Stolpersteine

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Stolperstein ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum Dokumentarfilm über das Projekt siehe Stolperstein (Film).
Stolperstein in Berlin-Charlottenburg
Länder mit verlegten und geplanten Stolper­steinen, Weißrussland und Litauen folgen 2016

Stolpersteine. Ein Kunstprojekt für Europa. heißt ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten kleinen Gedenktafeln will Demnig an das Schicksal der Menschen erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Diese quadratischen Messingtafeln mit abgerundeten Ecken und Kanten sind mit händisch eingeschlagenen Lettern beschriftet und werden von einem angegossenem Betonwürfel mit einer Kantenlänge von 96 × 96 und einer Höhe von 100 Millimetern[1] getragen. Sie werden meist vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster bzw. den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen. Mittlerweile gibt es über 56.000 Steine (Stand: Dezember 2015) nicht nur in Deutschland, sondern auch in 19 weiteren europäischen Ländern.[2][3] Die Stolpersteine sind das größte dezentrale Mahnmal der Welt.[4] Die Marke Stolpersteine ist seit 2006 beim Deutschen Patent- und Markenamt durch Gunter Demnig geschützt[5], seit 2013 auf europäischer Ebene[6].

Der Weg zu den Stolpersteinen[Bearbeiten]

Gunter Demnig, Mai 2012
Schriftspurgerät von 1990 „… Eine Spur durchs Vergessen“
Erster Stolperstein vor dem Kölner Rathaus mit dem Deportationsbefehl von Heinrich Himmler (verlegt am 16. Dezember 1992)

Zum 50. Jahrestag der Deportation von 1000 Roma und Sinti aus Köln setzte sich Demnig 1990 künstlerisch damit auseinander, da diese für die Nationalsozialisten eine „Generalprobe“ der nachfolgenden umfangreicheren Judendeportationen gewesen sei. Dabei zog der Künstler mit einer als rollbare Druckmaschine aufgefassten Einrichtung den Deportationswegen folgende Spuren durch die Stadt. Anschließend ließ er einen ersten mit einer Messingplatte versehenen und beschrifteten Stein vor dem Historischen Kölner Rathaus in das Pflaster ein. Dies geschah am 16. Dezember 1992, dem 50. Jahrestag des Befehls Heinrich Himmlers zur Deportation der „Zigeuner“ (Auschwitz-Erlass). Auf dem Stein sind die ersten Zeilen dieses Erlasses zu lesen. Außerdem beteiligte sich Demnig mit diesem Stein an der Diskussion um das Bleiberecht aus Jugoslawien geflohener Roma.

In Ausdehnung auf alle Verfolgtengruppen entwickelte Demnig in den Folgejahren das Projekt „Stolpersteine“. Zunächst war es nur als theoretisches Konzept für die Veröffentlichung Größenwahn – Kunstprojekte für Europa gedacht, da Demnig für ganz Europa von sechs Millionen notwendigen Stolpersteinen ausging. Der Pfarrer der Antoniter-Gemeinde in Köln animierte Demnig jedoch, wenigstens einige ausgewählte Steine zu verlegen, um ein Zeichen zu setzen. 1994 kam es so zu einer Ausstellung von 250 Stolpersteinen in der Antoniterkirche in Köln. Am 4. Januar 1995 verlegte Demnig probeweise und ohne Genehmigung durch Behörden die ersten Steine in Köln. Im Mai 1996 beteiligte er sich an der Ausstellung Künstler forschen nach Auschwitz in der NGBK in Berlin-Kreuzberg und verlegte in der Berliner Oranienstraße 51 Steine ebenfalls ohne behördliche Genehmigung. Erstmals mit amtlicher Genehmigung wurden am 19. Juli 1997 zwei Steine auf Einladung des Gedenkdienst-Gründers Andreas Maislinger in Sankt Georgen bei Salzburg verlegt.[7] Friedrich Amerhauser war der erste Bürgermeister, der Gunter Demnig die Zustimmung zur Verlegung von Stolpersteinen gab.[7] Amtlich genehmigt wurden in Deutschland weitere Stolpersteine im Jahr 2000 in Köln verlegt. Daraus entwickelte sich dann eine Folge von Aktionen zu Verlegungen, die zum weltweit größten „dezentralen Mahnmal“ führten.

Intention[Bearbeiten]

Demnigs Intention ist unter anderem, den NS-Opfern, die in den Konzentrationslagern zu Nummern degradiert wurden, ihre Namen zurückzugeben. Das Bücken, um die Texte auf den Stolpersteinen zu lesen, soll eine symbolische Verbeugung vor den Opfern sein. Mit der Markierung der „Tatorte von Deportationen“, die häufig mitten in dichtbesiedelten Bereichen liegen, wird gleichzeitig die von einigen Zeitzeugen vorgebrachte Schutzbehauptung, nichts von den Deportationen bemerkt zu haben, in Frage gestellt.

Demnig kritisierte seinerseits das Konzept zentraler Gedenkstätten für die Opfer, die seiner Meinung nach in der Öffentlichkeit nicht ausreichend sichtbar seien. An solchen Mahnorten werde einmal im Jahr von Honoratioren ein Kranz niedergelegt, „... aber andere können die Mahnmale einfach umgehen“. Sein Ziel sei es, die Namen der Opfer zurück an die Orte ihres Lebens zu bringen.[8] Trotz des Begriffs Stolpersteine geht es Demnig nicht um tatsächliches „Stolpern“. Er zitiert auf die Frage nach dem Namen des Projektes gerne einen Schüler, der nach der Stolpergefahr gefragt antwortete: „Nein, nein, man stolpert nicht und fällt hin, man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen.“[9]

Unterstützung und Finanzierung[Bearbeiten]

