus Biesenbach), Museum of Modern Art, New York
  • 2009: Pipilotti Rist (Kuratorin: Daniela Bousso), Paço das Artes & MIS Museu da Imagem e do Som, Sao Paulo, Brasilien
  • 2010: Extremitäten (weich, weich) (Kuratorin: Inka Graeve Ingelmann), Pinakothek der Moderne, München
  • 2010: MOT Collection Special Feature: Pipilotti Rist (Kuratorin: Yuko Hasegawa), Museum of Contemporary Art, Tokyo
  • 2011: Ruhig durch die Wände (Kurator: Wulf Herzogenrath), Kunsthalle Bremen, Bremen
  • 2012: Augapfelmassage (Kuratorinnen: Stephanie Rosenthal, Stefanie Müller), Kunsthalle Mannheim, Mannheim
  • 2012: Blutbetriebene Kameras und quellende Räume (Kurator: Konrad Bitterli), Kunstmuseum St. Gallen, St. Gallen, 2. Juni-25. November. Erste Retrospektive in der Schweiz.
  • 2013: Pipilotti Rist: A la belle étoile., Henry Art Gallery, Seattle[12]
  • 2016: Pipilotti Rist, Kunsthaus Zürich. Katalog.
  • 2016/17: Pipilotti Rist: Pixel Forest, New Museum, New York[13]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2014: Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim 2014[14]
  • 2013: Zürcher Festspielpreis[15]
  • 2010: best architects 11 Award[16]
  • 2010: Cutting the Edge Award[17]
  • 2009: Best Exhibition Of Digital, Video, or Film: „Pour Your Body Out (7354 Cubic Meters)“ at Museum of Modern Art, New York. 26th annual awards, The International Association of Art Critics (AICA)
  • 2009: President of the Jury’s EXTRAORDINARY AWARD (Nicolas Roeg)[18]
  • 2009: Joan Miró Prize, Barcelona[19]
  • 2007: St. Galler Kulturpreis der St. Gallischen Kulturstiftung
  • 2006: Guggenheim Museums Young Collector’s Council Annual Artist’s Ball honouring Pipilotti Rist
  • 2003: 01 award und Honorarprofessur der Universität der Künste, Berlin
  • 2001: Kunstpreis der Stadt Zürich
  • 1999: Wolfgang-Hahn-Preis
  • 1998: Nominierung für den Hugo Boss Prize
  • 1997: Renta Preis der Kunsthalle Nürnberg
  • 1997: Premio 2000 der Biennale di Venezia
  • 1997: Kwangju Biennale Award
  • 1995: Stipendium des DAAD
  • 1994: Video-Kunstpreis des Schweizerischen Bankvereins
  • 1994: Prix d’art contemporain de la Banque Cantonale Geneva
  • 1994: Manor Kunstpreis, St. Gallen
  • 1993: Förderungspreis der Jubiläumsstiftung der SBG
  • 1993: Eidgenössisches Kunststipendium
  • 1992: Zürcher Filmpreis
  • 1991: Eidgenössisches Kunststipendium
  • 1989: VIPER Lucerne
  • 1988: Preis der Feminale Köln
  • 1987: Film- und Videotage Basel

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christiane Weidemann, Petra Larass, Melanie Klier (Hrsg.): 50 Künstlerinnen, die man kennen sollte Prestel München 2008, ISBN 978-3-7913-3957-3, S. 156–159
  • Paola Morsiani, Stephanie Hanor, Mark Harris, René Morales, Linda Yablonsky: Wishing for Synchronicity: Works by Pipilotti Rist. Contemporary Arts Museum Houston, ´Houston, Texas 2009, ISBN 978-1-933619-17-0 [engl. version].
  • Paul Kempers, Catrien Schreuder, John Slyce, Emilie Wennekes: Elixir: the video organism of Pipilotti Rist. Museum Boijmans van Beuningen, Rotterdam, 2009, ISBN 978-90-6918-237-7. (exh. cat.) [engl. & dutch version]
  • Pipilotti Rist; Hara Museum of Contemporary Art (Hrsg.): Karakaracan. Tokyo/Zürich 2007. (Artist publication by the Hara Museum of Contemporary Art Tokyo accompanying the exhibition „Karakara“ at the Hara Museum. Designed by Thomas Rhyner.)
