Marlen Pelny

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Marlen Pelny (* 4. Februar 1981 in Nordhausen) ist eine deutsche Autorin und Musikerin.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marlen Pelny wuchs in der Siedlung Silberhöhe in Halle (Saale) auf. Sie ist Initiatorin der Literaturgruppe augenpost, bestehend aus ihr, Ulrike Landig und Dorit Horn. Die drei plakatieren seit 2001 Gedichte in Leipzig und anderen Städten.[1]

Marlen Pelny vertonte eine Vielzahl von Gedichten von Ulrike Almut Sandig, mit der sie ab 2000 im In- und Ausland auftrat. Für insgesamt vier musikalische Lesungen an polnischen Universitäten, vertonte sie Briefe von Heinrich von Kleist, die sie dort live performte. Für den Internationalen Marianne Brandt Wettbewerb 2007 vertonte sie Gedichte von Marianne Brandt. Diese Vertonung bildet den Hintergrund für den Film „Wer weiß ich nicht“. Beim Internationalen Marianne Brandt Wettbewerb 2010 wurde die Vertonung von Pelny in der Chemnitzer Oper live aufgeführt. Anlässlich einer Aquarellausstellung von Günter Grass in Danzig, vertonte sie einige seiner Gedichte und führte sie zur Ausstellungseröffnung live auf. Daneben gründete sie das Duo sonntags zusammen mit Dorit Horn. Das Duo veröffentlichte 2004 ein selbstbetiteltes Debütalbum und 2005 die CD zwischen eigenen worten.[2] 2006 erschien eine der tag, an dem alma kamillen kaufte, ein musikalisches Hörbuch mit Ulrike Almut Sandig. Die Zusammenarbeit wurde 2011 mit Märzwald weitergeführt und endete 2013.

Ihr erster eigener Lyrikband Auftakt erschien 2007 in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung.[2] 2011 folgte Wir müssen nur noch die Tiere erschlagen im verlag Voland & Quist. Seit 2010 ist sie außerdem Teil der Band Zuckerklub.[3]

Marlen Pelny studierte von 2012 bis 2016 am Deutschen Literaturinstitut Leipzig.

Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013 Leonce & Lena Preis
  • 2013 Münchner Lyrikpreis

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anthologien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005 Mit einem Reh kommt Ilka ins Merkur, Connewitzer Verlagsbuchhandlung
  • 2005 Disco in Chihuahua, Miriam Zedelius (Hrg.)
  • 2006: zwischen eigenen worten, mit sonntags (Eigenproduktion)
  • 2007 Fische im Sand, Literaturmagazin comma
  • 2010 Weisz auf Schwarz Nr. 10
  • 2009 Der deutsche Lyrikkalender 2009
  • 2010 Der deutsche Lyrikkalender 2010
  • 2011 Palmbaum Literarisches Journal aus Thüringen
  • 2011 Auch dein Herz... Mitteldeutscher Verlag
  • 2011 kein herz ungeteilt, weissbooks.w
  • 2012 hingerissen in eurer Mitte, Edition Monacensia, Augusta Laar, Alma Larsen, S.I. Struck (Hrg.)
  • 2012 Ostragehege Nr. 67
  • 2013 Fische in blauem Rauch, Literarischer März 18, Brandes & Apsel Verlag
  • 2014 Welche Mauer eigentlich? be.bra Verlag, Falko Hennig und Alessandra Schio (Hrg.)
  • 2015 Am Erker 70, Andreas Heckmann (Hrg.)
  • 2015 Nuori Voima, Kulttuurilehti, Helsinki, Finnland
  • 2015 Jahrbuch der Lyrik 2015, DVA, Christoph Buchwald und Nora Gomringer (Hrg.)
  • 2015 :logbuch, Kreuzer Leipzig
  • 2015 lap/p poetry in motion, Ostpol
  • 2016 Tippgemeinschaft 2016, Jahresanthologie der Studierenden des Deutschen Literaturinstituts Leipzig
  • 2017 Spritz (Sprache im technischen Zeitalter) Stiftung Brandenburger Tor (Hrg.)


Diskografie

  • 2004: sonntags, mit sonntags (Eigenproduktion)
  • 2006: der tag, an dem alma kamillen kaufte. Musikalisches Hörbuch mit Ulrike Almut Sandig. Connewitzer Verlagsbuchhandlung, Leipzig 2006, ISBN 978-3937799209
  • 2011: Märzwald. Musikalisches Hörbuch mit Ulrike Almut Sandig. Schöffling Verlag, Frankfurt am Main 2011, ISBN 978-3895611872
  • 2011: Fischen. Soloalbum, Kook 2011
  • 2013: Wie soll ich sein, mit Zuckerklub, iMusician Digital
  • 2016: Jeden Moment mit Myri am See, mit Zuckerklub, Bohemian Strawberry

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Poesie am Bau. Deutschlandfunk, 19. November 2003, abgerufen am 1. Mai 2016.
  2. a b Marlen Pelny. Poetenladen.de, abgerufen am 1. Mai 2016.
  3. Autorinnenseite von Marlen Pelny bei Voland & Quist