Daten für seine ersten Steine erhielt Demnig in Zusammenarbeit mit dem Gemeinnützigen Verein für die Verständigung von Roma & Sinti (Rom e. V.), woraufhin sich viele die Recherche durchführende Initiativen, häufig auch Schülergruppen, gründeten. Eine wichtige Hilfe stellt neben lokalen Archiven und historischen Adressbüchern die Datenbank der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem dar. Finanziert werden Stolpersteine durch private Spenden. Im Jahr 2012 kostete ein Stein einschließlich seiner Verlegung 120 Euro.[10]

Im Jahr 2012 wurde das Projekt mit dem Marion Dönhoff Förderpreis für internationale Verständigung und Versöhnung ausgezeichnet und mit 10.000 Euro gefördert. Jurymitglied Anne Will sagte dazu, „... dass es inzwischen mehr als 37.000 dieser Steine gibt, ist eine große Leistung und ein großes Verdienst. Denn sie lassen die Deutschen ein ums andere Mal über die nationalsozialistischen Verbrechen ‚stolpern‘ und halten so die Erinnerung an die Opfer wach“.[11] Im gleichen Jahr, 2012, erhielt Demnig den Erich-Kästner-Preis, dessen Preisgeld von 10.000 Euro den Stolpersteinen sowie dem Neuen Jüdischen Friedhof in Dresden zugutekam. Laudator Avi Primor würdigte das Projekt mit den Worten: „[Die Stolpersteine sind] das Gegenteil von Verdrängung. Sie liegen zu unseren Füßen, vor unseren Augen und zwingen uns zum Hinschauen. Durch Projekte wie die Stolpersteine wurde ein Dialog zwischen den Menschen in Deutschland und Israel möglich.“[12]

Herstellung und Gestaltung der Steine[Bearbeiten]

Stolperstein vor der Verlegung

Die Stolpersteine werden ausschließlich in Handarbeit hergestellt, weil dies nach Demnig im Gegensatz zur maschinellen Menschenvernichtung in den Konzentrationslagern steht. Die Steine stellte er anfangs selbst her, mit der Ausdehnung des Projektes lässt er sich mittlerweile von dem Bildhauer Michael Friedrichs-Friedländer unterstützen, der je Stein 50 Euro erhält.[13] Seit 2006 werden die Stolpersteine in dessen Werkstatt im Künstlerhof Berlin-Buch angefertigt.[14][15] Sobald neue Daten vorliegen, bestimmt Demnig den Text, in der Regel beginnt dieser mit „Hier wohnte …“ gefolgt vom Namen des Opfers und dem Geburtsjahr, häufig mit Deportationsjahr und Todesort. In einigen Fällen beginnt der Text wie in Greifswald mit „Hier lebte …“, in Frankfurt (Oder) „Hier wirkte …“, in Hamburg „Hier lehrte …“ oder vor der Humboldt-Universität zu Berlin „Hier lernte …“. Je nach Anlass beginnen die Texte zum Beispiel in Mannheim „Hier erschossen …“, in Heide „Hier arbeitete …“ oder „Hier stand …“ wie in Pforzheim. Seine Texte schlägt er in speziell zugeschnittene Messingplatten, die vom Text her betrachtet nach oben und unten leicht und rechts und links deutlich überstehen und anschließend nach hinten gebogen werden. Letztlich wird der fertige Stolperstein durch Beton unterlegt gegossen. Die Messingplatte ist durch die rechts und links umgebogenen Flächen fest mit dem Gesamtstein verbunden.

Verlegungen[Bearbeiten]

Stolpersteinverlegung
Video der Verlegung des Ersatz-Stolpersteines zum Auschwitz-Erlass vor dem Kölner Rathaus im März 2013, nachdem Unbekannte das Original, 1992 verlegt, im Jahr 2010 heraus­gebrochen und entwendet hatten[16]

Die Stolpersteine lässt Demnig bündig in den Bürgersteig ein. Dies geschieht unmittelbar vor dem letzten vom Opfer frei gewählten Wohnort. Wichtigste Quelle für Wohnungsanschriften wie auch der Personeneinträge für jegliche Gedenkbücher sind die Ergänzungskarten der Volkszählung vom 17. Mai 1939.[17][18] Sind die Wohnhäuser der Opfer nicht mehr erhalten, da beispielsweise die Stadtstruktur beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg neu geordnet wurde, wurden einige Stolpersteine auf oder vor entstandenen Freiflächen verlegt. Die Stolpersteine gehen nach der Verlegung in das Eigentum der Stadt oder Gemeinde über, wofür die behördliche Genehmigung wichtig ist.

Bis Ende 2015 haben Gunter Demnig und seine Vertreter über 56.000 Steine[2] in etwa 1.200 Städten und Gemeinden gesetzt:[19] in

Für 2016 sind erstmals Verlegungen in Weißrussland (im April) und in Litauen (im August) geplant.

Katalonien bis Nordnorwegen[Bearbeiten]

Stolpersteine in Groningen, verlegt 2010

Demnigs Projekt ist mittlerweile europaweit verankert, wobei sich massive regionale Unterschiede ergeben. In Paris, Marseille, Lyon, Florenz, Mailand, Ljubljana und Zagreb konnte bislang kein einziger Stolperstein verlegt werden, hingegen finden sich in vielen, auch entlegenen Kleinstädten und Dörfern Tschechiens, der Slowakei und Ungarns Stolpersteine. Frankreich, Kroatien, Polen, Rumänien, Slowenien, sowie auch Russland und die Ukraine sind sehr zögerlich in ihrer Beteiligung an dem Projekt. Wiewohl Österreich die erste Nation außerhalb Deutschlands war, die Demnig einlud, ist die Stolperstein-Dichte in der Alpenrepublik immer noch unter­durch­schnittlich. Lediglich Salzburg mit 310 Steinen, Wiener Neustadt mit über hundert und Graz mit bislang 59 bemühen sich um eine systematische Erfassung ihrer Opfer.

