Leeden

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Leeden
Koordinaten: 52° 12′ 56″ N, 7° 53′ 19″ O
Höhe: 96 (80–202) m
Fläche: 19,65 km²
Einwohner: 2488 (31. Dez. 2000)
Bevölkerungsdichte: 127 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 49545
Vorwahlen: 05481, 05405, 05456
Ehemaliges Gemeindewappen

Leeden ist ein Ort in der Region Tecklenburger Land (Kreis Steinfurt), der zur Stadt Tecklenburg gehört. Mit 950 Jahren (die erste urkundliche Erwähnung Leedens erfolgte 1058) ist er der älteste Ortsteil der Stadt. Leeden liegt zwischen Münster und Osnabrück am Teutoburger Wald gut einen Kilometer südöstlich der A1 direkt an der Landesgrenze zu Niedersachsen mit den Gemeinden Hagen am Teutoburger Wald und Hasbergen.

Häufiger Besuchsort von Wanderern und Leedenern ist der neu gestaltete Dorfplatz mit Kneipp-Tretbecken und Armbecken, Boulebahn, Pavillon und Skulpturenpark.

Aus Leeden stammte wahrscheinlich die Patrizier- und Adelsfamilie Leden, die im Mittelalter einen Bürgermeister und zwei zweite Bürgermeister der Altstadt von Osnabrück stellte. Sie hatte dort ihren Sitz im Ledenhof, einem Steinwerk mit Palas, sowie im Schloss Ledenburg in Nemden.

Leeden gibt dem Leedener Berg seinen Namen. Er ist mit 202 Metern die höchste Erhebung im nordwestlichen Teil des Teutoburger Waldes und liegt westlich vom Ortskern.

Am 1. Januar 1975 wurde Leeden nach Tecklenburg eingemeindet.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 318.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schröder, Sebastian, unndt alle mit einander der Augspürgischen confession zugethaen gewesen. Erinnerungen und Wahrnehmungen der Reformation im Stift Leeden in einem Zeugenprotokoll von 1630, in: Nordmünsterland. Forschungen und Funde 3 (2016), S. 196–219.
  • Spannhoff, Christof, Der Alltag der Bewohner Leedens vor 400 Jahren nach den Tecklenburger Akzidentalien von 1611/12, in: Spurensuche. Familienforschung im Tecklenburger Land, Heft 1 (2013): Leeden. Bauern- und Soldatenlesen, S. 7f.
  • Spannhoff, Christof, Die Tecklenburger Klostergründungen, in: Tecklenburg im Mittelalter, hrsg. v. Geschichts- und Heimatverein Tecklenburg, 2. Aufl., 2013, S. 43–50.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]