Limesbahn

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Niederhöchstadt–Bad Soden
Streckennummer (DB):3641
Kursbuchstrecke (DB):645.3
Streckenlänge:5,2 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Stromsystem:15 kV 16,7 Hz ~
Zweigleisigkeit:
   
5,2 Bad Soden (Taunus) Endstation S3
Brücke (mittel)
Sulzbacher Straße
   
Sodener Bahn nach Frankfurt-Höchst
Brücke (mittel)
Hauptstraße
S-Bahnhalt…
3,8 Sulzbach (Taunus) Nord
Straßenbrücke
L 3367
Straßenbrücke
L 3014
   
Schwalbacher S-Bahn-Tunnel
   
1,9 Schwalbach am Taunus (Limes)
   
Straßenbrücke
L 3014
S-Bahnhalt…
0,9 Schwalbach am Taunus Nord
Straßenbrücke
L 3005
Bahnübergang
BÜ Gartenstraße
   
Kronberger Bahn von Kronberg S4
S-Bahnhof
0,0 Niederhöchstadt
Strecke – geradeaus
Kronberger Bahn nach Frankfurt-Rödelheim

Als Limesbahn wird eine durchgehend eingleisige und elektrifizierte Eisenbahnhauptstrecke bezeichnet, die am westlichen Stadtrand von Frankfurt am Main Niederhöchstadt und Bad Soden am Taunus verbindet.

Die 5,2 Kilometer lange Strecke wurde 1972 eröffnet und ist Teil der S-Bahn Rhein-Main. Sie ist eine Querverbindung zwischen zwei bereits im 19. Jahrhundert gebauten Vorortbahnen, der Sodener Bahn (1847) und der Kronberger Bahn (1874).

Anlass zum Bau der Strecke war die zeitgleiche (1962–73) Errichtung der Großsiedlung Limesstadt in Schwalbach. Auch die annähernd parallel verlaufende und ebenfalls damals gebaute Straßentangente Limesspange (L3014) trägt den Limes im Namen, der in Wirklichkeit etwa 10 km weiter nördlich verlief.

Geschichte und Gegenwart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem seit dem Jahre 1964 am Rande der Gemeinde Schwalbach am Taunus im Main-Taunus-Kreis „auf der grünen Wiese“ eine beachtliche Wohnsiedlung unter dem Namen „Limesstadt“ entstand, wurde erkannt, dass eine zufriedenstellende Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur auf dem Schienenwege möglich war. Mithilfe des zuständigen Bundestagsabgeordneten Georg Leber, der von 1966 bis 1972 Bundesverkehrsminister war, gelang es, hier eine von Anfang an elektrisch betriebene Nebenbahnstrecke zu errichten.

Am 22. Dezember 1970 konnte ein Pendelverkehr zwischen dem Bahnhof Niederhöchstadt an der Kronberger Bahn und der neuen Station Schwalbach Limesbahnhof eröffnet werden. Am 6. November 1972 wurde die bestehende Lücke bis Bad Soden geschlossen, das bis dahin nur mit Frankfurt-Höchst eine Bahnverbindung durch die Sodener Bahn besaß.

Seit 28. Mai 1978 fährt die S-Bahn-Linie S3 auf dieser Strecke von Bad Soden aus, zunächst bis Frankfurt (Main) Hauptwache, heute bis Darmstadt Hauptbahnhof.

Schwalbach Nord[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 31. Oktober 2008 wird die Haltestelle Schwalbach Nord von der S3 angefahren. Diese befindet sich zwischen den Stationen Schwalbach Limes und Niederhöchstadt. Das Gewerbegebiet „Am Kronberger Hang“ in Schwalbach am Taunus erhielt damit eine eigene Haltestelle, um den dort Beschäftigten einen kürzeren Weg zur Arbeit zu ermöglichen. Die Haltestelle besteht aus einem 210 Meter langen Bahnsteig, welcher barrierefrei ausgebaut wurde.[1]

Die geschätzten Baukosten der neuen Haltestelle beliefen sich auf 1,5 Millionen Euro, die Planungskosten beliefen sich auf 300.000 Euro.[2] Ursprünglich war der Baubeginn für September 2007 geplant, verzögerte sich aber bis Februar 2008.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neuer Haltepunkt für die S3: Station Schwalbach Nord eröffnet, Pressemitteilung der Stadt Schwalbach@1@2Vorlage:Toter Link/www.schwalbach.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. Neue Haltestelle „Schwalbach Nord“ (www.mtv-web.de)