Auf breite Zustimmung stößt das Projekt in sechs Staaten außerhalb Deutschlands. Neben den Niederlanden, Italien und Tschechien bemühen sich vor allem Norwegen, die Slowakei und Ungarn um Stolpersteine für ihre Opfer des NS-Regimes, zunehmend auch Griechenland und Spanien.

Niederlande[Bearbeiten]

Demnig wurde und wird seit 2007 regelmäßig eingeladen, Stolpersteine in den Niederlanden zu verlegen. Der ersten Stadt, Borne, in welcher heute 82 Steine verlegt sind, folgten in rascher Folge bislang insgesamt 110 Städte und Gemeinden mit mehr als 2.750 Verlegungen (Stand: Januar 2016). Neben den großen Städten Amsterdam, Den Haag und Rotterdam sind insbesondere Kleinstädte mit systematischer Erfassung ihrer Opfer zu erwähnen: Hilversum (92), Gouda (183), Eindhoven (244), Oss und Oudewater (mit jeweils 263).

Tschechien[Bearbeiten]

In Tschechien, wo die Stolperstein-Arbeit am 8. Oktober 2008 in Praha begann, besteht heute eine nahezu flächendeckende Abdeckung mit Stolpersteinen. In 13 der 14 Regionen hat Demnig persönlich Steine verlegt. Derzeit (Stand: Januar 2016) ist noch nicht erhoben, wie viele Stolpersteine in Tschechien verlegt wurden, aber die Schwerpunkte liegen sicherlich in vier großen Städten: Praha, Brno, Olomouc und Ostrava. Doch selbst in der Kleinstadt Tišnov finden sich 15 Stolpersteine, in der Minderstadt Lomnice u Tišnova immerhin 9. Ein besonderes tragisches Schicksal betraf das kleine tschechische Mädchen Hana Brady, die 13-jährig vom NS-Regime vergast wurde. In Třeboň ist 2010 ein Stolperstein für ihren Vater Karel Brady-Metzl verlegt worden.

Italien[Bearbeiten]

Stolperstein in Brescia für Ubal­do Migliorati, der im KZ Buchenwald ermordet wurde

In Italien begann die Stolperstein-Arbeit am 28. Januar 2010 in Rom, wo bislang 207 Steine verlegt wurden. Es folgten 2012 die Regionen Ligurien, Trentino-Südtirol und die Lombardei, 2014 Venetien und die Toskana, 2015 die Emilia-Romagna sowie 2016 Apulien, Abruzzen und Friaul-Julisch Venetien. In Italien zeigen sich deutlich regionale Unterschiede zu anderen Ländern: Neben der jüdischen Bevölkerungsgruppe und dem politischen Widerstand sind dort zahlreiche Stolpersteine auch Angehörigen der italienischen Streitkräfte gewidmet, die nach dem Kriegsaustritt Italiens nach dem 8. September 1943 von der deutschen Wehrmacht entwaffnet, verhaftet und als Italienische Militärinternierte (IMI) nach Deutschland deportiert wurden, wo sie Zwangsarbeit leisten mussten. Der IMI-Status diente dazu, den ehemals verbündeten Soldaten den Status von Kriegsgefangenen zu verweigern, der sie unter den Schutz des III. Genfer Abkommens von 1929 über die Behandlung der Kriegsgefangenen gestellt hätte. Die italienischen Militär­internierten wurden durch eine erbarmungslose Ausbeutung ihrer Arbeitskraft, Nahrungsmittelentzug und fehlende medizinische Betreuung teilweise sogar schlechter behandelt als die sowjetischen Gefangenen.

Weitere Länder[Bearbeiten]

Wenig überraschend ist, dass bislang in Dänemark kein einziger Stolperstein verlegt wurde, lag doch die Verschleppungsquote der dortigen jüdischen Bevölkerung bei nur zwei Prozent, dank der erfolgreichen Weigerung der dänischen Regierung, den Judenstern und die Rassengesetze einzuführen, sowie der mutigen Rettung von 7 200 Juden nach Schweden durch die dänische Bevölkerung, knapp bevor das NS-Regime diese deportieren und ermorden wollte.

Kenner des NS-Regimes und des Zweiten Weltkrieges sind verblüfft über Verlegungen von Stolpersteinen in der Schweiz und Spanien, da doch diese Staaten nie unter Kontrolle des NS-Regimes waren. Die NS-Opfer aus der Schweiz brachten überwiegend illegale Schriften über die Grenze und wurden dabei gefasst. Aus Spanien gerieten große Gruppen von Republikanern, die nach dem Sieg Francos nach Frankreich geflüchtet waren, in die Fänge des NS-Regimes und wurden entweder dem Vichy-Regime übergeben oder in das KZ Mauthausen deportiert. Rund 7 000 Spanier waren dort inhaftiert und zur Zwangsarbeit verurteilt, mehr als die Hälfte von ihnen wurde vom NS-Regime ermordet. Den überlebenden spanischen KZ-Häftlingen entzog das Franco-Regime die Staatsangehörigkeit und machte sie somit staatenlos. Mehrere Jahrzehnte lang wurde ihnen jede Form der Anerkennung als Opfer und jede Wiedergutmachung verweigert.

