M.A.X.

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M.A.X.: Mechanized Assault & Exploration
StudioInterplay Productions
PublisherInterplay Productions
Leitende EntwicklerAli N. Atabek, Paul Kellner
Erstveröffent-
lichung
Januar 1996
PlattformMS-DOS, Windows
GenreRundenbasiertes Strategiespiel
SpielmodusEinzelspieler, Mehrspieler
SteuerungTastatur & Maus
Systemvor-
aussetzungen
MediumCD-ROM, Download
SpracheEnglisch, Deutsch
Altersfreigabe
USK ab 12 freigegeben

M.A.X.: Mechanized Assault & Exploration ist ein rundenbasiertes Strategiespiel des US-amerikanischen Computerspielentwicklers Interplay Productions aus dem Jahre 1996. Das Computerspiel wurde von Interplay hergestellt und vertrieben. Zu dieser Zeit gab es zwar schon einige Echtzeit-Strategiespiele, doch kann der Technologiebaum als herausragendes Merkmal angesehen werden. So können alle Einheiten und Gebäude verbessert werden, um diese besser dem taktischen Spieltyp anzupassen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ferner Zukunft haben die Völker der Herren der Sterne ihre Planeten aller Ressourcen beraubt: Es entbrannte Krieg zwischen den Völkern, die vorher in Frieden und Toleranz lebten. Nach vielen Schlachten, die auf allen Seiten zu großen Verlusten führten, erkannte der Rat der Herren, dass es so nicht weitergehen konnte. Um Frieden in der Galaxie zu verbreiten, verbündeten sich die mächtigen Herren und gründeten die Concord. In der Concord wurden zwei Prinzipien festgelegt:

  1. Kein Volk solle einen Planeten angreifen, der von einem anderen Mitglied in der Concord vollständig besetzt ist.
  2. Bei umkämpften Planeten ist nur ein Kampf auf der Oberfläche ohne den Einsatz von Weltraum-, Atom-, oder biologischen Waffen erlaubt.

Dies führte dazu, dass die Bewohner der Concord-Welten nicht mehr gegeneinander im Kampf antraten. Die verschiedenen Mächte innerhalb der Concord mussten Legionäre finden, die für sie kämpften oder keiner der Herren der Sterne würde neue Planeten bekommen. Die Robotstreitkräfte, die nun für den Kampf entwickelt wurden, benötigten eine führende Hand. Dafür wurde der Mech-Kommandant entwickelt. Die eigenen Völker waren für die Kolonisierung unentbehrlich, darum suchte die Concord ein primitiveres Volk, was die neuen Welten kolonisieren und den Reichtum zurückschicken sollte. In den Weiten der Galaxie fiel ihr Blick daher auf die Erde. Mit Ruhm und Ehre wurden die Menschen verführt, die Kämpfe der Concordvölker zu führen. Menschliche Gehirne wurden in die Mech-Kommandanten integriert. Die Rolle eines solchen Mech-Kommandanten kommt nun dem Spieler im weiteren Spielverlauf zu.

Spielprinzip[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ziel des Spiels ist es, in mehreren Missionen einen Planeten zu erobern und alle konkurrierenden Clans auszuschalten. In rundenbasierter Spielweise baut der Spieler hierfür eine Basis auf, in der Ressourcen abgebaut werden, die wiederum notwendig sind für den Aufbau einer Streitmacht.

