Lowosero

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Dorf
Lowosero
Ловозеро
Wappen
Föderationskreis Nordwestrussland
Oblast Murmansk
Rajon Lowosero
Erste Erwähnung 1574
Bevölkerung 2871 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Höhe des Zentrums 210 m
Zeitzone UTC+3
Telefonvorwahl (+7) 81538
Postleitzahl 184590
Kfz-Kennzeichen 51
OKATO 47 210 000 001
Geographische Lage
Koordinaten 68° 0′ N, 35° 1′ OKoordinaten: 68° 0′ 30″ N, 35° 1′ 0″ O
Lowosero (Europäisches Russland)
Lage im Westteil Russlands
Lowosero (Oblast Murmansk)
Lage in der Oblast Murmansk

Lowosero (russisch Ловозеро; finnisch Luujärvi; kildinsamisch Луя̄ввьр, Lujawwr [ˈluˌja̟vʲvʲrʲ]) ist ein Dorf in der Oblast Murmansk im Nordwesten Russlands mit 2871 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entfernung zur Gebietshauptstadt Murmansk beträgt 164 Kilometer in nordwestlicher Richtung. Das Dorf ist der Verwaltungssitz und nach der Siedlung städtischen Typs Rewda der zweitgrößte der fünf Ortschaften des Rajons Lowosero.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Besiedlung der am Fluss Wirma unweit des Sees Lowosero gelegenen Stelle geht auf das Jahr 1574 zurück.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 824
1959 2330
1970 3463
1979 3397
1989 3638
2002 3141
2010 2871

Anmerkung: Volkszählungsdaten

Personen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die samische Autorin und Sprachaktivistin Alexandra Antonowa lebte in Lowosero. Ebenso Askold Baschanow, zu dessen Ehren 2012 eine Straße benannt wurde.[2]

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kulturzentrum der nationalen Minderheiten in Lowosero (Natsionalny kulturny tsentr)

In Lowosero lebt heute ein großer Teil der etwa 1500 Sami der Russischen Föderation. Ein Teil von ihnen bewahrt die kildinsamische Sprache als Umgangssprache. Regelmäßig finden in Lowosero samische Kulturveranstaltungen statt. Zu den Gästen gehörte auch die samische Sängerin Mari Boine.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Größter Wirtschaftsbetrieb der Siedlung ist der Rentierzucht-Kollektivbetrieb „Tundra“. Fischfang, Jagd und Sammeln von Wildfrüchten sind ebenfalls von Bedeutung. In zwei Kilometern Entfernung in südöstlicher Richtung befindet sich eine Hubschrauberbasis der Armee.

Der nächstgelegene Bahnhof befindet sich im 70 Kilometer entfernten Olenegorsk, wohin eine Straße führt.

Am Ort befindet sich eine Monitoring-Station des SDCM-Systems.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anna Belaja (* 1987), russische Skilangläuferin; geboren in Lowosero

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lowosero – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Tom 1. Čislennostʹ i razmeščenie naselenija (Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010. Band 1. Anzahl und Verteilung der Bevölkerung). Tabellen 5, S. 12–209; 11, S. 312–979 (Download von der Website des Föderalen Dienstes für staatliche Statistik der Russischen Föderation)
  2. “Одну из улиц села Ловозере назовут в честь саамского писателя Аскольда Бажанова” (Eine Straße in Lowosero wurde zu Ehren des Schriftstellers Askold Baschanow benannt, auf Russisch), aufgerufen am 12. März 2020