Stolperschwellen[Bearbeiten]

Stolperschwelle in Thessaloniki 05.JPG
Stolperschwelle in Thessaloniki.jpg
Stolperschwelle in Thessalo­niki mit Text in drei Sprachen

Zusätzlich zu Stolpersteinen verlegt Demnig fallweise auch sogenannte Stolperschwellen im Format 100 mal 10 cm, die ganzer Opfergruppen gedenken. Beispielsweise verlegte er im Hauptbahnhof von Stralsund eine Stolperschwelle, die den 1.160 psychisch kranken Menschen gewidmet ist, die „VON HIER AUS“ im Dezember 1939 abtransportiert und Opfer der Aktion T4 wurden, ermordet vom NS-Regime in Wielka Piaśnica. Weitere Stolperschwellen erinnern beispielsweise in Geißlingen an die Zwangsarbeiterinnen des dortigen KZ-Außenlagers, in Ettelbrück an die Opfer der Shoah in Luxemburg, in Glinde an die Opfer eines dortigen Arbeitslagers, in Merseburg an die Opfer der Aktion T4 und in Köln an 1.000 Opfer der Roma und Sinti. Weitere Stolperschwellen sind bekannt in Bad Buchau, Berlin-Friedenau, Nassau, eine zweite in Stralsund und eine weitere in Weingarten. Die Stolperschwelle in Thessaloniki ist vor jenem Haus angebracht, von dem aus Alois Brunner und Adolf Eichmann die Deportation und Vernichtung von 96,5 Prozent aller Juden und Jüdinnen aus dieser Stadt planten und organisierten.

Reinigung der Steine, Gedenktage[Bearbeiten]

Die Stolpersteine sind an exponierten Stellen verlegt und somit der Witterung, dem Straßenstaub und oftmals auch den Exkrementen von Hunden und Vögeln ausgesetzt. Demnig selbst empfiehlt die regelmäßige Reinigung der Stolpersteine und viele regionale Vereine und Initiativen haben Reinigungspläne erstellt. Besonders häufig werden zwei Gedenktage genutzt, um die Stolpersteine zu reinigen und Kerzen zum Gedenken an die ermordeten oder ins Exil gezwungenen Menschen zu entzünden, sowohl der

Fallweise werden auch der Tag des offenen Denkmals in Deutschland, der zweite Sonntag im September, bzw. der Tag des Denkmals in Österreich, der letzte Sonntag im September, für Stolperstein-Reinigungen, Führungen und Rundgänge genutzt.

Kontroversen[Bearbeiten]

Gegen das Konzept der Stolpersteine wird vereinzelt[23] Kritik geäußert: Die vehementeste Gegnerin von Demnigs Projekt ist Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG), die es als „unerträglich“ bezeichnete, die Namen ermordeter Juden auf Tafeln zu lesen, die in den Boden eingelassen sind und worauf mit Füßen „herumgetreten“ werde.[24] Die Anhänger des Stolpersteinprojekts stellte sie öffentlich als „Gedenktäter“ in die Nachfolge der Täter der Judenvernichtung.[25]

Die Meinungen gehen unter prominenten Juden jedoch auseinander. Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland Salomon Korn verteidigte das Projekt.[26] Auch der Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses und Nachfolger Knoblochs als Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland (bis November 2014) Dieter Graumann, der aktuelle Zentralratspräsident Josef Schuster[27] oder der ehemalige Präsident der Union progressiver Juden in Deutschland und aktuelle Vorsitzende der zweiten jüdischen Gemeinde Münchens Beth Shalom, Jan Mühlstein[28], haben sich für das Projekt ausgesprochen. Demnig selbst widersprach Knoblochs Metapher „auf Schicksale mit Füßen zu treten“ und hält sie für eine Verharmlosung der Verbrechen der Nazis, „denn wenn die Nazis sich damit begnügt hätten, dann hätten die Menschen blaue Flecke bekommen, aber würden noch leben. Die Nazis hatten aber ein Vernichtungsprogramm.“[29]

Knobloch kritisierte auch, dass bei einer Verlegung der Gedenksteine im Boden diese beschmiert oder verunreinigt werden könnten.[30] In den Jahren 2001 bis 2011 kam es laut Demnig bundesweit in insgesamt 700 Fällen zu teilweise rechtsextrem motivierten Schmierereien und anderen Formen von Vandalismus gegen die bis dahin über 30.000 verlegten Stolpersteine.[31] Manche dieser Beschädigungen werden in rechtsextremen Medien auf hämische Weise kommentiert.[32] Allerdings werden auch andere Formen von Denkmälern beschmiert oder beschädigt.[33] Immer wieder finden sich Jugendliche zusammen, die aus Eigeninitiative Stolpersteine säubern, polieren oder instand halten.[34][35][36][37] Mitunter werden auch die Initiatoren der Stolpersteine, entweder Angehörige oder Freunde der Opfer oder auch Bewohner der Häuser, die sich für die Geschichte interessieren, von Gegnern der Stolpersteinaktion bedroht.[38]

Präsentation der Listen mit den über 80.000 Unter­stützern der Münchner Stolper­steine am König­splatz, 9. Juni 2015

Städte, die die Verlegung von Stolpersteinen ablehnen, berufen sich meist auf die Kritik von Knobloch oder machen die Zustimmung zur Verlegung von einem positiven Votum ihrer jüdischen Gemeinde abhängig. Das bekannteste Beispiel ist München, wo die beiden einzigen auf öffentlichem Grund verlegten Stolpersteine aus dem Bürgersteig der Mauerkircherstraße entfernt wurden, da der Stadtrat und der maßgebliche Teil der jüdischen Gemeinde gegen Stolpersteine sind.[39] Die beiden entfernten Stolpersteine kamen nach einer Zwischenstation auf dem jüdischen Friedhof in die Münchner Musikhochschule und waren Teil einer künstlerischen Installation. Mit Verweis auf den Brandschutz wurde die Installation 2011 entfernt.[40] In München gibt es nur Stolpersteine auf Privatgrund. Mehr als 200 Stolpersteine für Münchener Opfer wurden bereits hergestellt und können nicht verlegt werden; sie lagern seitdem in einem Keller. Nachdem bei den Kommunalwahlen in Bayern 2014 der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, der Knoblochs Standpunkt teilte, altersbedingt aus dem Amt schied, veranstaltete im Dezember 2014 der neugewählte Münchner Stadtrat eine öffentliche Anhörung zu dem Projekt. Diese stand kurz vor einem Eklat, als eine Vertreterin der IKG bei ihrer Kritik an den Stolpersteinen die vereinbarte Redezeit deutlich überzog.[41] Vertreter anderer Opfergruppen wie Homosexuelle oder ehemalige Häftlinge des KZ Dachau sprachen sich hingegen für die Stolpersteine aus.[42] Am 28. April 2015 einigten sich die regierenden Stadtratsfraktionen von SPD und CSU dahingehend, dass der NS-Opfer statt mit Stolpersteinen durch Erinnerungswandtafeln und -stelen gedacht werden soll, sofern Angehörige und Hauseigentümer zustimmen.[43] Terry Swartzberg und die „Initiative Stolpersteine für München“ sammelten bis Juni 2015 über 80.000 Unterschriften für ihr Projekt.[44] Am 29. Juli 2015 sprach sich der Münchener Stadtrat mit breiter Mehrheit gegen die Stolpersteine auf öffentlichen Straßen und Plätzen der Stadt aus.[45]

