Maringá

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Município de Maringá
„Cidade Verde“
„Cidade Canção“
Maringá
Luftaufnahme
Luftaufnahme
Maringá (Brasilien)
Maringá
Maringá
Koordinaten 23° 26′ S, 51° 56′ WKoordinaten: 23° 26′ S, 51° 56′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Paraná
Lage des Munizips im Bundesstaat Paraná
Symbole
Wappen
Wappen
Flagge
Flagge
Gründung 10. Mai 1947 (juristisch) (73 Jahre),
14. Februar 1951 (effektiv) (69 Jahre)Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Paraná
Metropolregion Maringá
Gliederung 3 Distrikte
Höhe 515 m
Klima tropisch, Cfb
Fläche 487 km²
Einwohner 357.077 (2010[1])
Dichte 733,2 Ew./km²
Schätzung 423.666 (1. Juli 2019)[1]
Gemeindecode IBGE: 4115200
Postleitzahl 87000-000 bis 87109-999
Telefonvorwahl (+55) 44
Zeitzone UTC−3
Website maringa.pr (brasilianisches Portugiesisch)
Politik
Stadtpräfekt Ulisses Maia (2017–2020)
Partei PDT
Kultur
Schutzpatron Mutter Gottes als Nossa Senhora da Glória
Wirtschaft
BIP 16.121.079 Tsd. R$
39.996 R$ pro Kopf
(2016)
HDI 0,808 (sehr hoch) (2010)

Maringá, amtlich portugiesisch Município de Maringá, ist eine Großstadt im brasilianischen Bundesstaat Paraná der Região Sul. Sie wurde am 10. Mai 1947 gegründet und nach einem Generalbebauungsplan von Jorge de Macedo Vieira errichtet.[2] Sie wurde nach einem brasilianischen Schlager gleichen Namens benannt.

Sie ist Sitz der 1998 gegründeten Metropolregion Maringá. Die Entfernung zu Hauptstadt Curitiba beträgt 436 km.

Maringá hatte im Volkszählungsjahr 2010 357.077 Einwohner, diese Maringaenser wurde zum 1. Juli 2019 auf 423.666 Personen geschätzt, die auf einer Fläche von rund 487 km² leben.[1] Sie ist stark durch japanische, italienische, deutsche, portugiesische, polnische, spanische, ukrainische, arabische und jüdische Einwanderer geprägt.

Sie gilt als „Grüne Stadt“ und trägt den Städtespitznamen „Stadt des Liedes“. Maringá ist heute ein Handels- und Dienstleistungszentrum. Die Landwirtschaft ist für Maringá nach wie vor von grundlegender, aber weiter abnehmender Bedeutung, sie ist aufgefächert in den Anbau neben Kaffee von Mais, Weizen, Baumwolle, der Faserpflanze Ramie, Bohnen, Erdnüssen, Reis, Zuckerrohr und insbesondere Sojabohnen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Umliegende Gemeinden sind im Norden Ângulo, Astorga und Iguaraçu, im Süden liegt Floresta, im Osten Sarandi, Marialva, im Westen Paiçandu und Mandaguaçu.

Das Biom ist Mata Atlântica. Sie liegt auf der dritten paranaischen Hochebene (Terceiro Planalto Paranaense), der Boden ist fruchtbare Terra Roxa.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat tropisch gemäßigtes Klima, Cfb nach der Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger. Die Durchschnittstemperatur ist 17,7 °C. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt bei 1276 mm im Jahr.[3]

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Maringá
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) 20,9 20,6 19,4 18,5 15,0 13,3 14,3 15,6 17,3 18,5 18,5 20,4 Ø 17,7
Niederschlag (mm) 162 142 117 92 97 85 56 45 82 140 98 160 Σ 1276

Kommunalverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Exekutive liegt bei dem Stadtpräfekten (Bürgermeister). Bei der Kommunalwahl 2016 wurde Ulisses Maia des Partido Democrático Trabalhista (PDT) zum Stadtpräfekten für die Amtszeit von 2017 bis 2020 gewählt.[4]

Die Legislative liegt bei einem 19-köpfigen gewählten Stadtrat, den vereadores der Câmara de Vereadores.

Seit 1968 ist die Gemeinde in drei Verwaltungsbezirke geteilt: Distrito de Maringá (Munizipalsitz), Distrito de Floriano und Distrito de Iguatemi. Innerhalb der eigentlichen Stadtregion finden sich 75 kleinere Zonen und Stadtteile.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 18. Juli 1976 war ein „Schwarzer Frost“ aufgetreten, der geada negra, der die gesamten Kaffeepflanzungen in Paraná vernichtete, Zweidrittel der Landbevölkerung flüchtete in die Stadtregion oder zog weg. Auf die Stadt konzentrieren sich über 98 % der Bevölkerung, unter 2 % leben auf dem Land innerhalb der 487 km² Gemeindefläche.

