Hayden Chisholm

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Hayden Chisholm (2015)

Hayden Chisholm (* 27. Mai 1975 in Otahuhu bei Auckland) ist ein neuseeländischer Jazzsaxophonist, -klarinettist und Komponist.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hayden Chisholm, Moers Festival 2007

Chisholm wuchs in New Plymouth auf. Er studierte Musik in der Schweiz, in Griechenland, Indien, Jugoslawien, Japan und schließlich in Köln, u. a. bei Frank Gratkowski. Hier wurde er in den 1990er Jahren durch seine Zusammenarbeit u. a. mit Nils Wograms Root 70 bekannt, die bis in die Gegenwart (2011) anhält. Seit 1995 unternahm er Konzerttourneen durch Indien, Europa, Afrika und Lateinamerika, unter anderem mit John Taylor. Sein Debütalbum Circe veröffentlichte er 1996.

Seit 2002 arbeitet Chisholm mit der Aktionskünstlerin Rebecca Horn zusammen, für deren Installationen Light imprisoned in the belly of the whale (2002), Spiriti di Madreperla (2002) und Moon Mirror (2003) er die Musik komponierte. Er arbeitet mit Marcus Schmickler im Projekt Amazing Daze zusammen und bildet mit Gareth Lubbe und Claudio Bohórquez das Improvisationstrio DOHA, mit denen er auch Root 70 zu seinen The Embassadors erweitert. Mit Views of Hearts erschien 2013 eine erste Box mit 13 CDs, die auch einzeln erhältlich sind;[1] 2016 folgte Cusp of Oblivion. Außerdem wirkte er als Saxophonist, Klarinettist und mitunter auch Keyboarder an Alben von Underkarl um Sebastian Gramss, Antonis Anissegos, David Sylvian, Burnt Friedman, Jaki Liebezeit und anderen mit.

Chisholm wirkte als Protagonist im Dokumentarfilm Sound of Heimat – Deutschland singt (2012) von Arne Birkenstock und Jan Tengeler mit. Aufgrund seiner „einzigartigen Klangästhetik“ wurde ihm 2013 der SWR-Jazzpreis verliehen.[2] In Moers war er 2015 als „Improviser in Residence“ tätig.[3]

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben unter eigenem Namen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hayden Chisholm bei Michael Rüsenbergs jazzcity.de-Fest im Loft (Köln) am 17. Januar 2014
  • Circe, 2006, Jazzhaus Musik
  • Heaps Dub, mit Root70, 2005, Nonplace
  • Amazing Daze mit Marcus Schmickler, 2006, Haepna
  • Healing the Music mit The Embassadors, 2007, Nonplace
  • Coptic Dub mit The Embassadors, 2009, Nonplace
  • 13 Views of the Heart´s Cargo (Box Set), 2002–2013, Moontower Foundation
  • Cusp Of Oblivion (2016, weitere 13-CD-Box, u. a. Hayden Chisholm & Lucerne Jazz Orchestra feat. Lucia Cadotsch Ace of My Heart)

Alben in kollaborativen Projekten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hayden Chisholm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Besprechung von Michael Rüsenberg
  2. SWR-Jazzpreis 2013
  3. Moers Residency a Good Fit for Hayden Chisholm, All About Jazz, vom 22. April 2015, abgerufen 20. Mai 2015