Marie Egner

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Selbstporträt, 1878
Blick aus dem Atelier in der Klagbaumgasse im 4. Bezirk, Wien, um 1890
Dorfstraße mit blühenden Bäumen in Alassio

Marie Egner (* 25. August 1850 in Bad Radkersburg, Steiermark; † 31. März 1940 in Wien) war eine österreichische Malerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Steirerin Marie Egner studierte zunächst in Graz beim Zeichenlehrer Hermann von Königsbrunn und ging anschließend nach Düsseldorf, wo sie von 1872 bis 1875 Schülerin von Carl Jungheim (1830–1886) war. 1882 kam sie nach Wien, wo sie sich mit ihrer Mutter niederließ. Hier war sie bis 1887 Schülerin von Emil Jakob Schindler, in dessen Kreis sie in den Sommermonaten auf Schloss Plankenberg in Niederösterreich malte. Studienaufenthalte führten sie durch Europa, wobei sie von 1887 bis 1889 in England weilte. Danach stellten sich erste Erfolge ein; Egner hatte Ausstellungen im Wiener Künstlerhaus, in Deutschland und England. In Wien war sie von 1900 bis 1909 Ausstellungsmitglied der Künstlerinnengruppe Acht Künstlerinnen, einem Vorläufer später organisierten Künstlerinnen. Eine eigene Malschule für Frauen musste sie 1910 aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte sie der Vereinigung bildender Künstlerinnen Österreichs (VBKÖ) an, die 1926 eine große Ausstellung für Marie Egner organisierte. Ab 1930 verlor sie zusehends ihr Augenlicht und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück.

Leistung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marie Egner war neben Tina Blau, Olga Wisinger-Florian und Broncia Koller die wichtigste Künstlerin Österreichs um 1900. Sie wird als Schülerin von Emil Jakob Schindler dem österreichischen Stimmungsimpressionismus zugeordnet. Thematisch befasste sie sich zum Großteil mit der Landschaftsmalerei in Öl und Aquarell sowie Blumenstücken. Ihre Motive entstanden vor der Natur in Plein-Air-Malerei.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kornfeld bei St. Georgen bei Melk (St. Pölten, Museum Niederösterreich, Inv. Nr. 4536), um 1895, Öl auf Karton, 55 × 74,6 cm
  • Blühendes Mohnfeld in der Steiermark (Graz, Neue Galerie Graz), um 1896
  • Herbstlicher Wald bei Purkersdorf (St. Pölten, Museum Niederösterreich, Inv. Nr. 127/81), nach 1900, Öl auf Karton, 30,5 × 36,8 cm
  • Frühling an der Donau mit Blick gegen Stift Melk (St. Pölten, Museum Niederösterreich, Inv. Nr. 248/85), um 1906, Öl auf Leinwand, 53 × 71 cm
  • In der Pergola (Wien, Österreichische Galerie Belvedere, Inv. Nr. 1546), um 1910, Öl auf Karton, 68 × 86,7 cm
  • Dünenlandschaft in der Bretagne (Wien, Österreichische Galerie Belvedere, Inv. Nr. 2920), um 1910, Tempera auf Papier, 48,5 × 66,8 cm

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marie Egner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien