Lisa Murkowski

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Lisa Murkowski

Lisa Ann Murkowski (* 22. Mai 1957 in Ketchikan, Alaska) ist eine US-amerikanische Politikerin (Republikanische Partei) und seit Dezember 2002 US-Senatorin für den Bundesstaat Alaska.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Lisa Murkowski besuchte die öffentlichen Schulen in Fairbanks und danach von 1975 bis 1977 zunächst die Willamette University in Salem. Sie schloss 1980 ihr Wirtschaftsstudium an der Georgetown University mit einem B.A. ab, fünf Jahre später erlangte sie den J.D. am College of Law der Willamette University. In der Folge wurde sie in die Anwaltskammer von Alaska aufgenommen und praktizierte von 1987 bis 1996 als Juristin in Anchorage.

Erste politische Erfahrungen sammelte Murkowski zwischen 1990 und 1991 als Mitglied einer vom Bürgermeister von Anchorage eingesetzten Arbeitsgruppe, die sich mit dem Problem der Obdachlosigkeit befasste. Von 1997 bis 1998 war sie in dieser Stadt in der Gleichstellungskommission tätig. Im Jahr 1998 wurde sie ins Repräsentantenhaus von Alaska gewählt, gab dieses Mandat jedoch auf, als ihr Vater, der neu gewählte Gouverneur Frank Murkowski, sie zu seiner Nachfolgerin im Senat der Vereinigten Staaten ernannte, dem sie seit dem 20. Dezember 2002 angehört. Im Jahr 2004 gewann sie die reguläre Wahl um den Senatssitz mit drei Prozentpunkten Vorsprung gegen den früheren Gouverneur Tony Knowles von der Demokratischen Partei. Im Senat sitzt sie im außenpolitischen Ausschuss. In ihrer Partei gilt sie − vor allem angesichts der jüngsten Erfolge deutlich konservativerer Mitglieder − als Vertreterin des moderaten Flügels; unter anderem nimmt sie in Bezug auf Abtreibungen eine Pro-Choice-Position ein.

Im Vorfeld der Senatswahlen 2010 unterlag sie in der Primary ihrer Partei knapp dem von der Tea-Party-Bewegung und der ehemaligen Gouverneurin Sarah Palin unterstützten Rechtsanwalt Joe Miller.[1] Sie kündigte jedoch an, bei der Hauptwahl im November als Write-in-Kandidatin gegen ihn und den demokratischen Bewerber Scott McAdams anzutreten.[2] Dies bedeutete, dass ihr Name zwar nicht auf den Stimmzetteln stand, dieser von den Wählern aber eigenhändig eingetragen werden konnte. Nach Auszählung der Stimmzettel lag sie bei der Wahl 2010 sieben Prozentpunkte vor Miller. Sie war damit die erste Write-in-Kandidatin seit 1954, die in den Senat gewählt wurde.[3] Joe Miller hatte die Nachzählung der Write-in-Stimmabgaben beantragt, dabei sollte geprüft werden, ob auch solche Write-ins gezählt werden können, in denen der Namen „Lisa Murkowski“ nicht korrekt geschrieben wurde.[4] Dieser Antrag wurde durch den Alaska Supreme Court am 10. Dezember 2010 in einer 4:0-Entscheidung abgewiesen. Hiergegen erhob Miller Klage beim United States District Court for the District of Alaska; die Berufung wurde aber am 28. Dezember 2010 abgewiesen. Am 30. Dezember wurde Murkowski von Gouverneur Sean Parnell offiziell zur Siegerin erklärt,[5] woraufhin sie am 3. Januar 2011 eine weitere Amtsperiode im Senat antreten konnte. Dort gehört sie weiterhin der republikanischen Fraktion an.

Im März 2015 fand ihr Name Erwähnung, als sie als eine von sieben republikanischen US-Senatoren einen öffentlichen Brief der übrigen 47 republikanischen US-Senatoren zur Relativierung bzw. Unterminierung der Atom-Verhandlungen zwischen dem Iran und US-Präsident Obama nicht unterzeichnete. In dem Brief verwiesen die 47 US-Senatoren u. a. darauf, dass jedes Abkommen des US-Präsidenten jederzeit vom US-Senat oder vom nächsten US-Präsidenten gekippt werden könne.[6] [7] [8]

Belege[Bearbeiten]

  1. Spiegel.de: Ultra-Konservativer triumphiert bei US-Vorwahl abgerufen am 17. September 2010
  2. Kim Murphy: Murkowski to run as write-in candidate; state GOP condemns move, www.latimes.com, 18. September 2010, abgerufen am 18. September 2010
  3. Hendrik Ternieden, Palins Erzrivalin schafft die Sensation, Spiegel Online vom 3. November 2010.
  4. Fox News Channel: Alaska Senate Race: Is Miller Down for the Count?
  5. Fox News Channel: Murkowski Certified as Official Winner of Alaska Senate Race
  6. Republikaner ärgern Obama mit Brief an Iran. Atom-Streit. In: Mitteldeutsche Zeitung. 10. März 2015, abgerufen am 27. März 2015: „47 republikanische US-Senatoren haben jetzt einen offenen Brief an Teheran geschrieben und darin erklärt, ein solches Abkommen werde unter Umständen nicht von Dauer sein. Es könne jederzeit vom US-Senat oder vom nächsten US-Präsidenten gekippt werden. Im Weißen Haus in Washington wurde das ungewöhnliche Schreiben als eine weitere Kampfansage der konservativen Mehrheit im US-Parlament gegen Präsident Barack Obama gewertet.“
  7. USA: Republikaner behindern Obamas Atomverhandlungen mit dem Iran. In: RT Deutsch. 10. März 2015, abgerufen am 27. März 2015: „Nun haben 47 von 54 republikanischen Senatoren einen Brief an die „Anführer der Islamischen Republik Iran“ gerichtet, in dem Teheran gegenüber angedeutet wird, dass eine allfällige Vereinbarung mit Präsident Obama in der Atomfrage, wie sie noch im Laufe dieses Monats stattfinden soll, keine tatsächliche rechtliche Bindungswirkung entfalten würde.“
  8. Republican senators warn Iran in open letter. In: Politico. 9. März 2015, abgerufen am 27. März 2015: „The following Republican senators did not sign the bill: Lamar Alexander of Tennessee, Dan Coats of Indiana, Thad Cochran of Mississippi, Susan Collins of Maine, Bob Corker of Tennessee, Jeff Flake of Arizona and Lisa Murkowski of Alaska.“

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Lisa Murkowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien