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Klaus Lenk

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Klaus Lenk (* 1940 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Verwaltungswissenschaftler mit Schwerpunkten auf Verwaltungsinformatik, Public Management und die gesellschaftlichen Wirkungen der Informationstechnik.

Lenk studierte Rechtswissenschaft an den Universitäten Heidelberg und München. 1969 promovierte er zum Völkerrecht mit der Dissertation „Beiträge der italienischen Rechtswissenschaft zur Entwicklung der Völkerrechtsdoktrin seit 1945“ an der Universität Heidelberg.

Anschließend arbeitete er am „Directorate for Scientific Affairs“ der OECD in Paris[1] und als Akademischer Rat am Fachbereich Rechtswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im Jahr 1975 berief ihn die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zum ordentlichen Professor für Verwaltungswissenschaft, wo er nach 30-jährigem Wirken im Jahr 2005 emeritiert wurde.[2]

Forschungsaufenthalte führten ihn unter anderem 1993/94 an das Netherlands Institute for Advanced Study, 1995 an die Erasmus-Universität Rotterdam und 2002 an die University of Edinburgh.[2] Von 2006 bis 2010 baute er als Gastprofessor an der österreichischen Donau-Universität Krems den weiterbildenden Masterstudiengang Executive Master of Public Administration mit auf.[3]

2012 erhielt er „für seinen Einsatz für eine zukunftsfähige öffentliche Verwaltung“ das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.[4]

Mitgliedschaften

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Lenk ist Mitglied oder Fellow der Deutschen Sektion des Internationalen Instituts für Verwaltungswissenschaften, des Netherlands Institute for Advanced Study, der Gesellschaft für Informatik, dem ehemaligen Hochschulkolleg E-Government der Alcatel-Lucent Stiftung für Kommunikationsforschung an der Universität Stuttgart und seit 2016 der Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin.[5]

2001 war er Gründungsmitglied des Potsdam eGovernment Competence Centers.

In der Gesellschaft für Informatik war er 1998 bis 2003 Sprecher des Fachausschusses Verwaltungsinformatik und koordinierte die Erstellung des Memorandums „Electronic Government als Schlüssel zur Modernisierung von Staat und Verwaltung“[6] des Gemeinsamen Arbeitskreises des Fachausschusses Verwaltungsinformatik der Gesellschaft für Informatik e.V. und des Fachbereichs 1 der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE.[7]

Er war Mitglied des Beirats beim Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit für die Projekte Media@Komm (1999 bis 2003) sowie Media@Komm-Transfer (2004 bis zu seinem Rücktritt 2005) und zum Forschungsprogramm WissenMedia.

Lenk war 2013 Mitbegründer des Nationale E-Government Kompetenzzentrums und war bis 2015 Vorstandsmitglied.[8]

Werke (Auswahl)

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Monografien

  • Automated Information Management in Public Administration. OECD Informatics Studies 4. Paris, 1973.
  • Informationsrechte und Kommunikationspolitik. Darmstadt: Toeche‑Mittler, 1976.
  • Neue Informationsdienste im Verhältnis von Bürger und Verwaltung. Heidelberg: Decker & Müller, 1990.
  • Programme zur Technikentwicklung ‑ Technikentwicklung nach Programm? Werkstattbericht 12 der Gesellschaft für Programmforschung in der öffentlichen Verwaltung. München, 1990.
  • Programmforschung der Europäischen Gemeinschaft, Werkstattbericht 14 der Gesellschaft für Programmforschung in der öffentlichen Verwaltung. München, 1992.
  • Kriminalität: Politikversagen, Vollzugsdefizite oder Eigendynamik?. Werkstattbericht 17 der Gesellschaft für Programmforschung in der öffentlichen Verwaltung. Köln, 1995.
  • Der Staat am Draht. Electronic Government und die Zukunft der öffentlichen Verwaltung – eine Einführung. Berlin: edition sigma, 2004.
  • Verwaltungsinformatik als Modernisierungschance. Strategien – Modelle – Erfahrungen. Aufsätze 1988–2003. Berlin: edition Sigma, 2004.
  • Öffentliche Verwaltung in diesen Zeiten. Eine Systemsicht auf das Verwaltungshandeln und sein Umfeld. Baden-Baden: Nomos 2024, ISBN 978-3-7560-1574-0

Herausgeberschaften

  • Hrsg. zusammen mit Jörg Pohle: Der Weg in die "Digitalisierung" der Gesellschaft. Was können wir aus der Geschichte der Informatik lernen? Metropolis-Verlag, Marburg 2021, ISBN 978-3-7316-1461-6.
  • Hrsg. zusammen mit Jörg Pohle und Rainer Fischbach: Die gesellschaftliche Macht digitaler Technologien. Zwischen Wellen technologischen Überschwangs und den Mühen der Ebene. Metropolis-Verlag, Marburg 2024, ISBN 978-3-7316-1565-1.

Einzelnachweise

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  1. THE USE OF COMPUTERS AND TELECOMMUNICATIONS. (PDF) In: The OECD Observer. oecd.org, Februar 1973, S. 17, abgerufen am 29. Mai 2026 (englisch).
  2. 1 2 Jürgen Taeger: Verwaltungswissenschaftler Klaus Lenk im Ruhestand. In: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. 23. Mai 2005, abgerufen am 29. Mai 2026.
  3. Donau-Universität Krems ehrt herausragende Wissenschaftler. Abgerufen am 7. Mai 2020.
  4. Bundesverdienstkreuz Erster Klasse für Prof. Dr. Klaus Lenk. Abgerufen am 7. Mai 2020.
  5. Leibniz-Sozietät der Wissenschaften zu Berlin: Zuwahlen neuer Mitglieder 2016. 27. Mai 2016, abgerufen am 7. Mai 2020.
  6. Fachausschusses Verwaltungsinformatik der Gesellschaft für Informatik e.V., Fachbereich 1 der Informationstechnischen Gesellschaft im VDE: Electronic Government als Schlüssel zur Modernisierung von Staat und Verwaltung. 2000 (gi.de [PDF]).
  7. Electronic Government: VDE und GI fordern schnelle Umsetzung. Abgerufen am 7. Mai 2020.
  8. Nationales E-Government Kompetenzzentrum (Hrsg.): Nationales E-Government Kompetenzzentrum (NEGZ) gegründet. 26. Juni 2013 (negz.org [PDF]).