In einigen Städten werden die Genehmigungen für die Verlegung der Stolpersteine nach Diskussionen und teilweise unter Auflagen (zum Beispiel Zustimmung der Hauseigentümer) erteilt. In Krefeld lehnte beispielsweise der Stadtrat eine Verlegung auf Wunsch der jüdischen Gemeinde ab, die sich der Argumentation Knoblochs anschloss. Erst nach einem erfolgreichen Bürgerbegehren wurde ein Kompromiss gefunden: Wenn die jeweiligen Hauseigentümer und die Angehörigen der Opfer zustimmen, können die Stolpersteine verlegt werden. Inzwischen wurden auch in Krefeld Stolpersteine verlegt.[46] Auch in Rheinbach[47][48] und Bad Homburg[49] gibt es trotz Initiativen der Bürger sowie Unterschriftensammlungen bislang keine Zustimmung zur Verlegung. In Augsburg wurden im Mai 2014 zwei Stolpersteine in Anwesenheit von Gunter Demnig auf einem Privatgrundstück verlegt. Für Stolpersteine im öffentlichen Raum fehlt bislang die Genehmigung des Augsburger Stadtrats.[50]

Angehörige von NS-Opfern kritisierten im Jahr 2014, dass auf einigen Stolpersteinen „Nazijargon“ zu lesen sei. So seien als Grund für eine Verurteilung die nationalsozialistischen Begriffe wie „Rassenschande“, „Gewohnheitsverbrecherin“ oder „Volksschädling“ angegeben, ohne dass eine Relativierung der Begriffe erfolge.[51] Auch Wissenschaftler schlossen sich den Bedenken an. Martina Staats, Leiterin der Gedenkstätte Wolfenbüttel, findet „Beschriftungen in Tätersprache nicht angemessen“. Solche Begriffe ohne sprachliche Distanzierung zu zitieren sei „einfach unmöglich“ und sehr schmerzhaft für die Überlebenden der NS-Verfolgung, sagte Detlef Garbe, Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme der taz.[52] Demnig erklärte, dass die Verwendung von Tätersprache erfolge, um „das Unrecht der Nazis darzustellen“ und die Begriffe „schließlich in Anführungszeichen“ stehen würden, so dass „selbst Jugendliche [merken] würden“: „Da ist was faul“.[53]

Mitunter kritisieren Hausbesitzer oder Mieter, vor deren Häusern die Stolpersteine verlegt werden, das Projekt. Hierfür gibt es mehrere Gründe. Die Spannweite reicht von rechtsradikalem Gedankengut,[54] dem Glauben an eine Wertminderung durch die Stolpersteine[55] über eine fachliche Ablehnung des Projektes bis zur Angst vor rechtsradikalen Übergriffen nach der Verlegung.[56] Das Landgericht Stuttgart urteilte zu einer Zivilklage, dass Stolpersteine keine Beeinträchtigung oder Wertminderung von Eigentum darstellen.[57]

Besteuerung[Bearbeiten]

Das Finanzamt Köln erhob 2011 zunächst den vollen Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent für die bis dahin insgesamt 27.000 in Deutschland verlegten Stolpersteine. Die Begründung lautete, dass es sich um eine Massenproduktion handele und das Verlegen der Steine keine schöpferische Tätigkeit sei. Deshalb könne der ermäßigte Steuersatz für urheberrechtlich geschützte Kunstwerke nicht in Anspruch genommen werden.[58] Später verzichtete das Finanzamt auf die Steuernachzahlung, wollte künftig jedoch den vollen Mehrwertsteuersatz erheben. Im Juni 2011 entschied der nordrhein-westfälische Finanzminister Norbert Walter-Borjans, dass es bei einem ermäßigten Steuersatz von 7 Prozent bleibe.[10][59]

Ähnliche und abgeleitete Projekte[Bearbeiten]

Materielle Gedenkobjekte[Bearbeiten]

Im Jahr 2002 verlegte der Bezirksjugendrat des Wuppertaler Stadtteils Cronenberg für Rita und Yzchok Gerszt zwei „Stolpersteine“, die entsprechend der Beschreibung auf Demnigs Website selbst hergestellt waren und um eine Ausstellung ergänzt wurden. Demnig protestierte dagegen und untersagte weitere derartige Aktionen. An einer anderen Adresse gibt es für das Ehepaar Gerszt seit 2008 zusätzlich von Demnig verlegte Stolpersteine.[60]

In Rostock verlegt das Max-Samuel-Haus seit 2002 Gedenksteine, die ebenfalls als Stolpersteine bezeichnet werden, aber in keinem Zusammenhang zum Demnigschen Kunstprojekt stehen (siehe: Liste der Stolpersteine in Rostock).

