Markuskirche (Jerusalem)

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Die Markuskirche (Kirche im Markuskloster) ist ein Kirchengebäude im armenischen Viertel der Altstadt von Jerusalem. Laut syrisch-orthodoxer Tradition fand hier das letzte Abendmahl statt. [1]

Das Eingangsportal zum Markuskloster

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine 1940 gefundene Steintafel weist darauf hin, dass an der Stelle des Markusklosters „das Haus Marias, der Mutter von Johannes (Apg 12,12 EU), genannt Markus“ stand. Das Haus soll der Überlieferung gemäß durch die Hl.Apostel zur „Kirche“ ernannt worden sein, ein Indiz für die frühe Verehrung dieser Stelle. Dieser Tradition zufolge wäre dies die antike Stelle, wohin sich der Apostel Petrus nach seiner Befreiung aus dem Gefängnis des Herodes durch einen Engel (Apg 12,12-17 EU) zurückgezogen hat.

Das Kloster wurde im 12. Jahrhundert von den Kreuzrittern erbaut und in späteren Jahren mehrmals umgebaut: 1718 durch den Metropolit Gregorius Schem´un, im Jahr darauf Abdel Ahad Fenah von Mardin, der auch für die Restaurierung der nun in der berühmten Klosterbibliothek ausgestellten alten Handschriften sorgte. Bis zum letzten Umbau im Jahr 1858 wurde noch mindestens fünfmal umgebaut.

Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die reich ornamentierte Markus-Kirche wurde der Sitz des Erzbischofs von Jerusalem, nachdem die syrisch-orthodoxe Kirche ihre anderen Kirchen und Liegenschaften in der Heiligen Stadt verloren hatte. Ignatius III. war der erste namentlich bekannte Bischof, er lebte und wirkte hier um das Jahr 1471.

Abendmahlssaal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Abendmahlssaal syrisch-orthodoxer Tradition in diesem Klosters ist älter als der am Zionsberg, auch die relative Höhe der Lage des Saales zur Zeit Jesu dürfte eher stimmen[2]

Ikone[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Markuskirche gibt es ein mit Silber beschlagenes Taufbecken, darüber hängt eine Marienikone, die laut östlicher Kirchenüberlieferung vom Evangelisten Lukas als authentisches Marienbildnis gemalt worden sein soll.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Mark Church (Jerusalem) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • [2] Das Markuskloster auf der Website der Syrisch-Orthodoxen Kirche

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. gemäß der anderen christlichen Traditionen fand das letzte Abendmahl im Coenaculum (Abendmahlssaal) auf dem christlichen Zionsberg statt
  2. Das Markuskloster auf www.goisrael.com (englisch)

Koordinaten: 31° 46′ 35″ N, 35° 13′ 50″ O