Malvasia delle Lipari

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Eine Flasche Malvasia delle Lipari

Malvasia delle Lipari ist ein italienischer süßer Weißwein, der auf den Liparischen Inseln ausgebaut wird.[1]

Anbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Hauptanbaugebiet liegt in der Gemeinde Malfa auf der Insel Salina; der Anbau und die Vinifikation sind auf dem gesamten Archipel der Liparischen Inseln zugelassen.[1]

Im Jahr 2014 wurden von 12 Hektar Rebfläche 457 Hektoliter DOC-Wein erzeugt.[2]

Erzeugung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wein wird aus höchstens 95 % Malvasia di Lipari und 5–8 % Korinthiaki (lokal „Corinto nero“ genannt) hergestellt. Die sehr reifen Beeren werden geerntet und auf Stroh- beziehungsweise Bambusmatten 10–15 Tage getrocknet. Danach werden die Trauben gepresst und in Gebinden (meist Edelstahltanks) von maximal 1000 l Größe vergoren. Dort reift der Wein mindestens ein Jahr. Der Wein kann beim Käufer ca. 4–7 Jahre lagern.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Malvasia wird in 2 Versionen angeboten:[1]

Malvasia delle Lipari[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Farbe: goldgelb bis bernsteinfarben
  • Geruch: aromatisch, charakteristisch
  • Geschmack: süß-aromatisch
  • Alkoholgehalt: mindestens 11,5 Vol.-%, mit einem Rest von mindestens 8,0 % potentiellem Alkoholgehalt
  • Säuregehalt: mind. 4,0 g/l
  • Trockenextrakt: mind. 19,0 g/l

Malvasia delle Lipari tipo passito[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Passito werden die Trauben länger getrocknet, bis sie ähnlich einer Rosine sind. Der Wein ist voller als der normale Süßwein und kann ca. 5–10 Jahre gelagert werden. Der Passito gehört zu den großen Dessertweinen Italiens. Er muss mindestens 18 Vol.-% Alkoholgehalt besitzen sowie einen Gesamtzuckergehalt von mindestens 6 %.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jancis Robinson: Das Oxford Weinlexikon, 3. überarbeitete Ausgabe. 1. Auflage. Gräfe und Unzer Verlag, München, 2007, ISBN 978-3-8338-0691-9.
  • Burton Anderson: Italiens Weine 2004/05. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2004, ISBN 3-7742-6365-5.
  • Jacques Orhon: Le nouveau guide des vins d’Italie. Les editions de l’homme, Montreal 2007, ISBN 978-2-7619-2437-5.
  • Valeria Camaschella (Hrsg.): Lexikon der italienischen Weine – Sämtliche DOCG- & DOC-Weine. Hallwag, Gräfe und Unzer, München 2002, ISBN 3-7742-0756-9, S. 287.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Disciplinare di Produzione della Denominazione di Origine Controllata (Produktionsvorschriften und Beschreibung). wineacts.com, 7. März 2014, abgerufen am 8. März 2017 (PDF, italienisch).
  2. Weinbau in Zahlen 2015. In: V.Q.P.R.D. d’Italia 2015. federdoc.com, abgerufen am 8. März 2017 (PDF, italienisch).