Mahanadi

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Mahanadi
1 Mahanadi River near Satkosia Tiger Reserve Tikarpara India 2012.jpg
Daten
Lage Chhattisgarh, Odisha (Indien)
Flusssystem Mahanadi
Quelle im Hochland von Raipur
20° 6′ 36″ N, 81° 54′ 36″ O
Quellhöhe 877 m
Mündung in den Golf von BengalenKoordinaten: 19° 58′ 13″ N, 86° 23′ 55″ O
19° 58′ 13″ N, 86° 23′ 55″ O
Mündungshöhe m
Höhenunterschied 877 m
Länge 885 km[1]
Einzugsgebiet 132100 km²[1]
Abfluss MQ
2013 m³/s
Linke Nebenflüsse Shivnath, Hasdeo, Mand, Kelo, Ib, Jeera
Rechte Nebenflüsse Pairi, Sukhnadi, Kodar, Jonk, Ong, Tel
Durchflossene Stauseen Dudhawa-Talsperre, Gangrel-Talsperre, Hirakud-Talsperre
Großstädte Sambalpur, Cuttack
Mittelstädte Dhamtari
Kleinstädte Sonapur
Verlauf der Mahanadi

Verlauf der Mahanadi

Die Mahanadi (Hindi: महानदी Mahānadī, wörtl. „Großer Fluss“) ist ein ca. 885 km langer Fluss in Ostindien. Die Mahanadi entwässert fast den gesamten Bundesstaat Chhattisgarh, große Teile Odishas sowie kleinere Gebiete in den Bundesstaaten Maharashtra und Jharkhand.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mahanadi entspringt nahe der Stadt Nagari im Hochland von Raipur im Südosten des Bundesstaats Chhattisgarh. Von dort aus fließt sie in nordöstlicher Richtung, wendet sich dann südlich von Raigarh nach Osten und mündet schließlich östlich der Stadt Cuttack im Bundesstaat Odisha in den Golf von Bengalen.

Nebenflüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bedeutendsten Zuflüsse sind der Shivnath aus dem Maikala-Gebirge (dem östlichen Teil des Satpuragebirges), der Jonk und der Ong aus dem Grenzgebiet zwischen Chhattisgarh und Odisha, der Hasdeo und der Mand aus dem nördlichen Chhattisgarh, der Ib sowie der Tel aus Zentralodisha. Flussabwärts von Cuttack bildet die Mahanadi mit den Flüssen Baitarani und Brahmani ein riesiges Flussdelta.

Staudamm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordwestlich der Stadt Sambalpur, an der Grenze von Odisha und Chhattisgarh, wurde in den 1950er Jahren der Hirakud-Staudamm errichtet. Der im Jahr 1957 feierlich eröffnete Damm staut Indiens größten künstlichen See (746 km²).

Vegetation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Mittellauf der Mahanadi, in der Ebene um Raipur, wird die wasserreiche Region zum Anbau von Reis genutzt, weswegen man diese Gegend als „Reisschüssel“ bezeichnet. Auch in Odisha wird vornehmlich Reisanbau betrieben. Im Delta mischen sich mit zunehmendem Salzgehalt immer häufiger Mangrovenwälder hinzu.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Dorf Sirpur war im Mittelalter die Hauptstadt des Südlichen Königreichs Kosala; die Ruinen mehrerer Tempel und Klöster sind von Bedeutung. Beim Dorf Huma steht ein kleiner Tempelkomplex mit einem schiefen Shikhara-Turm unmittelbar am Fluss. Die auf einer Flussinsel gelegene und heute weitgehend modern anmutende Stadt Cuttack hat eine lange Geschichte; ältestes Bauwerk ist das ursprünglich im 14. Jahrhundert erbaute, aber immer wieder ergänzte und veränderte Barabati Fort.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mahanadi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Artikel Mahanadi in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)http://vorlage_gse.test/1%3D074524~2a%3D~2b%3DMahanadi