Las Manchas (La Palma)

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Koordinaten: 28° 36′ 5″ N, 17° 52′ 48″ W

Las Manchas liegt auf der Westseite von La Palma

Las Manchas („Die Flecken“) ist eine Ortslage auf der Kanarischen Insel La Palma entlang der Landstraßen  LP-2  und  LP-212  in den Gemarkungen von Los Llanos de Aridane bzw. El Paso.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Las Manchas lag bereits im 17. Jahrhundert eine der Haziendas der palmerischen Großgrundbesitzer-Familie Massieu; Nicolás Massieu y Vandala ließ auch die Kirche Ermita de San Nicolás erbauen.[1] Der Ort gehört seit der Abtrennung der Gemeinde El Paso 1837 von Los Llanos de Aridane[2] zu beiden Gemeinden. Die Ortsgrenze verläuft entlang der LP-2. Der Teil unterhalb (westlich) der Straße wird offiziell als Las Manchas de Abajo bezeichnet, der Teil oberhalb geht in San Nicolás de las Manchas über.

1949 hat der Vulkan San Juan mit seinem Lavafluss Teile von Las Manchas (und von San Nicolás) unter sich begraben.[3]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dörfer bzw. Weiler mit Einwohnerzahlen, Stand 1. Januar 2013, und Gemeindezugehörigkeit:[4]

  • Las Manchas de Abajo (186, Los Llanos)
  • San Nicolás (248, El Paso)

Dazu kommen Einwohner in verstreuten Häusern.

Zugehörigkeit zu zwei gleichnamigen Gemeindebezirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenso wie die Ortslage heißen auch zwei Gemeindebezirke von El Paso (hierzu gehört auch El Paraiso und Jedey) und Los Llanos de Aridane (hierzu gehört auch Cuatro Caminos). Die beiden Gemeindebezirke grenzen im Norden an die Gemeindebezirke Todoque (Gemeinde Los Llanos), Tajuya und Tacande (beide Gemeinde El Paso), im Osten an die Gemeinde Villa de Mazo, im Süden an die Gemeinde Fuencaliente de La Palma und im Westen an Puerto Naos (Gemeinde Los Llanos). Im Süden reichen beide Ortsbezirke mit Namen Las Manchas bis ins Gebiet der Geschützten Landschaft (Paiseje Protegido) Tamanca.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Las Manchas dominiert die Landwirtschaft, insbesondere der Weinbau. Bereits die Hacienda der Massieus beruhte auf Wein, daneben waren damals auch Obstbäume in Kultur.[5] Die örtlichen Weinkellereien produzieren D.O.-Weine.[6]

In den letzten Jahren hat sich zudem die Produktion von D.O.-Ziegenkäse (Queso palmero) etabliert.[7][8]

Tourismus ist nur insoweit vorhanden, wie vereinzelt Fincas als Ferienunterkunft angeboten werden.

Kunst und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Plaza de La Glorieta

Plaza de La Glorieta[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Plaza de La Glorieta

Die Plaza de La Glorieta ist ein von dem palmerischen Künstler Luis Morera gestalteter Platz in Las Manchas de Abajo.

Weinmuseum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Weinmuseum La Palmas (Casa Museo del Vino) befindet sich in unmittelbarer Nähe der Plaza de La Glorieta. Seine Ausstellung illustriert mit vielen Bildern, Videos und Gegenständen die Geschichte des Weinbaus auf La Palma. Es bietet auch die Verkostung palmerischer D.O.-Weine an.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. La antigua hacienda de Las Manchas
  2. Salvador González Vázquez: Historia contemporánea de La Palma (1766–2000) Revista de estudios generales de la Isla de La Palma (2004): 65-122
  3. R. Olzem Die San-Juan-Eruption 1949
  4. INEbase (Datenbank des Instituto Nacional de Estadística)
  5. L. Arvena Gil: El archivo Lugo-Viña, Massieu, fuente para la historia económica y social de La Palma en el siglo XVIII XV Coloquio de historia canario-americana (Francisco Morales Padrón, Red.), 2004, S. 1382–1399; ISBN 84-8103-379-0
  6. Übersicht der D.O.-Weinkellereien auf La Palma
  7. El Manchón: Ficha técnica y de premios ganados Consejo Regulador
  8. Tajogaite: Ficha técnica y de premios ganados Consejo Regulador
  9. Casa Museo del Vino auf der Website der Gemeinde Los Llanos