Jahr Einwohner Stadt Land
1950 000000000038588.000000000038.588
1960 000000000104131.0000000000104.131 000000000047592.000000000047.592 000000000056539.000000000056.539
1970 000000000121374.0000000000121.374 000000000099898.000000000099.898 000000000021476.000000000021.476
1980 000000000168232.0000000000168.232 000000000160652.0000000000160.652 000000000007580.00000000007.580
1991 000000000240292.0000000000240.292 000000000234079.0000000000234.079 000000000006213.00000000006.213
2000 000000000288653.0000000000288.653 000000000283978.0000000000283.978 000000000004675.00000000004.675
2010 000000000357117.0000000000357.117 000000000349120.0000000000349.120 000000000007997.00000000007.997
2019 000000000423666.0000000000423.666 ? ?

Quelle: IBGE (2011)[5][6]

Ethnische Zusammensetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ethnische Gruppen nach der statistischen Einteilung des IBGE (Stand 2000 mit 288.653, Stand 2010 mit 357.117 Einwohnern):[7]

Gruppe Anteil
2000
Anteil
2010
Anmerkung
Brancos 000000000220864.0000000000220.864   000000000253161.0000000000253.161 Weiße, Nachfahren von Europäern
Pardos 000000000048651.000000000048.651   000000000078662.000000000078.662 Mischrassige, Mulatten, Mestizen
Pretos 000000000007839.00000000007.839   000000000011720.000000000011.720 Schwarze
Amarelos 000000000009641.00000000009.641   000000000012999.000000000012.999 Asiaten
Indígenas 000000000000549.0000000000549   000000000000535.0000000000535 indigene Bevölkerung
ohne Angabe 000000000001109.00000000001.109 Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „–“Fehler im Ausdruck: Nicht erkanntes Satzzeichen „–“

Durchschnittseinkommen und Lebensstandard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das monatliche Durchschnittseinkommen betrug 2017 den Faktor 2,7 des brasilianischen Mindestlohns (Salário mínimo) von R$ 880,00 (Einkommen umgerechnet für 2019: rund 538 € monatlich). Der Index der menschlichen Entwicklung (HDI) ist mit 0,808 für 2010 als sehr hoch eingestuft.

2017 waren 193.689 Personen oder 47,6 % der Bevölkerung als fest im Arbeitsverhältnis stehend gemeldet, 26,1 % der Bevölkerung hatten 2010 ein Einkommen von der Hälfte des Minimallohns.[8]

HDI
Jahr Punkte
1991
  
0,608
2000
  
0,740
2010
  
0,808

Das Bruttosozialprodukt pro Kopf betrug 2016 39.996,43 R$, das Bruttosozialprodukt der Gemeinde belief sich 2016 auf 16.121.079,49 × Tsd. R$.[9] Sie steht bezogen auf die Wirtschaftskraft an 5. Stelle der 399 Munizips des Bundesstaates Paraná und an 55. Stelle der 5570 Munizips Brasiliens.

Bildung und Forschung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Maringá befindet sich die Universidade Estadual de Maringá und das Centro Universitário de Maringá (Cesumar) als wichtigste höhere Bildungseinrichtungen.

Analphabetenrate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maringá hatte 1991 eine Analphabetenrate von 12 % (inklusive nicht abgeschlossener Grundschulbildung), die sich bei der Volkszählung 2010 bereits auf niedrige 4,1 % reduziert hatte.[5] Rund 18,6 % der Bevölkerung waren 2010 Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre.

Analphabetenrate
Jahr Prozent
1991
  
12,00
2000
  
7,00
2010
  
4,09

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wichtigsten touristischen Punkte in Maringá sind:

  • die Kathedrale von Maringá (Catedral Basílica Menor de Nossa Senhora da Glória), fertiggestellt im Jahr 1972, welche mit 124 Metern Höhe zu den zwanzig höchsten Kirchen der Welt gehört und die höchste Kirche Südamerikas ist
  • zwei sehenswerte Parks: der Parque do Ingá und der Parque das Grevíleas.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Maringá – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Maringá – Panorama. In: cidades.ibge.gov.br. IBGE, abgerufen am 29. November 2019 (brasilianisches Portugiesisch).
  2. Histórico do Município. In: maringa.pr.gov.br. Maringá Turística, abgerufen am 29. November 2019 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. Klima Maringa: Wetter, Klimatabelle & Klimadiagramm für Maringa - Climate-Data.org. In: de.climate-data.org. Abgerufen am 29. November 2019.
  4. Ulisses Maia 12 (Prefeito). In: todapolitica.com. Eleições 2016, abgerufen am 29. November 2019 (brasilianisches Portugiesisch).
  5. a b Atlas do Desenvolvimento Humano no Brasil: Maringá, PR. Abgerufen am 29. November 2019 (brasilianisches Portugiesisch)
  6. Censos demográficos do IBGE (1872–2010). Evolução da divisão territorial do Brasil 1872–2010, S. 232. (Online; PDF; 125,3 MB)
  7. IBGE: Sistema IBGE de Recuperação Automática - SIDRA: Tabela 2093. Abgerufen am 29. November 2019 (portugiesisch, Datenbankabfrage, Suchbegriffe Maringá (PR) und Cor ou raça).
  8. Maringá – Panorama – Trabalho e rendimento. In: cidades.ibge.gov.br. IBGE, abgerufen am 29. November 2019 (brasilianisches Portugiesisch).
  9. Maringá – Produto Interno Bruto dos Municípios. In: cidades.ibge.gov.br. IBGE, abgerufen am 29. November 2019 (brasilianisches Portugiesisch).