Kleinlobming

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Kleinlobming (Ehemalige Gemeinde)
Ortschaft Kleinlobming; Mitterlobming
Historisches Wappen von Kleinlobming
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Kleinlobming (Österreich)
Red pog.svg
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Murtal (MT), Steiermark
Gerichtsbezirk Judenburg
Koordinaten 47° 9′ 1″ N, 14° 50′ 55″ O47.15027777777814.848611111111759Koordinaten: 47° 9′ 1″ N, 14° 50′ 55″ Of1
Höhe 759 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 637 (31. Oktober 2013)
Gebäudestand 313 (2001f1)
Fläche 47,02 km²
Postleitzahlenf0 8592, 8734, 8741f1f0
Vorwahl +43/3516f1
Statistische Kennzeichnung
Gemeindekennziffer 62039
Ortschaftskennziffer 15371, 15372
Zählsprengel/ -bezirk Kleinlobming (62039 001)
Bild
Lage der ehemaligen Gemeinde im Bezirk Murtal
Eigenständige Gemeinde bis Ende 2014;

KG: 65115 Kleinlobming, 65122 Mitterlobming
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk

Kleinlobming von oben

Kleinlobming ist eine ehemalige Gemeinde mit 637 Einwohnern (Stand: 31. Oktober 2013)[1] im Bezirk Murtal und Gerichtsbezirk Judenburg in der Steiermark. Im Rahmen der steiermärkischen Gemeindestrukturreform wurde Kleinlobming mit 1. Jänner 2015 bei der Gemeinde Großlobming eingemeindet.[2] Grundlage dafür war das Steiermärkische Gemeindestrukturreformgesetz - StGsrG.[3] Eine Beschwerde, die von der Gemeinde gegen die Zusammenlegung beim Verfassungsgerichtshof eingebracht wurde, war nicht erfolgreich.[4]

Die Pfarrkirche von Kleinlobming

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Kleinlobming liegt rund 6,5 km südlich von Knittelfeld im Lobmingbachtal am nordwestlichen Abhang der Gleinalpe.

Das Gebiet umfasst das Lobmingbachtal mit den das Tal begleitenden Hängen der Gleinalpe. Die höchste Erhebung ist mit 1670 m über NN der Steinplan. Der tiefste Punkt ist mit 660 m der Punkt, wo der Lobmingbach das Gebiet Richtung Mur verlässt.

Gliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde gliederte sich in die beiden Katastralgemeinden und gleichnamigen Ortschaften: Kleinlobming (391 Einwohner) und dem 1958 eingemeindeten Mitterlobming (252) (Einwohner Stand: 2011).

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die heutige Gemeinde entstand 1958 aus dem Zusammenschluss der beiden Gemeinden Kleinlobming und Mitterlobming.

Im Zuge der steirischen Gemeindestrukturreform wurde die Gemeinde Kleinlobming 2015 mit der Gemeinde Großlobming fusioniert.[5]

Nachbargemeinden bis Ende 2014[Bearbeiten]

Großlobming Apfelberg, Rachau Rachau, Salla
Maria Buch-Feistritz Nachbargemeinden Salla
Maria Buch-Feistritz Reisstraße Salla

Geschichte[Bearbeiten]

Die Besiedlung des Lobmingtales erfolgte im 7. und 8. nachchristlichen Jahrhundert durch slawische Siedler. Dies lässt sich durch die slawischen Ortsnamen Lobming (von lom) und Lobmingbach (von lomnik) herleiten.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 927.

1066 erhielten die Eppensteiner die Pfarr-Rechte an der Kirche zu Lomnicha am Fuße der Piberalpe (=Stubalpe). Für das 12. und 13. Jahrhundert ist das Ministerialengeschlecht der Lobminger nachzuweisen, die Reste einer ihrer Burgen befinden sich im Sulzgraben.

1849/50 wurde die politische Gemeinde Kleinlobming errichtet.[6] Um 1885 prägt der Reichsrats - und Landtagsabgeordnete Michael Brandl vulgo Hauser die politische Geschichte Lobmings und der Obersteiermark. Die Bevölkerungszahl beträgt 1075 Personen.[7]

1958 wurde unter dem damaligen Bürgermeister und Abgeordneten zum Nationalrat Johann Schrotter die vordem eigenständige Gemeinde Mitterlobming eingemeindet.[7]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Großlobming

Bevölkerung[Bearbeiten]

Kleinlobming hatte laut Volkszählung 2001 721 Einwohner. 96,3 % der Bevölkerung besaßen die österreichische Staatsbürgerschaft. Zur römisch-katholischen Kirche bekannten sich 96,5 % der Einwohner, 0,1 % zur evangelischen Kirche. 2,5 % waren ohne religiöses Bekenntnis.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Laut Arbeitsstättenzählung 2001 gab es 34 Arbeitsstätten mit 118 Beschäftigten, sowie 198 Auspendler und 50 Einpendler. Es gab 80 land- und forstwirtschaftliche Betriebe (davon 42 im Haupterwerb), die zusammen 4133 ha bewirtschafteten (1999).

Die Waldfläche beträgt rund 3500 ha.

Die Verkehrserschließung erfolgt über Landesstraße Lobmingerstraße L 504. An der südlichen Gebietsgrenze verläuft die Gaberl Straße B 77 als Verbindung vom Murboden Richtung Graz.

Neben einigen holzverarbeitetenden Betrieben spielen die Gasthöfe entlang der Gaberl Straße sowie das kleine Skigebiet Kleinlobming und das Freibad wirtschaftlich eine gewisse Rolle im strukturschwachen Gebiet.

Politik[Bearbeiten]

Der Gemeinderat bestand aus neun Mitgliedern und setzte sich seit der Gemeinderatswahl 2010 aus Mandataren der folgenden Parteien zusammen:

Die ÖVP stellte mit Anton Reißner den Bürgermeister.

Wappen[Bearbeiten]

Seit 1. Juni 1993 war Lobming zur Führung eines Gemeindewappens, das dem Hl. Thomas gewidmet ist, berechtigt.
Blasonierung (Wappenbeschreibung):

„In rotem Schild mit goldenen Flanken in Distelblattschnitt golden wachsend eine Lanze, eine Laubkrone durchstoßend“.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Land Steiermark: Endgültiger Bevölkerungsstand am 31.10.2013 (Excel-Datei, 85 KB; abgerufen am 2. Mai 2015)
  2. Steiermärkische Gemeindestrukturreform
  3. § 3 Abs. 8 Z 1 des Gesetzes vom 17. Dezember 2013 über die Neugliederung der Gemeinden des Landes Steiermark (Steiermärkisches Gemeindestrukturreformgesetz – StGsrG). Landesgesetzblatt für die Steiermark vom 2. April 2014. Nr. 31, Jahrgang 2014. ZDB-ID 705127-x. S. 3.
  4. Erkenntnis des VfGH vom 24. November 2014, G 100/2014.
  5. Das Land Steiermark: Die neue Gemeindestruktur der Steiermark. Abgerufen am 10. November 2013.
  6. Allgemeines Landesgesetz- und Regierungsblatt für das Kronland Steiermark, 21. Stück, 7. Oktober 1850, Nr. 378.
  7. a b Gemeinde Klienlobming: Historisches (abgerufen am 18. Jänner 2015)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kleinlobming – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien