Liste der Stolpersteine in Felsberg

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In der Liste der Stolpersteine in Felsberg werden die vorhandenen Gedenksteine aufgeführt, die im Rahmen des Projektes Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig bisher in Felsberg verlegt worden sind.

Verlegte Stolpersteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adresse Name Inschrift Verlege­datum Bild Anmerkung
Eppenbergstraße 7
(Standort)


Julius Weinstein Hier wohnte
Julius Weinstein
Jg. 1891
Schutzhaft '1938'
Buchenwald
Tod an den Haftfolgen
20.7.1939
Frieda Weinstein Hier wohnte
Frieda Weinstein
geb. Gutkind
Jg. 1892
Flucht 1936
Belgien
1940 Frankreich
versteckt überlebt
Max Weinstein Hier wohnte
Max Weinstein
Jg. 1922
Flucht 1936
Belgien
1940 Frankreich
versteckt überlebt
Alfred Weinstein Hier wohnte
Alfred Weinstein
Jg. 1925
Flucht 1936
Belgien
Frankreich
1940 Schweiz
Obergasse 29
(Standort)


Isaak Kruck Hier wohnte
Isaak Kruck
Jg. 1866
interniert 1940
nach Wartekuppe
tot 26.12.1940
15. Juni 2015 Isaak Kruk *05.07.1866 in Kolomea, Galizien, Ehemann von Malchen Kruk, Adresse in Felsberg: Obergasse103 (heute 29), zuletzt gemeldet in Kassel, Lager Wartekuppe, gestorben 26.12.1940 im Lager Wartekuppe.
Siegmund Kruck Hier wohnte
Siegmund Kruck
Jg. 1912
unfreiwillig verzogen
1935 Frankfurt a. M.
Schicksal unbekannt
15. Juni 2015 *06.12.1912 in Felsberg, Sohn von Isaak Kruk *1866 Kolomea/Galizien und Malchen *1878 geb. Mansbach aus Niedenstein; Halbbruder von Rosa *1897, Jakob *1898 #1925, Bertha *1901 und Mathilde *1904 #1905, Bruder von Minna *1907 und Lina *1908 #1910.
Malchen Kruck Hier wohnte
Malchen Kruck
geb. Mansbach
Jg. 1878
deportiert 1941
Riga
ermordet
15. Juni 2015 Malchen Kruk, geb. Mansbach-Zinn *22.04.1878 in Niedenstein,[1] Ehefrau von Isaak Kruk, Adresse in Felsberg: Obergasse 103 (heute 29), zuletzt gemeldet im Lager Wartekuppe, Kassel, Deportation 09.12.1941 von Kassel nach Riga, Todesdatum unbekannt.[2]
Quergasse 4
(Standort)


Emma Weinstein Hier wohnte
Emma Weinstein
geb. Speier
Jg. 1883
unfreiwillig verzogen
1939 Kassel
Flucht 1939
Argentinien
24. Mai 2017
Ida Weinstein Hier wohnte
Ida Weinstein
Jg. 1910
deportiert 1942
Riga
ermordet
geb. am 17. November 1910 in Felsberg. Tochter von Isidor und Emma Weinstein, geb. Speier. Sie verzog 1933 kurzzeitig von Felsberg nach Hamburg in die Elmsbütteler Chaussee 37. Weshalb Ida Weinstein nach Hamburg kam, ist unbekannt. Sie wurde jedenfalls 1933 als Mitglied der Hamburger Jüdischen Gemeinde registriert. Eine etwa gleichaltrige Felsbergerin, Irene Weinstein, arbeitete als Hausangestellte in der Harvestehuder Parkallee 7. Vielleicht waren die beiden jungen Frauen befreundet und Idas Mutter erhoffte sich möglicherweise eine ähnliche Beschäftigungsmöglichkeit für ihre Tochter.

Eine Berufstätigkeit ist aus ihrer Hamburger Kultussteuerkarte allerdings nicht ersichtlich. Dafür ist auf der Karte vermerkt: „ausgeschieden den 20. Mai 1933 durch: Verzug nach Felsberg“. Ida Weinstein kehrte also nach kurzer Zeit wieder an ihren Heimatort zurück. Am selben Tag verließ auch Irene Weinstein Hamburg und emigrierte nach Palästina. Ida Weinstein blieb jedoch nicht lange in Felsberg. Bereits sechs Monate später, im November 1933, soll sie nach Leipzig gezogen sein. Von dort wurde sie am 21. Januar 1942 nach Riga deportiert, wo sich ihre Spuren verlieren. Vor ihrem Hamburger Wohnsitz wurde bereits ein Stolperstein durch Gunter Demnig für sie verlegt[3][4]

Siegward Weinstein Hier wohnte
Siegward Weinstein
Jg. 1914
Flucht 1936
Argentinien
Max Weinstein Hier wohnte
Max Weinstein
Jg. 1920
Flucht Holland
interniert Westerbork
deportiert
Auschwitz
ermordet 31.3.1944
Untergasse 2
(Standort)
Hannchen Adler Hier wohnte
Hannchen Adler
Jg. 1863
deportiert 1942
Theresienstadt
1942 Treblinka
ermordet
Rosa Adler Hier wohnte
Rosa Adler
Jg. 1904
deportiert 1941
Riga
1944 Stutthof
ermordet
Dieter Adler Hier wohnte
Dieter Adler
Jg. 1935
deportiert 1941
Riga
ermordet
Untergasse 5
(Standort)


Ida Dannenberg Hier wohnte
Ida Dannenberg
geb. Cohn
Jg. 1879
unfreiwillig verzogen
1938 Kassel
Flucht 1940
Brasilien
Moritz Deutsch Hier wohnte
Moritz Deutsch
Jg. 1902
unfreiwillig verzogen
1935 Frankfurt
Flucht 1938
England
Resi Deutsch Hier wohnte
Resi Deutsch
geb. Dannenberg
Jg. 1906
unfreiwillig verzogen
1938 Kassel
deportiert 1941
Riga
ermordet
Bruno Dannenberg Hier wohnte
Bruno Dannenberg
Jg. 1907
Flucht 1936
Brasilien
Elli Dannenberg Hier wohnte
Elli Dannenberg
Jg. 1909
Flucht 1937
Palästina
Ilse Judith Dannenberg Hier wohnte
Ilse Judith Dannenberg
Jg. 1910
Flucht 1937
Brasilien
Erwin Deutsch Hier wohnte
Erwin Deutsch
Jg. 1931
unfreiwillig verzogen
1938 Kassel
deportiert 1941
Riga
ermordet
Ruth Deutsch Hier wohnte
Ruth Deutsch
Jg. 1936
unfreiwillig verzogen
1938 Kassel
deportiert 1941
Riga
ermordet

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Stolpersteine in Felsberg (Hessen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Bundesarchiv: Eintrag: Kruck, Malchen. Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft 1933–1945, abgerufen am 10. Februar 2016.
  2. Dieter Vaupel: "Etwas Schaden ist wohl bei den meisten Juden eingetreten". Jüdisches Leben in Felsberg. Schüren, Marburg 2020, ISBN 978-3-7410-0270-0, S. 231–232.
  3. Fauke Steinhäuser: Ida Weinstein. Abgerufen am 6. Oktober 2019.
  4. Dieter Vaupel: Stolpersteinverlegung in Felsberg am 24. Mai 2017. Felsberg 2017, S. 7.