Das Spielfeld ist in ein Raster mit 112 × 112 Felder eingeteilt. In diesem Raster kann man Einheiten bauen, bewegen und Ressourcen finden. Die Ressourcen werden in Bergwerken abgebaut und verarbeitet. Dafür benötigt man Strom, der wiederum in Kraftwerken produziert wird. Die Kraftwerke benötigen ihrerseits Treibstoff und zum Bau von allem benötigt man Rohstoffe. Bergwerke können maximal 16 Einheiten je Runde abbauen. Dies können Rohstoffe, Treibstoff oder Gold sein. Mit einem Gutachter können Sie den Boden nach Rohstoffen absuchen. Diese werden dann mit Kreissymbolen in weiß für Rohstoff, grün für Treibstoff und gelb für Gold dargestellt. Je nach Ergiebigkeit der Fundstelle wird der Kreis ausgefüllt. Bei 16 ist der Kreis vollständig gefüllt. Über die Verteilung im Bergwerk kann man einstellen, welcher Rohstoff in welcher Menge (maximal die Menge, die die Fundstelle hat) in der nächsten Runde abgebaut werden soll. Für alle Materialien gibt es Lagereinheiten, die man aber erst bauen muss. Das Bergwerk selber kann nur 25 Einheiten Rohstoff lagern. Zu allen Gebäuden müssen Versorgungsleitungen gezogen werden. Jede Einheit hat eine Reichweite, die ihm pro Runde zur Verfügung steht. Mit Straßen kann die Reichweite erhöht werden. Grundsätzlich gibt es zwei Einheiten, die bauen können: Der Pionier kann nur Gebäude bauen, die ein Rasterfeld Platzbedarf haben und der Konstrukteur alle Gebäude, die vier Rasterfelder benötigen.

Rohstoff und Treibstoff sind die beiden Ressourcen zum Aufbau und Betrieb der Kolonie. Das Gold ist wichtig, denn damit werden die Forschungszentren betrieben. In den Forschungszentren können alle Einheiten und Bauwerke verbessert werden, z. B. mehr Munition, mehr Panzerung oder eine höhere Reichweite. Ziel des Spieles ist es Öko-Sphären zu bauen, denn diese geben Besiedelungspunkte.

Über einen Klick mit der linken Maustaste auf eine Einheit öffnet sich ein Menü mit einheitenspezifischen Punkten, z. B. beim Bergwerk "Verteilung, Transfer, Stopp und Entfernen". Beim Punkt "Verteilung" können sie in den Bergwerken die Fördermenge der Ressourcen einstellen. Rohstoffe müssen per "Transfer" zu den mobilen Einheiten übertragen werden. Dazu müssen die Einheiten im Umkreis von einem Feld, einem Gebäude oder einer Versorgungsleitung stehen, damit die Rohstoffe transferiert werden können.

Zur Landgewinnung stehen Wasserplattformen zur Verfügung. Mit diesen ist es möglich, Gebäude auf dem Wasser zu bauen.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Mit einer hervorragenden Mixtur aus Elementen von echtzeit- und rundenbasierter Strategie gelingt Interplay die Überraschung des Monats.“

Michael Galuschka: Power Play[1]

„Wie schon zuvor Jagged Alliance und X-COM wird M.A.X. als einer der vernachlässigsten Strategiespiel-Hämmer in die Geschichte eingehen. Grund: der fast zeitgleiche Release von Alarmstufe Rot. Der C&C-Ableger hat vieles, was M.A.X. weitgehend fehlt. Prächtige Grafik, eine durchgehende Story, VIEL Atmospähre und nicht zuletzt das gewisse Etwas, das ein Kultspiel ausmacht. Dafür trumpft M.A.X. mit einem annähernd perfekten Interface (mindestens auf Z-Niveau), einer ungeschlagenen Wieder-und-wieder-Spielbarkeit, einer Fülle ausgewogener Einheiten und Gebäude, hoher Komplexität und durchtriebenen Computergegnern auf.“

“Command & Conquer, move over. M.A.X. does it better, albeit with players spending much more time learning the game.”

Command & Conquer, rück zur Seite. M.A.X. macht es besser, auch wenn die Spieler sehr viel mehr Zeit investieren müssen, um das Spiel zu erlernen.“

Kevin Mical: GameSpot[2]

Wertungen:

Nachfolger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1998 wurde ein zweiter Teil mit dem Titel M.A.X. 2 als Echtzeit-Strategiespiel rausgebracht.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.kultboy.com/index.php?site=t&id=805
  2. http://www.gamespot.com/reviews/max-review/1900-2542474/