M46 (Kampfpanzer)

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Kampfpanzer M46 Patton
M46 in Korea

M46 in Korea

Allgemeine Eigenschaften
Besatzung 4
Länge 8,48 m
Breite 3,51 m
Höhe 3,17 m
Masse 45 t (Gefechtsgewicht)
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung Wannenfront: 101,6 mm bei 46° Neigung
Wannenseiten: 76,2 mm bei 53° Neigung
Wannenseiten: 76,2 mm
Wannenheck: 76,2 mm
Turmfront: 101,6 mm mit Schild
Decke: 50,8 mm
Hauptbewaffnung 1 × 90 mm Kanone L/53 M3 mit 70 Schuss
Sekundärbewaffnung 2 × MG 7,62 mm M1919A4 mit 5000 Schuss
1 × MG 12,7 mm Browning M2 mit 550 Schuss auf dem Turmdach
Beweglichkeit
Antrieb V12-Ottomotor Continental AV-1790-5A
600 kW (810 PS)
Federung Drehstab
Höchstgeschwindigkeit ca. 48 km/h (Straße)
Leistung/Gewicht 13,2 kW/t (18 PS/t)
Reichweite 130 km (Straße)

Der Kampfpanzer M46 war der erste Main Battle Tank (MBT) aus US-amerikanischer Produktion und wurde in der Anfangszeit des Kalten Krieges eingesetzt. Die offizielle Bezeichnung des Army Department lautete: „M46 Medium Tank – 90 mm Gun“.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Fahrzeug, bei dem es sich im Grunde um einen stark verbesserten M26 (Pershing) handelte (wodurch er dann auch eigene Typbezeichnung und Namen erhielt), wurde in verschiedenen Modellvarianten in einer nur geringen Zeitspanne von Mitte der 1940er bis in die frühen 1950er Jahre verwendet und dann durch den M47 (Patton) ersetzt. Er war der erste von drei US-Panzern, die den Namen Patton trugen (der M46 wurde allerdings nur inoffiziell so genannt). Der M46 hatte während des Koreakrieges die Hauptlast der gepanzerten Operationen zu tragen, da die gleichzeitig eingesetzten Panzer M24 (Chaffee) und M4 (Sherman) nicht bzw. nicht mehr den gestellten Anforderungen entsprachen. Verwendet wurde der M46 auch von anderen Verbündeten der Vereinigten Staaten im Kalten Krieg, insbesondere den NATO-Streitkräften.

Gemäß dem Konzeptionswechsel bei der US-Panzertruppe wurde im Mai 1945 der bisher als schwerer Kampfpanzer eingeordnete M26 (Pershing) zum mittleren Kampfpanzer zurückgestuft. Das ganze Fahrzeug wurde als äußerst unbefriedigend angesehen. Beweglichkeit, Geländegängigkeit und Höchstgeschwindigkeit entsprachen nicht dem, was von einem Panzer erwartet wurde. Obwohl er den M4A3 (Sherman) ersetzen sollte, hatte man – bei erheblich höherem Gewicht – das Triebwerk des Vorgängers und ein anfälliges Getriebe verwendet. Die Vorteile von besserer Bewaffnung und Schutz wurden durch das höhere Gewicht wieder zunichtegemacht.

Im Januar 1948 begann die Arbeit an einer verbesserten Version, bei der zunächst das zu schwache Triebwerk des M4A3 durch einen Continental AV-1790-3 Motor und ein Allison CD-850-1 Getriebe ersetzt wurden. Diese Ausführung wurde zunächst als M26E2 bezeichnet. Bedingt durch die hohe Zahl an Verbesserungen, bestimmte das Ordnance Corps, dass das Gerät eine eigenständige Bezeichnung erhalten sollte. Als die Produktion im November 1949 anlief, hatte der Panzer nicht nur ein neues Triebwerk und die Hauptwaffe einen Rauchabsauger bekommen; überdies wurde entschieden, dem Fahrzeug eine neue Typbezeichnung zu geben.

Insgesamt wurden 1160 M26 umgebaut: 800 Stück zum M46, 360 Stück zum M46A1.

Kampfeinsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

USMC M46 in Korea, 8. Juli 1952.

Der M26/M46 Panzer war nur im Koreakrieg in Kampfeinsätze verwickelt. Er war dem nordkoreanischen T-34-85 überlegen, allerdings kam es zwischen beiden nur zu wenigen Kampfhandlungen.

Exportiert wurde der M46 in Europa unter anderem nach Italien, Belgien und Frankreich.

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M26E2/M46 – M26/A1 Pershing verbessert mit einem Continental-V-12-Motor und einem anderen Getriebe. Die Auspufftöpfe wurden auf die hinteren Kettenabdeckungen verlegt und die Kanone M3A1 90 mit einem Rauchabsauger versehen.
  • M46A1 – Verstärkte Bremsen und Motorkühlung, sowie modernisierte elektrische Ausstattung, ein AV-1790-5B Motor und CD-850-4 Getriebe.

Nutzerstaaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hunnicutt, R. P. Patton: A History of the American Main Battle Tank. 1984; Presidio Press. ISBN 0-89141-230-1.
  • Steven J Zaloga, Tony Bryan, Jim Laurier – M26–M46 Pershing Tank 1943–1953, 2000 Osprey Publishing (New Vanguard 35), ISBN 1-84176-202-4.
  • Abraham Rabinovich – The Battle for Jerusalem June 5-7, 1967, 2004 Sefer Ve Sefer Publishing, Jerusalem, ISBN 965-7287-07-3
  • Nolan, Keith W. „Into Lao's, Operation Lam Son 719 and Dewey Canyon II.“ 1986. Presidio Press. Account of the US Army's final offensive of the Vietnam War.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Department of the Army – „ORD 7-SNL G-244 – Organizational Maintenance Parts List, for M46 (November 1950)“ oder „Technical Manual TM 9-374 – 90-MM Guns M3 and M3A1 for Combat Vehicles, used on the M36, M26 and M46 Tanks (August 1950)“