Hasbergen

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Hasbergen im Landkreis Osnabrück. Zum Ortsteil von Delmenhorst siehe Hasbergen (Delmenhorst).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hasbergen
Hasbergen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hasbergen hervorgehoben
Koordinaten: 52° 15′ N, 7° 57′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Osnabrück
Höhe: 81 m ü. NHN
Fläche: 21,37 km²
Einwohner: 11.000 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 515 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49205
Vorwahl: 05405
Kfz-Kennzeichen: OS
Gemeindeschlüssel: 03 4 59 021
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Martin-Luther-Straße 12
49205 Hasbergen
Webpräsenz: www.hasbergen.de
Bürgermeister: Holger Elixmann (CDU)
Lage der Gemeinde Hasbergen im Landkreis Osnabrück
Nordrhein-Westfalen Landkreis Cloppenburg Landkreis Diepholz Landkreis Emsland Landkreis Vechta Osnabrück Alfhausen Ankum Bad Essen Bad Iburg Bad Laer Bad Rothenfelde Badbergen Belm Berge (Niedersachsen) Bersenbrück Bippen Bissendorf Bohmte Bramsche Dissen am Teutoburger Wald Eggermühlen Fürstenau Gehrde Georgsmarienhütte Glandorf Hagen am Teutoburger Wald Hasbergen Hilter am Teutoburger Wald Melle Kettenkamp Menslage Merzen Neuenkirchen (Landkreis Osnabrück) Nortrup Ostercappeln Quakenbrück Rieste Voltlage WallenhorstKarte
Über dieses Bild

Hasbergen ist eine Gemeinde im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt teilweise im Bereich des Hüggel, der zum Landschaftsschutzgebiet Teutoburger Wald gehört. Die Höhenlage reicht von 62 m bis 228 m über NN. In Hasbergen liegt der 108 Meter hohe Rote Berg. Am nördlichen Ortsrand bildet der Wilkenbach die Grenze zur Nachbarstadt Osnabrück.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Westen an die westfälischen Gemeinden Lotte und Tecklenburg, im Süden an Georgsmarienhütte und Hagen und im Norden und Osten an die Stadt Osnabrück.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Hasbergen besteht aus den früher selbständigen Gemeinden Hasbergen, Gaste und Ohrbeck.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich erwähnt wird Hasbergen zum ersten Mal in einer Urkunde des Klosters Corvey im Jahre 836. Der Name Hasbergen ist auf das altniederdeutsche Wort Hers oder Hors (für Ross) zurückzuführen. Daraus entwickelte sich wahrscheinlich der Name Haslage, wie die ehemalige Burg und das Gut im Südwesten des Ortes bezeichnet wurden.

1819 wurde der Augustaschacht Ohrbeck für die Erzgewinnung eingerichtet; er befindet sich an der Grenze zur Nachbargemeinde Georgsmarienhütte und diente 1944/1945 als Straflager, an das heute eine Gedenkstätte erinnert.

Ortskernneugestaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Ortskernneugestaltung wird momentan eine Umgestaltung des Ortskernes vorangetrieben, der durch die Modernisierungswelle der 1970er Jahre gelitten hat.

Als Meilenstein kann die Mitte 2005 der Bestimmung übergebene Tunnelung der Bahnstrecke Hamburg-Köln angesehen werden. Hierdurch konnten die beiden Schrankenanlagen abgeschafft werden, welche zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen geführt hatten.

Im Jahre 2006 ist eine Fußgängerbrücke an der Tecklenburger Straße errichtet worden, um Umwege für Fußgänger und Radfahrer zu verkürzen. Im Jahre 2010 wurde der Kindergarten Kunterbunt um eine Kinderkrippe erweitert. Im Jahre 2011 wurden der Bahnhof und das angrenzende Gelände weitgehend umgebaut. Es entstanden neue Parkbereiche. Das ehemalige Bahnhofsgebäude wird nun als Bürogebäude genutzt.

In den Jahren 2011/2012 wurde das Gemeindehaus der evangelischen Kirche vollständig abgerissen und an gleicher Stelle neu gebaut.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform schlossen sich die Gemeinden Gaste und Ohrbeck am 1. Januar 1971 freiwillig der Einheitsgemeinde Hasbergen an.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung seit 1987

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen von Hasbergen im jeweiligen Gebietsstand und jeweils am 31. Dezember.

Bei den Zahlen handelt es sich um Fortschreibungen des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen auf Basis der Volkszählung vom 25. Mai 1987.[3]

Bei den Angaben aus den Jahren 1961 (6. Juni) und 1970 (27. Mai) handelt es sich um die Volkszählungsergebnisse einschließlich der Orte, die am 1. Januar 1971 eingegliedert wurden.[2]

Jahr Einwohner
1961 5.842
1970 7.485
1987 9.226
1990 9.717
1995 10.494
2000 10.851
2005 11.141
2010 11.383
2011 11.286
2012 11.327

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat gegenwärtig 28 Mitglieder aus vier Parteien. Hinzu kommt der Bürgermeister als stimmberechtigtes Mitglied des Rates.

Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1996.

Rat der Gemeinde Hasbergen: Wahlergebnisse und Gemeinderäte
CDU SPD GRÜNE FDP UWG Einzel-
bewerber
Sonstige Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahlperiode  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Mandate  % Gesamtanzahl der Sitze im Rat  %
1996–2001 41,4 12 44,7 12 09,1 2 4,8 1 100 27 67,3
2001–2006 40,2 11 37,6 10 07,3 2 9,2 2 5,6 1 100 26 56,4
2006–2011 36,6 10 44,8 13 05,1 2 4,3 1 4,5 1 4,7 1 100 28 57,0
2011–2016 33,0 9 49,6 15 11,2 3 2,3 0 3,8 1 100 28 52,7
Prozentanteile gerundet.
Quellen: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen[4], Landkreis Osnabrück[5][6].
Bei unterschiedlichen Angaben in den genannten Quellen wurden die Daten des Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie verwendet,
da diese eine insgesamt höhere Plausibilität aufweisen.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Hasbergen ist Holger Elixmann (CDU). Bei der letzten Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 wurde er mit 53,2 % der Stimmen gewählt. Sein Gegenkandidat, der bisherige Amtsinhaber Frank Stiller (SPD), erhielt 46,8 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,8 %.[7] Elixmann trat seine Amtszeit am 1. November 2014 an.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt einen von Gold und Schwarz im Wolkenschnitt schräg links geteilten Wappenschild, in verwechselten Farben oben ein Hufeisen, unten Hammer und Schlegel schräg gekreuzt.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hasbergen gibt es zwei Museen:

  • Das Geozentrum Hüggel liegt im ehemaligen Kino Schierke auf dem Roten Berg und beherbergt Gesteine und Fossilien welche bei Ausgrabungen im Teutoburger Wald gefunden worden sind.
  • Die Gedenkstätte Augustaschacht befindet sich im Ortsteil Ohrbeck. Das Hauptgebäude diente im Zweiten Weltkrieg als Strafgefangenenlager.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hasbergen gibt es zwei Schwimmbäder, das Freizeitland Hasbergen und das Naturbad Hasbergen, zwei Tennisvereine, den Tennisverein Hasbergen (TVH) und den Hasberger Tennisclub (HTC) sowie zwei Sportvereine, den SV Ohrbeck und die Spvg. Gaste-Hasbergen. Außerdem ist der Reit-und Fahrverein Hasbergen hier zu Hause.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hasbergen besteht überwiegend aus Wohngebieten. Im Ortsteil Gaste existiert ein Gewerbegebiet. Ebenfalls existieren entlang der Eisenbahn einzelne Geschäfte.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hasbergen besitzt einen eigenen Bahnhof an der Bahnstrecke Wanne-Eickel–Hamburg. Hier zweigt auch die nur noch im Güterverkehr genutzte Strecke zur Georgsmarienhütte ab. Die Hüttenbahn bediente im Gebiet der heutigen Gemeinde die drei Bahnhöfe Hasbergen-Hüttenbahnhof (gegenüber vom DB-Bahnhof Hasbergen), Hasbergen-Wulfskotten, Hasbergen-Ohrbeck, Augustaschacht. Von 1887 bis 1926 verkehrte zwischen Hasbergen und der Zeche Perm bei Ibbenbüren die Perm-Bahn, deren Strecke in der Zeit des Zweiten Weltkriegs erneut Verwendung als Umgehungsbahn für den Osnabrücker Hauptbahnhof fand. Im SPNV wird der Bahnhof Hasbergen durch die Linie RB 66 zwischen Münster und Osnabrück durch die Westfalenbahn mindestens stündlich bedient.
  • Der weitere ÖPNV wird durch die VOS mit Bussen (Linien 491 und 493 sowie Nachtbuslinie N9) erbracht sowie von der VGM-Linie R31 in Gaste-Nord. In regelmäßigem Taktverkehr haben daher alle Ortsteile eine Busanbindung nach Osnabrück; ferner gibt es von Hasbergen Busverbindungen nach Hagen und von Gaste-Nord nach Lotte.
  • Der Flughafen Münster/Osnabrück befindet sich in 25 km Entfernung.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Hasbergen gibt es vier Kindergärten mit angeschlossenen Kinderkrippen: der Kindergarten Kunterbunt in Trägerschaft der evangelischen Kirche, der Kindergarten St. Josef in Ohrbeck in Trägerschaft der katholischen Kirche, das Gaster Zauberhaus sowie den AWO Kindergarten am Schulzentrum Am Roten Berg.

Die Grundschule Hüggelschule hat zwei Standorte. Der Hauptstandort befindet sich am Schulzentrum Am Roten Berg, die Nebenstelle in Gaste. Die Hasberger Oberschule Am Roten Berg ist eine Ganztagsschule und ist, wie schon der Name aussagt, am Schulzentrum Am Roten Berg beheimatet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geboren in Hasbergen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hasbergen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 258.
  3. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Bevölkerungsfortschreibung
  4. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Tabelle 5000311
  5. Landkreis Osnabrück, Amtliche Endergebnisse der Kreiswahl am 9. September 2001 (Memento vom 25. Mai 2005 im Internet Archive) (PDF; 528 kB)
  6. Die KommunalWahl Landkreis Osnabrück vom 11. September 2011 (enthält auch Ergebnisse 2006). Landkreis Osnabrück, abgerufen am 6. März 2016 (PDF 8,0MB S. 62 Spalte "Gemeindewahlen").
  7. Einzelergebnisse der Direktwahlen am 25. Mai 2014 in Niedersachsen, abgerufen am 8. November 2014