Leonhard Huhn

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Leonhard Huhn (* 15. Juni 1986 in Berlin) ist ein deutscher Jazz- und Improvisationsmusiker (Altsaxophon, Klarinette, Komposition). Er präpariert sein Instrument, gebraucht Mikrotonalität und erweiterte Spieltechniken.

Leonhard Huhn (2014)

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Huhn wuchs in Berlin auf; er spielt seit seinem dreizehnten Lebensjahr Saxofon und war Mitglied im Landes-Jugend-Jazzorchester Berlin unter Leitung von Dieter Glawischnig, Joe Gallardo und Jonas Schön. Ab 2006 studierte er an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Wolfgang Engstfeld und Frank Gratkowski.[1] Seitdem arbeitet er hauptsächlich im Bereich Jazz, experimenteller Musik und freier Improvisation. Mit Bassist Sebastian Gramss nahm er 2010 eine Duofassung von Duke EllingtonsFar East Suite“ auf. Nach einigen Jahren der Zusammenarbeit im Olaf Lind Quartett gründete er mit Stefan Karl Schmid das Quartett Schmids Huhn. Sein Trio Die Fichten (mit Stefan Schönegg und Dominik Mahnig) gewann 2014 den Tremplin Jazz Avignon Preis in Frankreich. Für das von ihm gegründete Trio schreibt Huhn sämtliche Kompositionen.

In dem Bandprojekt C.A.R. verändert Huhn den Klang seines Saxophon bis hin zur totalen Entfremdung mittels Elektronik und Synthesizern. Im November 2017 tourte er mit dieser Combo für das Goethe-Institut durch Pakistan, Sri Lanka und Indien.[2]

Regelmäßig arbeitet Huhn mit Musikern wie Fabian Jung, Elisabeth Coudoux, Philip Zoubek, Constantin Herzog, Carl Ludwig Hübsch, Florian Zwissler u. a. Er ist Mitglied im Multiple Joy(ce) Orchestra, gRoBA Orchester und mehreren Projekten der Sängerin Pegelia Gold (zuletzt dem Septett „Les Polychromes“) sowie Hayden Chisholms mikrotonalem Altsaxophon-Oktett. Seit 2011 wirkt Huhn in experimentellen Kinder- und Jugendtheaterstücken der Theatermonteure mit.[3] Er war Stipendiat der Yehudi-Menuhin-Stiftung.

Gemeinsam mit dem Kölner Kollektiv für improvisierte Musik „IMPAKT“, dem er und sein Bandkollege Stefan Schönegg angehören, organisiert Huhn zudem Konzertreihen und Veranstaltungen in Köln.[2] Bei einem Corona-bedingten „Konzert ohne Publikum“ am 18. August 2020 im Deutschlandfunk Kammermusiksaal stellte die Trio-Combo Die Fichten einem deutschlandweiten Publikum ihr neues Programm vor.[4]

Leonhard Huhn (2014)

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sebastian Gramss/Leonhard Huhn: Duke Ellington’s Far East Suite (fixcel records, 2011)
  • Olaf Lind Quartett: Drift (mit Stefan Karl Schmid, Marcel Richard, Rafael Calman; JazzHausMusik, 2011)[5]
  • C.A.R.: Beyond the Zero (mit Christian Lorenzen, Kenn Hartwig, Johannes Klingebiel; Unit Records, 2014)
  • Stefan Karl Schmid/Leonhard Huhn: Schmid's Huhn (mit Stefan Schönegg, Fabian Arends; Shoebill, 2014)
  • Leonhard Huhn, Stefan Schönegg/Dominik Mahnig Die Fichten (fixcel records, 2015)
  • Grundstein + het woudkoor Pouancé (2016, mit Stijn Demuynck, Raphael Malfliet sowie Thea Soti, Mascha Corman, Taisiya Chernishova, Maika Küster, Hanna Schörken, Lisa Müller)
  • Schmid’s Huhn: Golden Spheres (2018)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Leonhard Huhn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Porträt (musicbrig)
  2. a b Die Fichten (LAD), jazzpages.de, abgerufen 22. Dezember 2020
  3. www.theater-monteure.de
  4. Trio Die Fichten: Jazz mit Nadeln, deutschlandfunk.de, abgerufen 22. Dezember 2020
  5. Besprechung (Jazzthing)