Lühburg

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Lühburg führt kein Wappen
Lühburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lühburg hervorgehoben
Koordinaten: 53° 59′ N, 12° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Gnoien
Höhe: 24 m ü. NHN
Fläche: 17,31 km2
Einwohner: 223 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17179
Vorwahl: 039971
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 068
Adresse der Amtsverwaltung: Teterower Str. 11a
17179 Gnoien
Webpräsenz: www.amt-gnoien.de
Bürgermeister: Wilfried Hermann
Lage der Gemeinde Lühburg im Landkreis Rostock
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Lühburg ist eine Gemeinde im Osten des Landkreises Rostock in Mecklenburg-Vorpommern. Die Gemeinde wird vom Amt Gnoien, mit Sitz in der gleichnamigen Stadt, verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet zwischen den Kleinstädten Gnoien und Tessin liegt im Warbeltal. Der kleine Nebenfluss der Trebel entwässert die überwiegend flache bis leicht hügelige Gegend. Die Stadt Rostock ist etwa 30 Kilometer entfernt.

Zu Lühburg gehören die Ortsteile Basse, Gottesgabe, Repnitz und Strietfeld.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lühburg: Das Gut der Familie von Bassewitz war seit dem 14. Jahrhundert, mit Unterbrechung von 1782 bis 1858, bis 1945 in deren Besitz. Das Herrenhaus Lühburg entstand um 1725/30.

Basse: Basse ist ein niederdeutsches und jägersprachliches Wort für einen älteren Keiler und Wappentier der Familie Bassewitz. Das Gut gehörte seit dem späten Mittelalter zu den ersten Gütern der Familie. Die Dorfkirche Basse aus dem 13. und 14. Jahrhundert wurde 1364 erstmals urkundlich genannt.

Gottesgabe: Das Gut gehörte seit dem Ende des 13. Jahrhunderts der Familie von Maltzahn und ab Mitte des 14. Jahrhunderts der Familie von Prehn. Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständigen Gemeinde nach Lühburg eingemeindet.

Repnitz: Das Gut gehörte u. a. der Familien von Bassewitz (vor 1460 – 1782 und 1901–1945) und von Oertzen (1842–1901); danach und davor fanden häufige Besitzwechsel statt. Gutshaus Repnitz wurde 1840 gebaut.

Strietfeld: Die große Burganlage war einer der Stammsitze der Familie von Moltke. Das später errichtete Gutshaus wurde 1998 abgebrochen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dreiflügliges Herrenhaus Lühburg von um 1725/30 für Ludolph Friedrich von Bassewitz auf einer mittelalterlichen Wall-Graben-Anlage; neugotische Backsteintürmchen an der Rückfront von 1885.[2]
  • Gotische Dorfkirche Basse: 1364 erstmals urkundlich erwähnt, Chor und Sakristeianbau vom 13. Jahrhundert als Feldsteinbauten. Innen: Spätmittelalterliche Grabplatten der Familie Bassewitz, zahlreiches Gestühl aus der Reformationszeit, Patronatslogen späterer Jahrhunderte.
  • Stallgebäude in Repnitz: Sitz des Bullenstall e. V. Repnitz; hier finden neben Theatervorstellungen Projektwochen und Workshops statt.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 110 (Rostock–Demmin) durchquert die Gemeinde Lühburg. Nahe dem Ortsteil Repnitz kreuzt sie die Bundesautobahn 20 (Anschlussstelle Tessin). Der nächste Bahnhof liegt in der etwa sieben Kilometer entfernten Stadt Tessin (Bahnlinie nach Rostock).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lühburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Mecklenburg-Vorpommern. München/Berlin 2000, S. 329