Kostal Gruppe

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Kostal Automobil Elektrik GmbH & Co. KG

Rechtsform GmbH & Co. KG
Gründung 1912
Sitz Lüdenscheid, Deutschland
Leitung Geschäftsführung:
  • Andreas Kostal (Vorsitzender)
  • Kai Knickmann
  • Gregor Schmeken
Mitarbeiterzahl 15.800 (2022)
Umsatz 2,4 Mrd. € (2021)
Branche Automobilzuliefererindustrie, Photovoltaikindustrie, Industrieelektronik, Prüftechnik
Website www.kostal.com
Stand: 19. April 2022

Die Leopold Kostal GmbH & Co. KG als Konzernmutter der Kostal Gruppe ist ein Familienunternehmen mit Stammsitz in Lüdenscheid, das elektronische und mechatronische Produkte entwickelt und produziert. An 46 Standorten in 20 Ländern arbeiten rund 18.500 Mitarbeiter für die Unternehmensgruppe, die insbesondere Automobilhersteller und deren Zulieferer sowie Unternehmen aus der Photovoltaik-Branche beliefert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kostal wurde 1912 von Leopold Kostal als LK gegründet. 1927 wurde das Betätigungsfeld von Installationsmaterialien auf Automobilelektronik erweitert. 1935 trat der Sohn von Leopold, Kurt, in das Unternehmen ein, zum 25-jährigen Firmenjubiläum hatte Kostal ungefähr 240 Mitarbeiter. 1953 erfolgte die Verlagerung des betrieblichen Schwerpunktes auf die Entwicklung und Produktion von Artikeln für die Automobilindustrie. Im Jahr 1972 trat Helmut Kostal in das Unternehmen ein, 1973 wurde die erste Auslandsniederlassung in Mexiko gegründet, 1978 folgte eine Niederlassung in Brasilien. Nach der Umwandlung in eine GmbH & Co. KG 1981 expandierte das Unternehmen in den Folgejahren in weitere Länder, unter anderem nach Irland, Großbritannien, Japan, China und Frankreich.[1] 1993 wurde der Geschäftsbereich Kontaktsysteme gegründet, 1995 die Bereiche Automobilelektrik, Industrielelektrik und Prüftechnik, die 2004 in eine eigenständige GmbH überführt wurden. 2008 stieg Kostal mit Hilfe eines Joint Ventures in den indischen Markt ein, 2009 in die Solartechnik. Seit 2011 wird das Unternehmen von Andreas Kostal geführt.[2] Am 10. Oktober 2016 begann in einem weiteren Standort in Mazedonien die Produktion.

Ein zum Jahreswechsel 2018/2019 angekündigte Personalabbau wurde vollzogen.

Im Mai 2020 wurde eine Umfirmierung der Leopold Kostal GmbH & Co. KG zur Kostal Automobil Elektrik GmbH & Co. KG vollzogen und im Handelsregister eingetragen.

Die Geschäftsführung plant eine umfangreiche Restrukturierung der Kostal-Gruppe und will bis Ende 2024 alle Produktionswerke in Deutschland schließen. Betroffen sind die Standorte Halver, Meinerzhagen und Lüdenscheid, ausgenommen die Entwicklung.

Geschäftsbereiche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschäftsbereiche Automobil Elektrik, Industrie Elektrik und Kontakt Systeme sind nach der Qualitätsmanagement Normen DIN EN ISO 9001 bzw. IATF 16949, ISO 26262 und der Umweltmanagementnorm DIN EN ISO 14001 zertifiziert.[3][4]

Kostal Automobil Elektrik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Geschäftsbereich Automobilelektrik entwickelt und produziert Kostal Produkte für die Fahrzeugkarosserieelektrik, unter anderem Lenksäulenmodule, Bedienelemente und Schalter, Bordnetzsteuergeräte und Türsteuergeräte. Dieser Geschäftsbereich beschäftigt in Deutschland 2.350 Mitarbeiter und generiert einen weltweiten Umsatz von 1,165 Milliarden € (Stand: 31. Dezember 2010). Kostal hat in diesem Segment einen Marktanteil über 30 %.[5]

Kostal Kontakt Systeme GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Geschäftsbereich Kontaktsysteme entwickelt und produziert Kostal Steckverbindungssysteme. Von 2005 bis 2012 war die Kostal Kontakt Systeme GmbH in Hagen ansässig. Im Jahr 2010 wurde ein Werk am Timberg in Lüdenscheid erworben. Nach zahlreichen Umbauarbeiten und dem Neubau eines Hochregallagers wurde dort die Produktion Mitte des Jahres 2012 aufgenommen.[6]

Kostal Industrie Elektrik GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenso wie die Kostal Kontakt Systeme GmbH bezog die Kostal Industrie Elektrik GmbH 2005 den Standort in Hagen. Die Kernfelder des Unternehmens sind Photovoltaikanlagen, Mess- und Regelungstechnik sowie Antriebstechnik.

Kostal Solar Electric GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ende 2006 wurde die Kostal Solar Electric GmbH in Freiburg als Enkelunternehmen der Kostal Industrie GmbH & Co. KG gegründet.[7] Sie dient als Vertriebsgesellschaft für Strangwechselrichter und Hybridwechselrichter der Marken PIKO (Photovoltaik Inverter Kostal) und Plenticore so wie Software für die Auslegung und Überwachung von Wechselrichtern.

Soma GmbH[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Soma GmbH entwickelt und realisiert mechanische, mechatronische und elektronische Produkte für Automation, Dosier- und Prüftechnik.

Systemhaus Energieeffizienz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Systemhaus wurde abgewickelt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Niederlassungen. In: kostal.com. Abgerufen am 29. November 2011.
  2. Offizielle Stabübergabe – KOSTAL in der Hand der vierten Generation. In: kostal.com. Abgerufen am 29. November 2011.
  3. Qualitätszertifikate. In: kostal.com. Leopold Kostal GmbH & Co. KG, abgerufen am 4. August 2020.
  4. Umweltzertifikate. In: kostal.com. Leopold Kostal GmbH & Co. KG, abgerufen am 4. August 2020.
  5. Geschäftsbereich Automobilelektrik. In: kostal.com. Abgerufen am 29. November 2011.
  6. KOSTAL Kontakt zieht von Hagen nach Lüdenscheid. In: derwesten.de. Abgerufen am 29. Dezember 2012.
  7. Bundesanzeiger: Kostal Industrie GmbH & Co. KG: Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018

Koordinaten: 51° 14′ 1,6″ N, 7° 39′ 52,7″ O