MG 13

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MG 13
Munster MG13 (dark1).jpg
Allgemeine Information
Militärische Bezeichnung: Leichtes Maschinengewehr Modell Dreyse 13
Einsatzland: Deutsches Reich
Herstellerland: Deutsches Reich
Produktionszeit: 1930 bis 1935
Modellvarianten: 13, 13k, 13kd
Waffenkategorie: Maschinengewehr
Ausstattung
Gesamtlänge: 1341 mm
Gewicht: (ungeladen) 11,4 kg
Lauflänge: 718 mm
Technische Daten
Kaliber: 7,92 × 57 mm
Mögliche Magazinfüllungen: 25 / 75 Patronen
Munitionszufuhr: Kurvenmagazin / Trommelmagazin
Kadenz: 550 Schuss/min
Feuerarten: Einzel-, Dauerfeuer
Anzahl Züge: 4
Drall: rechts
Visier: offene Visierung
Ladeprinzip: Rückstoßlader
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Das MG 13 war ein leichtes deutsches Maschinengewehr, das für wenige Jahre als Standard-MG bei der Reichswehr eingeführt wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hintergrund der Entwicklung des MG 13 war die Notwendigkeit, die schwerfälligen Schnellfeuerwaffen des Typs MG 08 zu ersetzen, die in ihren ersten Varianten wassergekühlt waren. Die deutsche Militärführung forderte stattdessen ein luftgekühltes MG, das möglichst universell sowohl als Infanteriewaffe wie auch als Bordwaffe von Panzerfahrzeugen und Flugzeugen einsetzbar sein sollte. Die Auflagen des Versailler Vertrages verboten zwar die Neuentwicklung von Maschinengewehren, dies wurde jedoch unterlaufen. Als Grundlage für das neue Einheits-MG diente das wassergekühlte MG Dreyse 13, das im Ersten Weltkrieg nur als Behelfswaffe zum Einsatz gekommen war. 1930 wurde das verbesserte Modell in das Arsenal der Reichswehr übernommen, verblieb dort jedoch nur kurze Zeit. Ab 1936 wurde es weitgehend ausgemustert und durch das modernere MG 34 ersetzt. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Reservebestände aufgrund des Mangels an anderen Waffen an die Truppen ausgegeben.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das MG 13 ist ein luftgekühlter, aufschießender Rückstoßlader mit kurzem Rohrrücklauf. Die Patronenzufuhr erfolgte von links durch Kurvenmagazine mit 25 Schuss oder durch Doppeltrommelmagazine mit 75 Schuss Kapazität. Das MG 13 hatte eine Abzugswippe, mit der wie beim späteren MG 34 durch das Betätigen des oberen Teils Einzelfeuer und des unteren Teils Dauerfeuer abgegeben werden konnte. Die Schulterstütze war wie das Zweibein klappbar. Auf der Mündung saß ein Rückstoßverstärker.

Varianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • MG 13: Standardversion, langer Lauf
  • MG 13k: Kurzversion, Lauflänge auf 600 mm verringert
  • MK 13kd: Kurzversion mit massiverem Lauf für längeres Dauerfeuer

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Wollert, Reiner Lidschun, Wilfried Kopenhagen: Schützenwaffen. (1945–1985). In: Illustrierte Enzyklopädie der Schützenwaffen aus aller Welt. 5. Auflage. Band 1. Brandenburgisches Verlagshaus, Berlin 1988, ISBN 3-89488-057-0, Waffen, S. 183–186.
  • Karl R. Pawlas: Das MG 13 (Dreyse). In: Waffen-Revue Nr. 28, Nürnberg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: MG 13 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien