Mark Begich

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Mark Begich (2012)

Mark Begich (* 30. März 1962 in Anchorage, Alaska) ist ein amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei. Begich war von 2009 bis 2015 US-Senator für den Bundesstaat Alaska. Zuvor hatte er dem Repräsentantenhaus seines Bundesstaats angehört und war Bürgermeister der Hauptstadt Anchorage gewesen. Er ist weiterhin für verschiedene politische Mandate im Gespräch.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mark Begich wuchs als viertes von sechs Kindern in Anchorage auf. Sein Vater Nick Begich gehörte ab 1971 als Abgeordneter dem US-Repräsentantenhaus an, bis er bei einem Flugzeugabsturz im Oktober 1972 in Alaska ums Leben kam. Mark Begich war zu diesem Zeitpunkt zehn Jahre alt. Seine Vorfahren stammten aus Kroatien.

Nach dem Besuch der Steller Secondary School in Anchorage absolvierte Begich Kurse an der University of Alaska Anchorage. Er arbeitete in der Immobilienbranche.[1] Schon früh engagierte er sich politisch und trat mit Anfang 20 der Demokratischen Partei bei. 1988 wurde er im Alter von 26 Jahren ins Repräsentantenhaus von Alaska gewählt, wo er bis 1998 einen Sitz innehatte. Drei dieser Jahre war er dessen Vorsitzender, zwei weitere Vize-Vorsitzender.

Begich musste zwei Wahlniederlagen hinnehmen, als er sich 1994 und 2000 der Wahl des Bürgermeisters von Anchorage stellte. 1994 unterlag Begich dem Republikaner Rick Mystrom und 2000 dessen Parteikollegen George Wuerch. 2003 kandidierte Begich erneut für das Bürgermeisteramt von Anchorage und erzielte einen Erdrutschsieg, bei dem er mit 45 % der Stimmen seine Herausforderer Mystrom (37 %) und Wuerch (15 %) klar distanzierte.

2008 kandidierte Begich für die Demokraten für einen Sitz im Senat in Washington. Während er in den parteiinternen Vorwahlen der Demokraten 90,6 % der Stimmen verbuchen konnte, hatte er Schwierigkeiten im Wahlkampf gegen den langjährigen republikanischen Amtsinhaber Ted Stevens, der als früherer Vorsitzender des Bewilligungsausschusses eine machtvolle Position innehatte, zumal Alaska republikanisch geprägt ist. Die Wahl ging so knapp aus, dass ihr Ergebnis erst nach zwei Wochen, Mitte November 2008, feststand. Begich kam auf 47,6, Stevens auf 46,6 Prozent der Stimmen, ein Vorsprung von 3724 Stimmen.[2] Begich unterlag bei der Senatswahl 2014 dem republikanischen Herausforderer Dan Sullivan mit 46 zu 48 Prozent[3] und schied daher am 3. Januar 2015 aus dem Kongress aus. Im Wahlkampf war der weithin beliebte Begich an der großen Unzufriedenheit mit US-Präsident Obama in Alaska gescheitert und hatte vergeblich versucht, sich als Team mit der republikanischen US-Senatorenkollegin Lisa Murkowski darzustellen, um seine Überparteilichkeit zu betonen; es kam stattdessen zu einer scharfen Ablehnung und öffentlichem Stert mit Murkowski.[1] Kurz nach seiner Niederlage gründete er in Alaska eine Politikberatungsfirma, die Unternehmen in der Gesundheitsbranche und eine regionale Fluglinie berät.[4] Zudem engagiert er sich weiter für die Indianer seines Bundesstaates und bleibt in der Bundespolitik sichtbar als Vorsitzender der Foundation for Hospice and Homecare und als Berater der Lobbyisten-Firma Brownstein Hyatt.[1] Er war 2015 als Bürgermeisterkandidat in Anchorage[1] und als möglicher Herausforderer der republikanischen US-Senatorin Murkowski bei der Senatswahl 2016 im Gespräch,[5] lehnte ein Antreten aber ab und wird als aussichtsreicher Bewerber für das Amt des Gouverneurs Alaskas 2018 gehandelt.[6]

Mark Begich ist seit 1990 mit der Unternehmerin Deborah Bonito verheiratet, die wie ihr Gatte Mitglied der Demokratischen Partei ist. Beide wurden im Juli 2002 Eltern eines Sohnes. Sie leben in Washington, D.C.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Manu Raju: Begich's big decision: Challenge Murkowski? In: Politico, 6. Mai 2015 (englisch).
  2. Wegen Korruption verurteilter Senator Stevens abgewählt. In: Der Standard, 19. November 2008.
  3. Becky Bohrer: Republican Dan Sullivan wins Senate race in Alaska. In: Associated Press, 12. November 2014 (englisch).
  4. Nathaniel Herz: Begich unveils consulting firm, will work in aviation and health care. In: Alaska Dispatch News, 31. Januar 2015 (englisch).
  5. Sean Sullivan: Why Mark Begich could run for the Senate again. In: The Washington Post, 2. Februar 2015 (englisch).
  6. Nathaniel Herz: Fear of a Begich bid for governor looms large over Alaska GOP convention. In: Alaska Dispatch News, 3. Juli 2016 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mark Begich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Mark Begich im Biographical Directory of the United States Congress (englisch)