Marama Davidson

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Marama Davidson (2014)

Marama Davidson (* 1974 in Auckland) ist eine neuseeländische Politikerin und Bloggerin. Sie ist Mitglied der Green Party of Aotearoa New Zealand, seit dem 2. November 2015 Mitglied des New Zealand Parliament[1] und seit dem 8. April 2018 Co-Vorsitzende ihrer Partei.

Frühes Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marama Davidson wurde 1974 in Auckland in die Familie politisch engagierter Māori-Eltern hineingeboren. Ihr Vater, Rawiri Paratene, wurde später durch Rollen in den Filmen Whale Rider, The Insatiable Moon und Shortland Street bekannt.[2] Marama ging in Wellington zu Schule, lebte in Dunedin und Christchurch, nachdem ihre Familie nacheinander in die verschiedenen Städte zog. Als ihr Großvater starb, lernte sie im Alter von neun Jahren erstmals ihre Familienangehörige in Hokianga kennen. Ihre Familie blieb und so verbrachte sie den Rest ihrer Kindheit in Whirinaki im Far North District.[3]

Ihre universitäre Ausbildung begann sie in an der University of Waikato in Hamilton und beendete sie mit einem Abschluss in Bachelor of Arts an der University of Auckland[2], wofür sie nach Auckland zog und anschließend dort auch lebte.[3]

Sie heiratete Paul Davidson, bekam mit ihm sechs Kinder und lebt mit ihrer Familie in Manurewa, einem Stadtteil von Auckland, der vor November 2010 zur Stadt Papakura gehörte.

Berufliche Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ihrem Abschluss an der Universität arbeitete sie für die Organisation Breastfeeding New Zealand und 10 Jahre in der Human Rights Commission. Sie wurde Gründungsmitglied des Te Wharepora Hou Maori Women's Collective[2] und engagierte sich in den Owen Glenn Inquiry (Owen Glenn Ermittlungen) in Sachen Kindesmissbrauch und häusliche Gewalt.[4]

Bloggerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Davidson ist in Neuseeland als aktive Bloggerin bekannt und ist in den sozialen Medien des Landes präsent. In ihren Beiträgen widmet sie sich den Themen: „Soziale Gerechtigkeit“, „Māori-Politik“ und „Frauenrechten“.[3]

Politische Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der politischen Öffentlichkeit bekannt wurde Davidson als sie 2013 zu der Nachwahl für den Māori-Wahlkreis Ikaroa-Rāwhiti als Kandidatin der Green Party antrat und 2014 für den Māori-Wahlkreis Tāmaki Makaurau erstmals kandidierte.[5] Als im September 2015 der ehemalige Partei-Co-Vorsitzende Russel Norman für ein Engagement bei Greenpeace seinen Rückzug aus dem Parlament bekannt gab, rückte Davidson als Nummer 14 auf der Liste der Partei für ihn ins Parlament nach.[6]

Davidson wurde Sprecherin ihrer Partei für die Bereiche Menschenrechte, Māori-Angelegenheiten und sozialer Wohnungsbau. Nach der Parlamentswahl im Jahr 2017 übernahm sie weitere Funktionen als Sprecherin ihrer Partei.[1] Am 8. April 2018 wurde sie auf dem Parteitag ihrer Partei mit 110 von 144 Stimmen zur zweiten Co-Vorsitzende gewählt.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Marama Davidson. New Zealand Parliament, 3. April 2018, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).
  • Gwen Shaw: Marama Davidson MP. Green Party of Aotearoa New Zealand, 2018, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Marama Davidson. New Zealand Parliament, 3. April 2018, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).
  2. a b c Kelly Dennett: Who is Marama Davidson?. In: Stuff Politics. Fairfax Media, 11. September 2015, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).
  3. a b c Gwen Shaw: Marama Davidson MP. Green Party of Aotearoa New Zealand, 2018, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).
  4. Sarah Harvey, Steve Kilgallon: Davidson to stay with Glenn inquiry. In: Stuff Politics. Fairfax Media, 3. Juli 2013, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).
  5. Election Aotearoa - Marama Davidson. Māori Television, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).
  6. Aimee Gulliver: Former Green co-leader Russel Norman stepping down as MP to lead Greenpeace. In: Stuff Politics. Fairfax Media, 11. September 2015, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).
  7. Henry Cooke: Marama Davidson wins Green Party co-leadership race. In: Stuff Politics. Fairfax Media, 8. April 2018, abgerufen am 20. April 2018 (englisch).