Seit 2005 werden in Wien pflastersteinartige – nicht von Gunter Demnig stammende – Gedenktafeln verlegt. Dieses Projekt heißt Steine der Erinnerung[61] und wird von der Stadt Wien,[62] dem Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus und privaten Spendern unterstützt. Demnig betrachtet die „Steine der Erinnerung“ als Plagiat.[63]

Im Rahmen seiner Auseinandersetzung mit den Verbrechen der nationalsozialistischen Diktatur hat das Projekt Erinnern für die Zukunft[64] 2008 begonnen, im Wiener Bezirk Mariahilf Gedenkobjekte für 740 ermordete Mariahilfer anzubringen. Die Gedenkobjekte bestehen aus 10 cm × 10 cm großen Messingplatten, die mit Namen und Lebensdaten der Opfer beschriftet sind.

Noch bevor Demnig im Jahr 2010 die ersten Stolpersteine in Italien verlegte, wurden am 26. Januar 2009 in der piemontesischen Stadt Saluzzo die ersten 21 „Spuren der Erinnerung“ verlegt.[65][66] Vor den früheren Wohnhäusern von 21 ermordeten Juden wurden 12 cm × 12 cm große Messingplatten in den Boden eingelassen. Die Platten wurden von Schulklassen im Rahmen des lokalen Projektes „Tracce del ricordo“ (Spuren der Erinnerung) gestaltet. Der Text beginnt stets mit „Qui abitava“ (Hier wohnte), es folgen Name, Todesort, Alter und der Grund der Deportation: „Perché Ebreo/a“ (weil er/sie Jude/Jüdin war).

Am 20. März 2009 wurden im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf die ersten elf „Denksteine“ verlegt. Entstanden sind die „Denksteine“ in Anlehnung an die Stolpersteine. Mit Stolpersteinen sollte ursprünglich an die Opfer aus dem „Büro Pfarrer Grüber“ erinnert werden. Demnig war mit den längeren Texten sowie Form und Gestaltung nicht einverstanden und regte deshalb eine „handwerklich gestaltete Alternative“ an.[67] Mittlerweile wurden auch in weiteren Berliner Bezirken Denksteine verlegt.

Auf dem Platz des Unsichtbaren Mahnmals in Saarbrücken wurden auf der Unterseite von Pflastersteinen die Namen von 2146 jüdischen Friedhöfen eingemeißelt.

Immaterielle Gedenkobjekte[Bearbeiten]

Zwischen 2012 und 2013 entstanden durch eine Kooperation von sechs unabhängigen Radiostationen in Erfurt, Halle (Saale), Hamburg, Nürnberg, Linz und Salzburg die ersten Hörstolpersteine. Entwickelt und geleitet wurde das Projekt durch die Radiofabrik.[68] Hierbei handelt es sich um 60 kurze Biografien von Personen aus diesen sechs Städten und deren Umland, die mit einem Stolperstein geehrt wurden. Zudem entstanden zwölf längere Sendungen, die ausführlich Teilaspekte des Holocaust oder des Projekts „Stolpersteine“ behandeln. Alle Sendungen erschienen als Radiobeiträge und sind auch im Internet abrufbar.[69]

Am 8. November 2013 startete SWR2 ein Hörfunkprojekt, das sich an Gunter Demnigs Arbeit orientiert und über einen Zeitraum von zwei Jahren läuft. Die ein- bis dreiminütigen akustischen Stolpersteine werden zu unterschiedlichen Tageszeiten gesendet und gehen den Lebensgeschichten der Verfolgten des NS-Regimes aus dem Sendegebiet nach. Die auf den Stolpersteinen eingravierten Lebensdaten werden durch Briefauszüge, Tagebucheinträge und Interviews mit Zeitzeugen ergänzt. Sie erzählen von Einzelschicksalen, der Auslöschung ganzer Familien oder vom Neubeginn in einem fremden Land. Im Internet können die Stolpersteine (aufbereitet mit Archivmaterial wie persönlichen Dokumenten, Fotos oder Videos) jederzeit angehört werden.[70] Eine App für mobile Endgeräte ermöglicht es zudem, die akustischen Stolpersteine vor Ort abzurufen und eine Route zu weiteren Gedenksteinen anzuzeigen.[71]

Materielle Gedenkobjekte ohne Bezug zur NS-Gewaltherrschaft[Bearbeiten]

„Schmunzelsteine“, Leichlingen

Der Künstler Tom Fecht erinnert mit dem Projekt „Namen und Steine“ und seinen Steinen an über 40 Orten an die Opfer von Aids.

In Leichlingen wurden vom dortigen Karnevalsverein zur Erinnerung an verstorbene Mitglieder etwas abweichend gestaltete „Schmunzelsteine“ verlegt, was zu zahlreichen Protesten und Forderung nach Entfernung führte. Für Demnig handelt es sich dabei um Plagiate, er möchte jedoch nicht juristisch dagegen vorgehen.[72]

Stolzesteine[Bearbeiten]

Die jüdische Künstlerin Deborah Petroz-Abeles, Künstlername Dessa, reflektiert in ihrer Arbeit kritisch die Stolpersteine und schlägt Stolzesteine als ihre Alternative vor, Gedenksteine zu denen man stolz hinaufblicken kann:

DESSA: Stolzesteine – Stones-of-Pride. Hommage an das Kaufhaus N. Israel, Berlin. Mit einem Essay von Holt Meyer, deutsch/englisch, Hentrich und Hentrich, Berlin 2015, ISBN 978-3-95565-112-1.[73]

Film[Bearbeiten]