  • Magasin 3 (Hrsg.): Pipilotti Rist – Congratulations! Lars Müller Publishers, Baden 2007, ISBN 978-3-03778-108-1 (exh. cat.) [engl., german & swedish version]
  • Pipilotti Rist: Pepperminta Homo sapiens sapiens – boxa ludens. Lars Müller Publishers, Wettingen 2005, ISBN 3-03778-051-7. (Artist publication edited by the Swiss Federal Office of Culture accompanying the exhibition at the Venice Biennale. Designed by Thomas Rhyner.)
  • Änne Söll: Pipilotti Rist, Artists Monographs Vol. 3. Friedrich Christian Flick Collection, Dumont, Köln 2005, ISBN 3-8321-7578-4. [engl. & german version]
  • MUSAC – Museo de Arte Contemporaneo de Castilla y Leon: Soundtracks de las video instalaciones de Pipilotti Rist. 2005. (CD and booklet, contains music of the major installations by Pipilotti Rist, music by and with Anders Guggisberg, Peter Bräker, Les Reines Prochaines, Heinz Rohrer, Roland Widmer, Saadet Türköz, Cintia Buonomo, Gruss vom Walensee, Pipilotti Rist.)
  • Birgit Kempker, Pipilotti Rist: Jestem swoja wlasna obca swinia ‹Ich bin mein eigenes fremdes Schwein/I am my own foreign pig›. Centrum Sztuki Wspolczesnej Zamek Ujazdowski, 2004, ISBN 83-88277-13-8. (This artist book with a wild text of the German writer Birgit Kempker comes in Polish, German and English. Designed by Maciej Buszewicz.)
  • Pipilotti Rist: Apricots Along The Street. Scalo, Zürich/ Berlin/ New York 2001, ISBN 3-908247-50-0. (This is another freestyle artist book also designed by/with Thomas Rhyner with some gadgets. English with only the difficult words translated into Spanish and German.)
  • Peggy Phelan, Hans Ulrich Obrist, Elisabeth Bronfen: Pipilotti Rist. Phaidon Press Limited, London 2001, ISBN 0-7148-3965-5. (This is an informative monography with text and interviews by and with Peggy Phelan, Hans Ulrich Obrist, Elisabeth Bronfen and others.)
  • Rist, Pipilotti: Himalaya, Pipilotti Rist 50 kg. Oktagon, Köln 1998, ISBN 3-89611-072-1. (This artist’s book [designed by Thomas Rhyner] including the music CD „we can’t“ realised with Anders Guggisberg. It’s actually sold out but there are some copies left in national distribution centres like the one of Switzerland or USA.)

Sekundärliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Randy Kennedy: Electric Lemon Girl Power Video Revolt. In: The New York Times Magazine, November 15, 2009.
  • Jerry Saltz: Re View. In: Monopol, Berlin, 3, 2009. (S. 106–109)
  • Peter Schjedal: Critic’s Notebook: Tune In, Turn On. In: New Yorker, 5. Januar 2009.
  • St. Gallische Kulturstiftung: St. Galler Kulturpreis 2007 – Pipilotti Rist. St. Gallische Kulturstiftung, St. Gallen 2008.
  • Änne Söll: Pipilotti Rist, Ever Is Over All. In: Pinakothek der Moderne (Hrsg.), Female Trouble – Die Kamera als Spiegel und Bühne weiblicher Inszenierungen, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern 2008. (S. 220–221, exh. cat.)
  • Marcella Beccaria: Pipilotti Rist. In: Castello di Rivoli, Museum of Contemporary Art: The Castle, The Collection, Skira, Milano 2008. (S. 446–449, exh. cat.)
  • Amélie Von Heydebreck: Stations – 100 Meisterwerke zeitgenössischer Kunst. DuMont, Köln 2008. (S. 78–79)
  • Adrian Searle: The gleeful anarchist. In: The Guardian. London 2. Juli 2008.
