Los Llanos de Aridane

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Gemeinde Los Llanos de Aridane
Los Llanos im Aridanetal
Los Llanos im Aridanetal
Wappen Karte der Kanarischen Inseln
Wappen von Los Llanos de Aridane
Los Llanos de Aridane (Kanarische Inseln)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kanarische Inseln
Provinz: Santa Cruz de Tenerife
Insel: La Palma
Koordinaten 28° 39′ N, 17° 55′ WKoordinaten: 28° 39′ N, 17° 55′ W
Höhe: 325 msnm
Fläche: 35,79 km²
Einwohner: 20.043 (1. Jan. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 560,02 Einw./km²
Gründung: 1812
Postleitzahl: E–38760 (Los Llanos)
E–39767 (Argual)
E–38768 (Retamar)
E–38769 (Puerto Naos)
Gemeindenummer (INE): 38024 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Bürgermeister: Noelia García Leal (PP)
Adresse der Gemeindeverwaltung: Plaza de España, s/n
38760 Los Llanos de Aridane
Lage der Gemeinde
LP LosLlanosdeAridane.png

Los Llanos de Aridane ist eine der 14 Gemeinden der zu Spanien gehörigen Kanarischen Insel La Palma und liegt auf der Westseite der Insel inmitten des Aridanetals. Der Verwaltungssitz der Gemeinde befindet sich in der gleichnamigen Stadt Los Llanos de Aridane (seit 1899 als solche bezeichnet), deren Ortskern auf einer Höhe von 325 Metern über dem Meeresspiegel liegt.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Los Llanos de Aridane wurde im August 1812 gegründet und bildete zusammen mit El Paso, Tazacorte und Argual die gleichnamige Gemeinde. Am 13. April 1837 kam von der Kanarischen Regierung der Vorschlag, El Paso mit Tacande und Umgebung zu einer von Los Llanos unabhängigen Gemeinde mit eigenem Rathaus zusammenzuschließen. Ein paar Monate später wurde das Vorhaben verwirklicht und Los Llanos verlor somit einen beträchtlichen Teil seiner Größe. Am 16. September 1925, während der Herrschaft von Primo de Rivera, wurde Tazacorte ebenfalls von Los Llanos ausgemeindet. Zu diesem Zeitpunkt war Tazacorte mit 2316 Einwohnern der bevölkerungsreichste Gemeindeteil mit dem größten Wirtschaftswachstum.

Die Gemeinde Los Llanos de Aridane hat sich im Laufe der Zeit zur einwohnerstärksten der Insel entwickelt und damit in den 1990er Jahren die Gemeinde Santa Cruz de La Palma mit der gleichnamigen Inselhauptstadt übertroffen. Der zur Gemeinde Los Llanos gehörende Ort Puerto Naos ist, neben Los Cancajos in der Gemeinde Breña Baja, eines der beiden touristischen Zentren La Palmas. Heute ist Los Llanos de Aridane das wichtigste Wirtschaftszentrum im Westen der Insel.[3]

Charakter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Charakter Los Llanos ist geprägt durch die im Zentrum des Ortes befindliche Plaza de España mit der dreischiffigen Pfarrkirche Nuestra Señora de Los Remedios aus dem 16. Jahrhundert, teils im Mudéjar-Stil, dem 1945 erbauten Rathaus (Ayuntamiento) im regionalen Stil und den angrenzenden Straßen wie die Fußgängerzone der Calle Réal (vormals Calle del General Franco). Mehrere mächtige Lorbeerbäume auf der Plaza de España und Avenida Dr. Flaming wurden 1863 von kubanischen Emigranten mitgebracht und bieten Schatten für die Straßencafés am Platz, die von Einheimischen wie Touristen gern aufgesucht werden.

Der im Westen an Los Llanos angrenzende Ortsteil Argual verfügt noch über einen Teil eines Aquädukts zur Bewässerung der Zuckerrohrplantagen und zum Antrieb der Zuckerohrmühlen aus dem 16./17. Jahrhundert. Auf dem Dorfplatz (Llano) von Argual befinden sich Gutshäuser von Plantagenbesitzern aus dem 17. und 18. Jahrhundert.[4]

Sehenswert ist die im Ortsteil Las Manchas befindliche Plaza de La Glorieta mit ihren Mosaiken und Bepflanzungen, die von Luis Morera, einem Schüler von César Manrique entworfen wurde.

Im Barranco de Las Angustias, einem Landschaftsschutzgebiet, steht die Wallfahrtskirche Nuestra Señora de las Angustias aus dem 16. Jahrhundert.[5]

Die in den Ortsteilen Argual, Triana, La Laguna und Todoque erloschenen Vulkane werden als Naturdenkmäler geschützt. In dem Lavafeld, das sich mit dem Ausbruch des Vulkans San Juan im Jahr 1949 über Todoque bis zum Meer ergossen hatte, hat sich ein Lavatunnel, Tubo volcánico Cueva de Las Palomas, herausgebildet, der seit 2017 begehbar ist.[2]

Museo Arqueologico in Los Llanos
Botanischer Park (Jardín botánico)

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Archäologisches Museum Museo Arqueológico Benahoarita. Es zeigt Exponate aus der Zeit der Guanchen auf La Palma.[6]
  • Weinbaumuseum Casa Museo del Vino in Las Manchas.

Botanischer Garten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Parque Antonio Gómez Felipe (auch: El pequeño jardín botánico) ist ein kleiner botanischer Garten in Los Llanos an der Ctra. Puerto Naos und wurde von Luis Morera und Natan Teuch im Jahr 2010 gestaltet.[2] Der besondere Reiz des Gartens besteht in der Zusammenstellung von bizarren Lavabrocken mit vorwiegend endemischen Pflanzen zu ästhetisch ansprechenden Gebilden. (Luis Morera hat auf La Palma noch weitere Parks und Plätze gestaltete.)

Orte der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeteile von Los Llanos de Aridane

Die Bevölkerungszahlen haben den Stand vom 1. Januar 2013.[7]

  • Argual (2.614)
  • La Laguna (1.632)
  • Las Manchas (889)
  • Los Barros (2.136)
  • Los Llanos de Aridane (3.630)
  • Montaña Tenisca (2.520)
  • Puerto Naos (946)
  • Retamar (2.611)
  • Tajuya (712)
  • Todoque (1.426)
  • Triana (1.814)

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner + / -
1900 6.638
1910 7.214 + 576
1920 6.912 - 302
1930 5.786 - 1.428
1940 6.614 + 838
1950 7.696 + 1.082
1960 9.886 + 2.190
Jahr Einwohner + / -
1970 12.118 + 2.232
1981 14.677 + 2.559
1990 17.062 + 2.385
2001 19.536 + 2.474
2005 19.878 + 342
2009 20.525 + 647
2013 20.930 + 405

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Los Llanos de Aridane – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. a b c Los Llanos de Aridane, Palmeros en el mundo.
  3. Los Llanos De Aridane. In: Guiapueblos.es. Abgerufen am 14. November 2011.
  4. El azúcar y su cultura en las islas atlánticas, 500 Años de La Palma y Flandes (1513-2013), Vol. 1, Jesus Pérez Morera auf der Website Memorial Digital de Canarias (abgerufen am 13. Dezember 2017)
  5. Santuario de Ntra Sra de Las Angustias, La Palma Reserva Mundial de la Biosfera.
  6. Museo Arqueológico Benahoarita, Cabildo Insular de La Palma.
  7. Webseite des Spanischen Statistikamtes (Instituto Nacional de Estadística )