Die Dokumentarfilmerin Dörte Franke hat über die Stolpersteine den Dokumentarfilm Stolperstein gedreht. Sie ist die Tochter von Uta Franke, Demnigs Lebensgefährtin und damalige Koordinatorin des Projektes.[74] Nach Vorführung auf zwei Filmfestivals hatte der Film am 1. November 2008 im Kölner Odeon-Kino Premiere und war seit dem 6. November 2008 bundesweit in den Kinos zu sehen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Petra T. Fritsche: Stolpersteine – Das Gedächtnis einer Straße. wvb, Berlin 2014, ISBN 978-3-86573-808-0 (Zugl.: Berlin, Freie Univ., Diss., 2013)
  •  Joachim Rönneper (Hrsg.): Vor meiner Haustür. „Stolpersteine“ von Gunter Demnig. Ein Begleitbuch. Arachne-Verlag, Gelsenkirchen 2010, ISBN 978-3-932005-40-4.
  • NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (Hrsg.): Stolpersteine. Gunter Demnig und sein Projekt. Emons, Köln 2007, ISBN 978-3-89705-546-9.
  • Ulrike Schrader: Die „Stolpersteine“ oder Von der Leichtigkeit des Gedenkens. In: Geschichte im Westen. Zeitschrift für Landes- und Zeitgeschichte. 21, 2006, ISSN 0930-3286, S. 173–181.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Stolpersteine – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Stolperstein – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schritte zum Verlegen von Stolpersteinen (PDF; 2,5 MB)
  2. a b In #Turin (Italien) wurde heute der europaweit 50.000ste #Stolperstein verlegt! Er erinnert an Eleonora Levi. #Demnig @_Stolpersteine_ am 11. Januar 2015 auf Twitter.
  3. Schicksale bewegen Künstler immer noch
  4. Andreas Nefzger: Der Spurenleger. In: FAZ.net. 7. Februar 2014, abgerufen am 16. Dezember 2014.
  5. DPMA: Markeneintrag Stolpersteine, 8. November 2006
  6. DPMA: Markeneintrag Stolpersteine, 18. April 2013
  7. a b „Stolpersteine“ zur mahnenden Erinnerung, Pressemitteilung der Zeugen Jehovas, 19. Juli 1997.
  8. Obermayer German Jewish History Award. Pressemitteilung zur Preisverleihung 2005.
  9. Geschichte auf arte: Mit Kopf und Herz stolpern / Stolpersteine gegen das Vergessen
  10. a b Webseite des Künstlers: Steuerprüfung ’04 bis ’08 – Eine gute und eine weniger gute Nachricht
  11. 10 Jahre Marion Dönhoff Preis: Auszeichnungen gehen an Karl Schwarzenberg und das Projekt Stolpersteine. Mitteilung des Zeitverlags, 1. Oktober 2012.
  12. Erich-Kästner-Preis 2012 für Gunter Demnig. Mitteldeutscher Rundfunk, 25. November 2012.
  13. Thorsten Schmitz: Ausgebucht. Süddeutsche Zeitung, 23. April 2014, S. 3.
  14. Susanne Gannott: Der Stolperstein-Hersteller: Verbunden mit den Schicksalen. In: taz.de. 30. September 2011, abgerufen am 16. Dezember 2014.
  15. Steffi Bey: Emotionen auf der Messingplatte
  16. Stefan Palm: Weitere „Stolpersteine“ in Köln. Erinnerung an Zwangsarbeiter, jüdische Familie, Roma und Sinti. Stadt Köln – Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, 15. März 2013, abgerufen am 24. März 2013.
  17. vgl. die Hauptquelle der Wohnanschriften der 55.696 Shoah-Opfer im Gedenkbuch Berlins der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus: Ihre Namen mögen nie vergessen werden!, Freie Universität Berlin, Hentrich, 1995, S. 1409: „Dokumentiert werden in diesem Band: eine Berliner Anschrift, sofern vorhanden, wurde die Anschrift der Volkszählung von 1939 angegeben und nicht die Anschrift unmittelbar vor der Deportation.“
  18. Siehe dazu die im Internet veröffentlichte Version der Ergänzungskarten der Volkszählung vom 17. Mai 1939 bei Tracing the Past, zuletzt am 11. November 2014 abgerufen.
  19. Holocaust-Gedenken / Münchner kämpfen für Stolpersteine DIE WELT 29. April 2015 Abruf 4. Mai 2015.
  20. Navàs, first municipality in the Spanish state to commemorate Nazi victims with Stolperstein plaques (dt.: Navàs, die erste Gemeinde in Spanien, die die Naziopfer mit Stolpersteinen ehrt)
  21. Landesjugendwerk der AWO Berlin: Wir säubern "Stolpersteine": Internationalen [sic! Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust], 27. Januar 2015
  22. 9. November: Gedenkaktion "Mahnwache und STOLPERSTEINE putzen", abgerufen am 19. Januar 2015
  23. Jens Rosbach: „Den Opfern Heimat zurück geben“, Deutschlandradio vom 12. April 2015
  24. Opfer des NS-Terrors – Neue Diskussion über die „Stolpersteine“. In: sueddeutsche.de. 17. Mai 2010, abgerufen am 16. Dezember 2014.
  25. Münchner Streit um Stolpersteine – Wer gedenkt am besten?, Die tageszeitung, 28. Juni 2006.
  26. Hanauer Entscheidung gegen „Stolpersteine“ bedauert. Der Vize-Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Professor Dr. Salomon Korn, im Gespräch mit HanauOnline.
  27. Gedenken, das entzweit 13. Oktober 2014 Süddeutsche Zeitung; Abruf 3. Mai 2015.
