Walkendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Walkendorf führt kein Wappen
Walkendorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Walkendorf hervorgehoben
Koordinaten: 53° 57′ N, 12° 33′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Rostock
Amt: Gnoien
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 27,68 km2
Einwohner: 390 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner je km2
Postleitzahl: 17179
Vorwahl: 039971
Kfz-Kennzeichen: LRO, BÜZ, DBR, GÜ, ROS, TET
Gemeindeschlüssel: 13 0 72 111
Adresse der Amtsverwaltung: Teterower Str. 11a
17179 Gnoien
Webpräsenz: www.gemeinde-walkendorf.de
Bürgermeister: Claus-Peter Gering
Lage der Gemeinde Walkendorf im Landkreis Rostock
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Walkendorf ist eine Gemeinde im Landkreis Rostock in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Die Gemeinde wird vom Amt Gnoien mit Sitz in der gleichnamigen Stadt verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Walkendorf liegt nördlich der Mecklenburgischen Schweiz und südöstlich von Rostock in einem hügeligen Gebiet zwischen den Kleinstädten Gnoien und Tessin. Die kleinen Bäche und Gräben im Gemeindegebiet, darunter der durch den Ort führende Grandbach, werden über die Warbel, einem kleinen Nebenfluss der Trebel, entwässert. Westlich der Ortschaft Walkendorf liegt der 3 Hektar große Schloßsee und der 0,5 Hektar große Egelsee. Die Gemeinde ist durch Ackerflächen geprägt. Wald gibt es lediglich nördlich und westlich von Stechow. An der Gemeindegrenze gibt es hier 90 Hektar Mischwald. Nordöstlich von Dalwitz liegt eine weitere, 30 Hektar große Mischwaldfläche, das Buchholz. Die höchste Erhebung erreicht südöstlich von Stechow 61 m ü. NN und der tiefste Punkt auf dem Gemeindegebiet liegt mit 14 m ü. NN in der moorigen Warbelniederung östlich der Ortschaft Walkendorf.

Zu Walkendorf gehören die Ortsteile Dalwitz und Stechow.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walkendorf wurde 1216 erstmals urkundlich erwähnt. Von 1273 bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts gehört Walkendorf zum Kloster Dargun. Gutsherren waren u. a. die Familien von Moltke (1374–1830), Friedrich August Peters (bis 1843), von Heyden-Linden (bis 1859) und von Bassewitz (bis 1876). In der DDR-Zeit war das Volkseigene Gut zum Teil ein Versuchsgut der Landwirtschaftlichen Akademie Berlin. Am 1. Januar 1951 wurden die bisher eigenständigen Gemeinden Dalwitz und Friedrichshof eingegliedert. Nach 1990 wurde das Gut verkauft. In der Gemeinde hat der Förderverein der Heimat- und Kulturpflege im nördlichen Kreis Güstrow sein Domizil in der Alten Ausspanne.

Dalwitz: Gutsherren war von 1349 bis 1945 die Familie Graf von Bassewitz, die nach 1992 das Gut wieder bewirtschaften. Das Gutshaus mit seinem Wallgraben stammt von 1726; es wurde 1855 im Tudorstil um- und ausgebaut und nach 1992 zum Gästehaus umgebaut.

Stechow wurde 1273 zusammen mit Walkendorf erwähnt, als Nicolaus, Heinrich und Johann, Fürsten von Werle, dem Kloster Dargun die Dörfer verkaufte. Gutsbesitzer waren die Familien von Moltke zu Strietfeld (bis 1379) und von Bassewitz (bis 1945).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche
Gutshaus derer von Bassewitz in Dalwitz

Siehe auch Liste der Baudenkmale in Walkendorf

  • Dorfkirche Walkendorf von der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. In ihr haben sich Wand- und Gewölbemalereien um 1370/80 und ein Schnitzaltar aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erhalten.
  • Kirchhofslinde mit 10,50 m Umfang, eine der stärksten in Mecklenburg
  • Gedenkstein aus den 1950er Jahren auf den Gräbern von drei unbekannten Kriegsgefangenen auf dem Friedhof an der Kirche
  • Alte Ausspanne, Ausspanne und Krug vom Ende des 17. Jahrhunderts
  • Gutshaus mit Park in Dalwitz
  • Wossidlo Haus. Museum für den Volkskundler und Sprachforscher Richard Wossidlo, der auf dem zur Gemeinde gehörigen, 1971 wüst gelegten ehemaligen Rittergut Friedrichshof geboren wurde

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nördliche Nachbargemeinde Lühburg liegt an der Bundesstraße 110 (Rostock – Demmin), der Walkendorfer Ortsteil Dalwitz an der Verbindungsstraße von Gnoien nach Güstrow. Etwa sieben Kilometer nördlich führt die Bundesautobahn 20 vorbei (Anschlussstelle Tessin). In Tessin besteht Bahnanschluss nach Rostock.

Söhne und Töchter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dalwitz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrichshof (heute Wüstung)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Walkendorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Amt M-V – Bevölkerungsstand der Kreise, Ämter und Gemeinden 2016 (XLS-Datei) (Einwohnerzahlen in Fortschreibung des Zensus 2011) (Hilfe dazu).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Walkendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien