Martin Ahrends

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Martin Ahrends (* 20. März 1951 in Berlin-Zehlendorf) ist ein deutscher Schriftsteller und Redakteur.

Er war seit seiner Wahl am 6. September 2002 bis zu seinem – von ihm nicht begründeten – Rücktritt im Herbst 2003 Vorsitzender des Landesverbands Brandenburg vom Verband deutscher Schriftsteller.

Er ist Mitglied in der internationalen Schriftstellervereinigung PEN und des Autorenkreises der Bundesrepublik.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Ahrends wurde 1951 in Berlin-Zehlendorf, im ehemaligen Westsektor der Stadt, geboren. 1957 siedelte er mit seinen Eltern nach Kleinmachnow über. Sein Vater war der in der DDR bekannte Geiger Gustav Schmahl.[1] 1970 machte er sein Abitur in Potsdam. Danach studierte er Musik, Philosophie und Schauspielregie in Berlin.

Bis 1977 war er Redakteur bei der Monatszeitschrift „Musik und Gesellschaft“ und bis 1979 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Komischen Oper Berlin. Aufgrund seiner Einstellung zu den politischen Begebenheiten in Polen in den Jahren 1980/1981 wurde ein Arbeitsverbot verhängt. Zwischenzeitlich machte er Aushilfearbeiten bei der evangelischen Kirche und privaten Handwerksbetrieben. Als seinem Ausreiseantrag (den er bereits 1982 stellte) 1984 stattgegeben wurde, folgte die Ausreise in die Bundesrepublik.

Von 1986 bis 1994 arbeitete er als Redakteur und Publizist bei der ZEIT in Hamburg.

Martin Ahrends hat acht Kinder und lebt seit 1994 als freier Autor in Kleinmachnow.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • als Herausgeber: Trabbi, Telespargel und Tränenpavillon. Das Wörterbuch der DDR-Sprache (= Heyne-Bücher. 1, Heyne-Report. Nr. 6754). Heyne, München 1986, ISBN 3-453-02357-9 (Später als: Allseitig gefestigt. Stichwörter zum Sprachgebrauch der DDR (= dtv 11126 dtv-Sachbuch). Vom Autor überarbeitete und aktualisierte Ausgabe, 1. Auflage. Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1989, ISBN 3-423-11126-7).
  • als Herausgeber: Das große Geld. Spielsucht: Fallbeispiele – Symptome – Therapie (= Heyne-Bücher. 10, Heyne-Report. Nr. 40). Heyne, München 1988, ISBN 3-453-00638-0.
  • als Herausgeber: Mein Leben, Teil zwei. (Ehemalige DDR-Bürger in der Bundesrepublik). Kiepenheuer & Witsch, Köln 1989, ISBN 3-462-01991-0(Interviews mit ehemaligen DDR-Bürgern in der Bundesrepublik).
  • Klirrende Wörter. Kleiner Sprachführer in ein dahingehendes Deutsch. Zweitausendeins u. a., Frankfurt am Main u. a. 1990.
  • Ihr verbrauchten Verbraucher! Von der diskreten Hässlichkeit der Westdeutschen. Wallstein-Verlag, Göttingen 1991, ISBN 3-89244-028-X.
  • Der König, die Hexe und das Mädchen. Ein modernes Märchen. Witte, Kakenstorf 1991, ISBN 3-928797-00-X.
  • Der märkische Radfahrer. Roman. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1992, ISBN 3-462-02226-1.
  • Mann mit Grübchen. In: Der märkische Radfahrer. Zwei kleine Romane (= Aufbau-Taschenbücher. 1073). Aufbau-Taschenbuch-Verlag, Berlin 1995, ISBN 3-7466-1073-7.
  • Zwischenland. Autobiografisches Essay. Fotos von Roger Melis und Bernd Blumrich. Märkischer Verlag, Wilhelmshorst 1997, ISBN 3-931329-00-3.
  • Verlorenwasser (= Göttinger Sudelblätter). Wallstein-Verlag, Göttingen 2000, ISBN 3-89244-402-1 (Erzählung).
  • Ich sehe eine Krähe. Satiren aus der ostdeutschen Provinz. Kulturmaschinen, Berlin 2013, ISBN 978-3-943977-11-0.
  • als Herausgeber: Verführung, Kontrolle, Verrat – das MfS und die Familie. Zeitzeugen berichten (= Schriftenreihe der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der Kommunistischen Diktatur. Bd. 6). Metropol, Berlin 2015, ISBN 978-3-86331-245-9.

Hörspiel

Preise und Stipendien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Astrid Priebs-Tröger: Den Nebel des Unausgesprochenen lichten Potsdamer Neueste Nachrichten vom 6. Oktober 2014, abgerufen 1. Mai 2016