  28. [1], Deutschlandradio vom 12. April 2015.
  29. Thyra Veyder-Malberg: Spur der Stolpersteine. In: Jüdische Allgemeine, 11. September 2014.
  30. Claudia Keller: Stolperstein-Verbot spaltet München, Der Tagesspiegel, 28. Oktober 2014.
  31. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAngriff auf die Erinnerung. In: tagesspiegel.de. undatiert, abgerufen am 16. Dezember 2014.
  32. Anton Maegerle: Brachial gegen »Schuldkult«. Jüdische Allgemeine, 24. Januar 2013, abgerufen am 15. Juni 2015.
  33. Kaum noch zu erkennen, taz-Bremen, 9. Oktober 2010.
  34. 2011 Jugendliche reinigen Stolpersteine
  35. 2014 Gymnasiasten säubern Stolpersteine in Duderstadt
  36. 2013 Jugendliche putzen Stolpersteine in Bad Kissingen
  37. 2015 Eisenberger Schüler übernehmen Verantwortung für Stolpersteine
  38. Petra Ahne: Ein Fenster in die Vergangenheit. Wer in Berlin einen Stolperstein verlegen will, muss oft jahrelang warten. In: Berliner Zeitung, 2./3./4. Oktober 2015, S. 3.
  39. Philipp Gessler: Münchner Streit um Stolpersteine: Wer gedenkt am besten? In: taz.de. 28. Juni 2008, abgerufen am 16. Dezember 2014.
  40. Rudolf Stumberger: In München darf niemand stolpern. In Neues Deutschland, 1. Dezember 2012.
  41. München streitet über Stolpersteine / Eklat bei Anhörung 5. Dezember 2014 Süddeutsche Zeitung Abruf 3. Mai 2015.
  42. Felix Müller: Hitzige Debatte um Stolpersteine, Oberbayerisches Volksblatt vom 6. Dezember 2014
  43. Gedenktafeln statt Stolpersteine 28. April 2015, Süddeutsche Zeitung, Abruf 3. Mai 2015.
  44. Aktion für Stolpersteine in München: 80.000 unterschreiben Petition, tz vom 9. Juni 2015.
  45. dpa: Keine Stolpersteine zum Gedenken an NS-Opfer. In: FAZ.net. 29. Juli 2015, abgerufen am 29. Juli 2015.
  46. Stolpersteine für Krefeld: Chronik
  47. Gerda Saxler-Schmidt: Stolpersteine abgelehnt – Rheinbacher Bürgermeister erntet Kritik. In: General-Anzeiger, 24. April 2013.
  48. Rheinbacher Stolpersteine – Kompromiss noch möglich. In: Bonner Rundschau, 15. April 2014.
  49. Fabian Böker: Bad Homburg. Stolpersteine für Mai 2016 geplant, In: Frankfurter Rundschau, 16. Juni 2015. Abgerufen am 13. Januar 2016.
  50. Initiativkreis Stolpersteine für Augsburg und Umgebung, abgerufen am 18. März 2015.
  51. Elke Hoesmann: Gedenken mit Nazijargon. In: Weserkurier, 9. November 2014.
  52. Petra Schellen: Erinnerung an NS-Opfer: Über Sprache stolpern. In: taz.de. 20. Oktober 2014, abgerufen am 15. Januar 2015.
  53. Philipp Woldin Gravierender Vorwurf Die Zeit Nr. 47/2014 vom 30. November 2014.
  54. Steine des Anstoßes. Holocaust-Leugner wehrt sich gegen Mahnmal für ermordete Juden. In: Berliner Zeitung, 28. November 2008.
  55. StadtRevue Köln 03/2004: Anstößige Steine (Memento vom 8. Mai 2009 im Internet Archive)
  56. General-Anzeiger: Eklat bei der Verlegung der Stolpersteine in Alfter. Vor einem Haus sind Gedenkplatten nicht erwünscht.
  57. Roman Deininger: Erinnerung an den Nationalsozialismus – Großer Sieg für Mini-Denkmäler. In: sueddeutsche.de. 15. September 2011, abgerufen am 16. Dezember 2014.
  58. Stolpersteine keine Kunst. In: Rhein-Sieg-Rundschau, 24. Februar 2011, S. 46.
  59. monitor vom 16. Juni 2011: Keine Kunst: „Stolpersteine“ sind für das Finanzamt nur „Hinweisschilder“ (PDF; 65 kB).
  60. Stolpersteine (2002). denkmal-wuppertal.de, 15. Februar 2015, abgerufen am 16. Juni 2015.
  61. Webseite des Projekts „Steine der Erinnerung“
  62. Weg der Erinnerung durch die Leopoldstadt; abgerufen am 14. Juni 2010.
  63. Aussage Demnigs im Film Stolperstein.
  64. Webseite des Projektes Erinnern für die Zukunft
  65. Webseite des Projektes „Gedenkorte Europa“ des Studienkreises Deutscher Widerstand 1939–1945 für den Ort Saluzzo
  66. Resistenza – Widerstand in Italien: Stolperstein-Spaziergang durch Saluzzo, 6. Februar 2014.
  67. Denksteine für Mitarbeiter des Büros Pfarrer Grüber im Lexikon des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf
  68. Hörstolpersteine-Projektseite Radiofabrik-Website. Abgerufen am 22. Dezember 2015.
  69. Hörstolpersteine. Abgerufen am 20. Juni 2014.
  70. SWR2: Alle Menschen mit einem Hörstolperstein im Überblick. SWR2, abgerufen am 3. März 2015.
  71. SWR2 Stolpersteine. Ein Stein, ein Mensch, eine Stimme. SWR2, abgerufen am 28. April 2014.
  72. „Schmunzelsteine“ sind nicht zum Lachen, Kölner Stadt-Anzeiger vom 21. Februar 2008
  73. Begleitbuch zur Ausstellung: DESSA – Kaufhaus Nathan Israel 1815–1939 – Eine Künstlerin erforscht Geschichte, 4. Oktober 2015 bis 31. März 2016, Mitte Museum, Pankstraße 47, 13357 Berlin
  74. Biografie von Uta Franke