Marino Grimani (Kardinal)

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Kardinal Marino Grimani

Marino Grimani (* 1488/1489 in Venedig; † 28. September 1546 in Orvieto) war ein italienischer Kardinal und Apostolischer Legat.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grimani entstammte einer venezianischen Aristokratenfamilie, er war das dritte von acht Kindern des Gerolamo Grimani und dessen Ehefrau Elena Priuli. Sein Onkel Domenico Grimani war 1493 Kardinal geworden.

Er wurde 1508 Bischof des Bistums Ceneda. 1517 wurde er Patriarch von Aquileia. Papst Clemens VII. kreierte ihn im Konsistorium vom 3. Mai 1527 zum Kardinalpriester und verlieh ihm am 7. Februar 1528 die Titelkirche San Vitale. Danach war Kardinal Grimani Bischof der Bistümer Concordia (1533), Città di Castello (1534) und Saint-Pons-de-Thomières (1534). Am 13. März 1541 wurde er zum Kardinalbischof von Frascati erhoben und wechselte am 24. September 1543 auf den suburbikarischen Bischofssitz von Porto und Santa Rufina, zugleich wurde er Kardinalsubdekan. Er wurde am 23. März 1545 Lateinischer Patriarch von Konstantinopel, was er bis zu seinem Tode blieb.

Marino Grimani starb 1546 in Orvieto und wurde in der dortigen Kathedrale beigesetzt.

Ein später lebender Verwandter war Vincenzo Grimani, der 1697 zum Kardinal erhoben wurde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marino Grimani (Kardinal) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Francesco de Pisauro Lateinischer Patriarch von Konstantinopel
1545–1546
Ranuccio Farnese
François de Clermont Kardinalbischof von Porto und Santa Rufina
1543–1546
Philippe de la Chambre
Antonio Sanseverino Kardinalbischof von Frascati
1541–1543
Giovanni Salviati

Domenico Grimani
Marco II. Grimani
Patriarch von Aquileia
1517–1529
1533–1545

Marco II. Grimani
Giovanni VI. Grimani
Francesco Brevio Bischof von Ceneda
1508–1517
Domenico Grimani