Kurt Metger

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Kurt Metger (* 20. Oktober 1880 in Flensburg; † im 20. Jahrhundert) war ein deutscher Journalist, der während der nationalsozialistischen Herrschaft die Sonderredaktion des Deutschen Nachrichtenbüros, welche Provinzzeitungen mit Nachrichten belieferte, leitete.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Metger war der Sohn des langjährigen nationalliberalen preußischen Landtagsabgeordneten und Professors Metger-Flensburg.

Er wurde Mitglied und Funktionär der nationalliberalen Partei und war aktiv an der Gründung der Deutschen Volkspartei beteiligt. Diese Partei sicherte sich seine Mitarbeit über den Rahmen seiner journalistischen Betätigung hinaus durch Berufung in ihren Zentralvorstand. Er studierte Rechtswissenschaft und wurde 1910 zum Doktor des Rechts promoviert.

Journalistischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er begann seine journalistischen Laufbahn bei der Nationalzeitung. 1908, nach Verschmelzung dieser mit der „Post“,[1] war er zunächst Berliner Vertreter der „Magdeburgischen Zeitung“ und später eine Reihe von Jahren der „Leipziger Neuesten Nachrichten“. 1920 wurde er politischer Redakteur im Verlag von Rudolf Dammert und siedelte 1921 nach dessen Verschmelzung mit der Telegraphen-Union, zu dieser über. Er war eine Reihe von Jahren Vorstandsmitglied im Bezirksverband Berlin des Reichsverbandes der Deutschen Presse. In führender Position war er auch im Reichsverband der Deutschen Presse, wie auch in der Reichsarbeitsgemeinschaft. Von 1923 bis 1926 war er 1. Vorsitzender des Vereins Berliner Presse und gehörte bis 1930 zu dessen engerem Präsidium.[2]

1920 war er leitender Redakteur bei der Telegraphen-Union,[3] 1930 Chefredakteur des Dämmert- Verlages (Telegraphen-Union) und Leiter eines Redaktionsbüros, dem führende deutsch-volksparteiliche Provinzzeitungen angeschlossen waren.

Nachdem die Telegraphen-Union im Deutschen Nachrichtenbüro am 5. Dezember 1933 aufging, leitete er in dieser staatlichen Monopolnachrichtenagentur eine Sonderredaktion, den nach ihm benannten Metger-Sonderdienst, und nahm damit eine Schlüsselrolle im nationalsozialistischen Informationsverteilungssystem ein.

Am 30. Dezember 1947 wurde er von der Vernehmungsabteilung des Office of the Chief of Counsel for War Crimes (OCCWC) verhört[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. 1908 aber verlautete, dass Scherl die „National-Zeitung“ und die „Post“ seinem „Tag“ angliedern würde.
  2. Zeitungs-Verlag: Fachblatt für das gesamte Zeitungswesen, 1930, [1]
  3. Stefan Krings, Hitlers Pressechef: Otto Dietrich (1897–1952). Eine Biografie, [2]
  4. Office of the Chief of Counsel for War Crimes, [3]