Ludwigshafen am Rhein (F 264)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Flagge
Ludwigshafen am Rhein (F 264)
Braunschweig-Klasse
Ludwigshafen am Rhein bei der magnetischen Vermessung im Juni 2012
Ludwigshafen am Rhein bei der magnetischen Vermessung im Juni 2012
Übersicht
Typ Korvette
Bauwerft

Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG, Bremen

Kiellegung 14. April 2006
Stapellauf 26. September 2007
Namensgeber Stadt Ludwigshafen am Rhein
Indienststellung 21. März 2013
Heimathafen Rostock
Technische Daten
Siehe: Korvette K130
Rufzeichen / Kennung

DRBE / F 264

Unterstellung

1. Korvettengeschwader

DEU Ludwigshafen COA.svg

Die Ludwigshafen am Rhein ist eine Korvette der deutschen Marine vom Typ K130, auch als Braunschweig-Klasse bezeichnet. Sie ist die fünfte Einheit dieser Klasse und nach der pfälzischen Großstadt Ludwigshafen am Rhein benannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die spätere Ludwigshafen am Rhein wurde bei der Bremer Lürssen-Werft am 14. April 2006 auf Kiel gelegt. Die Schiffstaufe mit anschließendem Stapellauf fand am 26. September 2007 statt.

Während der Werfterprobung traten Mängel an der Kupplungsanlage auf. Dadurch verzögerte sich die Auslieferung und die ursprünglich für 2009 geplante Indienststellung.[1] Während einer weiteren Werfterprobung ging am 5. Juni 2012 ein Anker verloren, nachdem das Schiff vor Wilhelmshaven gedriftet war. Im Juli des gleichen Jahres trat im Maschinenraum giftiges Formaldehyd aus.

Das Schiff wurde am 21. März 2013 in seinem Heimathafen Rostock in Dienst gestellt. Es untersteht dem 1. Korvettengeschwader im Marinestützpunkt Warnemünde.[2]

Am 11. Januar 2016 verließ die Ludwigshafen am Rhein ihren Heimathafen Warnemünde, um gemeinsam mit dem Einsatzgruppenversorger Frankfurt am Main im Mittelmeer an der EU NAVFOR Med – Operation Sophia teilzunehmen.[3] Am 30. März löste die Fregatte Karlsruhe die Korvette Ludwigshafen am Rhein ab.[4] Am 8. April lief die Ludwigshafen am Rhein wieder in ihren Heimathafen ein. Bei diesem Einsatz wurden insgesamt 523 in Not geratene Personen gerettet, und 14910 Seemeilen zurückgelegt.[5]

Am 31. August 2016 lief die Ludwigshafen am Rhein unter Kommando von Korvettenkapitän Marco Köster aus Warnemünde aus[6], um sich für drei Monate an der Standing NATO Maritime Group 1 (SNMG 1) anzuschließen. Dabei nahm sie auch an den Manövern Northern Coast 2016 und Joint Warrior 2016 teil. Es fanden auch Hafenaufenthalte in Gdynia, Karlskrona, Kopenhagen, Glasgow, Belfast, Rotterdam statt.[7] Am 17. November 2016 kehrte die Ludwigshafen am Rhein in ihren Heimathafen zurück.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ludwigshafen am Rhein (F 264) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Norddeutscher Rundfunk: Milliardenprojekt Korvette 130: Pannenserie reißt nicht ab – Marineinspekteur fordert schärfere Kontrolle. 20. Juni 2011, abgerufen am 2. Februar 2014.
  2. Presse- und Informationszentrum Marine: Korvettengeschwader ist mit „Ludwigshafen“ komplett. Bundeswehr, 22. März 2013, abgerufen am 2. Februar 2014.
  3. Presse- und Informationszentrum Marine: „Frankfurt am Main“ und „Ludwigshafen am Rhein“ verlassen ihre Heimathäfen für die Operation Sophia. In: Marine. Bundeswehr, 8. Januar 2016, abgerufen am 20. Januar 2016.
  4. „Karlsruhe“ übernimmt – neuer Kontingentführer bei EU NAVFOR MED. Bundeswehr, 31. März 2016, abgerufen am 31. März 2016.
  5. Vom Mittelmeer zurück in die Heimat. In: www.marine.de. Abgerufen am 30. August 2016.
  6. Korvette „Ludwigshafen am Rhein“ übt für den Ernstfall. In: www.marine.de. Abgerufen am 31. August 2016.
  7. Korvette "Ludwigshafen am Rhein" läuft zur Teilnahme an der SNMG1 aus. Abgerufen am 30. August 2016.
  8. „Ludwigshafen am Rhein“ zurück in heimischen Gewässern. In: www.marine.de. Abgerufen am 23. November 2016.