  • Mark Sanders: Pipilotti Rist. In: Another Magazine, London, No. 11, Autumn/Winter 2006. (S. 426–439)
  • Änne Söll: Arbeit am Körper. Videos und Videoinstallationen von Pipilotti Rist. Silke Schreiber, München 2004, ISBN 3-88960-069-7.
  • Kenneth Baker: Stir Heart, Rinse Heart: Pipilotti Rist. In: San Francisco Chronicle, San Francisco March 2004. (S. E1-E2)
  • Bice Curiger: Die Videokunst ist ein Zimmer mit erhöhter Raumtemperatur. Kunst Expansiv, Lindinger + Schmid, Regensburg 2002. (S. 58–65)
  • Jaqueline Burckhardt: Pipilotti Rist. In: Aus der Sammlung Eckhardt, Doppelung der Bilder im Raum, Bilderstürmerin. Kunstmuseum Stadt Bayreuth, Bayreuth 2001. (S. 54–55)
  • Rochelle Steiner (Hrsg.): Wonderland. The Saint Louis Art Museum, 2000. (Interview S. 90–95, exh. cat.)
  • Jennifer Allen: Pipilotti Rist. Dans la peau de l’image. In: Parachute, Montréal April/June 2000. (S. 4–17)
  • Christoph Blase: Pipilotti Rist, in: Art at the turn of the millennium. Ausblick auf das Jahrtausend. Taschen, Köln 1999. (S. 426–429)
  • Christoph Doswald: Pipilotti Rist – Als Mädchen habe ich geträumt die Reinkarnation von John Lennon zu sein (Gespräch). In: Kunstforum International, No. 135, Ruppichteroth Oktober 1996 / Januar 1997. (S. 206–212)
  • Laurie Anderson: Laurie Anderson and Pipilotti Rist Meet Up in the Lobby of a Hotel in Berlin on September 9. 1996, In: Parkett, No. 48, Zürich/ New York 1996. (S. 114–119)
  • Marius Babias: Risikofaktor Rist; Wenn Träume wie sterbende Fische zucken. In: Parkett, No. 48, Zürich/ New York 1996. (S. 100–107)
  • Paolo Colombo: Shooting Divas. In: Parkett, No. 48, Zürich/ New York 1996. (S. 109–113)
  • Nancy Spector: The Mechanics of Fluids. In: Parkett, No. 48, Zürich/ New York 1996. (S. 83–91)
  • Philip Ursprung: Pipilotti Rists Fliegendes Zimmer. In: Parkett, No. 48, Zürich/ New York 1996. (S. 94–98)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pipilotti Rist – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Interviews

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft: Kompendium der Bildstörungen beim analogen Video, Scheidegger & Spiess, Zürich 2013, S. 72–74, 82, 248-255, ISBN 978-3-87585-184-7.
  2. Christiane Weidemann, Petra Larass, Melanie Klier (Hrsg.): 50 Künstlerinnen, die man kennen sollte Prestel München 2008, ISBN 978-3-7913-3957-3, S. 157
  3. Open My Glade (Flatten)
  4. Ever Is Over All
  5. Pepperminta, Kinofilmtrailer
  6. I’m a Victim Of This Song-Video
  7. Video
  8. Pickelporno-Video
  9. You Called Me Jacky-Video
  10. Pipilotti’s Mistakes-Video
  11. I’m Not The Girl Who Misses Much
  12. Pipilotti Rist: A la belle étoile. Henry Art Gallery, 28. August 2012, abgerufen am 9. Dezember 2015 (PDF, englisch).
  13. Pipilotti Rist: Pixel Forest. In: www.newmuseum.org. Abgerufen am 6. November 2016.
  14. Das Bundesamt für Kultur zeichnet vier Schweizer Kulturschaffende mit dem Schweizer Grand Prix Kunst / Prix Meret Oppenheim 2014 aus>
  15. Zürcher Festspielpreis für Pipilotti Rist
  16. best architects Award
  17. 27th Annual Miami International Film Festival (Memento vom 19. April 2009 im Internet Archive)
  18. Seville European Film Festival '09
  19. 2009: Pipilotti Rist. Fundació Joan Miró, abgerufen am 9. Dezember 2015 (englisch).