Malcolm St. Clair

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Malcolm St. Clair (* 17. Mai 1897 in Los Angeles, Kalifornien; † 1. Juni 1952 in Pasadena, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Clair zeichnete zunächst für eine Zeitung Cartoons und kam 1915 als Schauspieler und Gagschreiber bei Mack Sennett zum Film. Seit 1919 drehte er zahlreiche Kurzfilme, darunter etliche Werke mit dem Hundestar Rin Tin Tin und zwei Komödien von Buster Keaton (The Goat und The Blacksmith), die ihn im Filmgeschäft als Regisseur etablierten. Doch erst 1925 wurde er praktisch über Nacht berühmt mit dem Film Are Parents People?. Die intelligente Komödie machte aus ihm eine Zeit lang einen Rivalen von Ernst Lubitsch und Harry d’Abbadie d’Arrast in der Frage nach dem besten Komödienregisseur in Hollywood. Er festigte seinen Ruf auch dank Filmen wie The Grand Duchess and the Waiter mit Florence Vidor und Adolphe Menjou sowie Gentlemen Prefer Blondes nach dem bekannten Theaterstück von Anita Loos aus dem Jahr 1928. Gelegentlich inszenierte er auch außerhalb dieses Genres, etwa den Kriminalfilm The Canary Murder Case mit William Powell.

Bereits Ende der 1920er mit Beginn des Tonfilms kollabierte seine Karriere, ohne das es dafür einen klar erkennbaren Grund gab. Der Filmkritiker Andrew Sarris schrieb hierzu: „St. Clairs Stummfilme sprudelten, und seine Tonfilme verpufften“ ("St. Clair's silent films fizzed, and his sound films fizzled").[1] Eine seiner letzten bedeutenden Inszenierungen war das Semi-Musical Montana Moon mit Joan Crawford aus dem Jahr 1930. Anschließend drehte St. Clair ausschließlich B-Filme, vor allem für 20th Century Fox. Aus seinem späteren Werk in den 1940ern sind heute vor allem noch vier Komödien mit Laurel und Hardy bekannt, diese hatten allerdings nach dem Weggang von Hal Roach selbst bereits den Höhepunkt ihrer Karriere überschritten. Seine letzte Regiearbeit war das Kriminaldrama Fighting Back aus dem Jahre 1948, auch da 20th Century Fox im selben Jahr ihre Produktion von B-Filmen beendeten. Zudem machten sich bei St. Clair ab Ende der 1940er-Jahre gesundheitliche Probleme bemerkbar, die seine geplante Mitarbeit an der Buster Keaton Show im Fernsehen verhinderten.[2]

Malcolm St. Clair starb 1952 im Alter von 55 Jahren nach langer Krankheit und hinterließ seine zweite Ehefrau Margaret, mit der er seit 1937 verheiratet war.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Regisseur

  • 1919: Rip & Stitch: Tailors (Kurzfilm)
  • 1921: Die Ziege (The Goat, Kurzfilm)
  • 1922: Der Hufschmied (The Blacksmith, Kurzfilm)
  • 1925: Are Parents People?
  • 1925: A Woman of the World
  • 1926: The Grand Duchess and the Waiter
  • 1927: Breakfast at Sunrise
  • 1928: Gentlemen Prefer Blondes
  • 1928: The Fleet’s In
  • 1929: Die Stimme aus dem Jenseits (The Canary Murder Case)
  • 1929: Harold, der Drachentöter (Welcome Danger)
  • 1930: Montana Moon
  • 1936: Crack-Up
  • 1939: Damals in Hollywood (Hollywood Calvacade)
  • 1943: Die Tanzmeister (The Dancing Masters)
  • 1943: Die Wunderpille (Jitterbugs)
  • 1944: The Big Noise
  • 1945: Die Stierkämpfer (The Bullfighters)
  • 1948: Fighting Back

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Malcolm St. Clair bei Allmovie
  2. Malcolm St. Clair bei Allmovie