Werner Wölbern

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Werner Wölbern (* 9. November 1961 in Zeven) ist ein deutscher Theater- und Filmschauspieler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werner Wölbern wuchs im niedersächsischen Wohnste auf. Seine Schauspielausbildung absolvierte er von 1984 bis 1988 an der Essener Folkwang-Hochschule. Es folgten Engagements an Theatern in Heilbronn, Esslingen, Köln und Düsseldorf, bevor er 1995 an das Thalia Theater in Hamburg wechselte, wo er u. a. unter der Regie von Jürgen Flimm, Sven Eric Bechtolf und Martin Kusej grosse Rollen spielte. Von 1999 bis 2004 war er festes Ensemble-Mitglied des Wiener Burgtheaters und setzte dort v. a. seine künstlerische Zusammenarbeit mit Martin Kusej fort, weitere Regisseure waren Luc Bondy und Andrea Breth, mit der er nachfolgend auch bei den Salzburger Festspielen zusammen arbeitete.[1] 2005 kehrte er nach Hamburg zurück und war wieder Ensemble-Mitglied am Thalia Theater, arbeitete hier u. a. mit Stephan Kimmig und David Bösch, seit 2008 ist er freischaffend tätig, unter anderem am Hamburger Schauspielhaus, am Deutschen Theater Berlin, am Schauspielhaus Bochum sowie zuletzt am Residenztheater München als „Faust“ in der Inszenierung von Kusej.

2006 inszenierte er Katzelmacher von R. W. Fassbinder. Die Inszenierung des Schauspiel Essen wurde beim Schauspielschultreffen 2006 mit dem Ensemblepreis ausgezeichnet.[2] Weitere Inszenierungen: Seid nett zu Mr. Sloane, Staatsschauspiel Stuttgart, 2007, Shrink (Thomas Huber), UA, 2008, Altonaer Theater.

In Film und Fernsehen wirkte er unter anderem in dem Filmdrama Herz (Regie: Horst Szerba) mit, sowie in Gastrollen u. a. in den Fernsehreihen Tatort, Polizeiruf 110, Wilsberg, Das Duo, Ein Fall für Zwei, Marie Brand und Schimanski. Seit Herbst 2009 spielte er den Staatsanwalt Wärmelskirchen in der TV-Serie Der Dicke mit Dieter Pfaff – später: Die Kanzlei. Zuletzt war er in der Serie „Babylon Berlin“ als „Gustav Stresemann“ zu sehen. Außerdem wirkte er an verschiedenen Hörbüchern und Hörspielen mit.

2000 und 2002 war er für den Nestroy-Theaterpreis nominiert.[3] Am 16. Mai 2009 wurde er – gemeinsam mit Birgit Minichmayr und Nicholas Ofczarek – anlässlich des Berliner Theatertreffens mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet.[4]

2012 wirkte er als Erzähler im Hörspiel Ulysses nach James Joyce mit, dem mit einer Laufzeit von mehr als 22 Stunden bis dahin längsten Hörspiel des Südwestrundfunks und einer der aufwändigsten Hörspielproduktionen der ARD.

Seit dem Wintersemester 2007/2008 ist Werner Wölbern Professor für „Rollen-/Szenenstudium“ an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bühnenrollen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbücher und Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: Bruno Schulz: Wie Jakub, mein Vater, sich von uns wegverwandelte – Bearbeitung, Regie und Musikcollage: Heinz von Cramer (Familiendrama – HR)
  • 1999: Ken Follett: Die Säulen der Erde (Alfred) – Regie: Leonhard Koppelmann (Hörspiel (9 Teile) – WDR)
  • 1999: Dagmar Scharsich: Salve! (Friedrich von Hitzleben) – Regie: Barbara Plensat (Kriminalhörspiel – NDR)
  • 2002: Der Steppenwolf
  • 2002: Prometheus
  • 2004: Der Doppelgänger
  • 2004: Die Großtaten eines jungen Don Juan
  • 2004: Noëlle Renaude: Madame Ka. – Regie: Christiane Ohaus (Hörspielfeature – RB)
  • 2005: Wendekreis des Krebses
  • 2006: Buddha: Der Pfad der Vervollkommnung
  • 2006: Mein Leben mit Mozart
  • 2007: Woyzeck – Regie: Leonhard Koppelmann (Hörspiel, SWR)
  • 2008: Worte der Weisheit
  • 2008: Die Kinder der 6. Dämmerung
  • 2008: Doktor Faustus, Thomas Mann – Regie: Leonhard Koppelmann (Hörspiel, HR/BR)
  • 2009: Das Geisterhaus, Isabelle Allende
  • 2009: Der Schlafwandler (Regie: Buhlert), Hermann Broch
  • 2010: Die Serapions-Brüder (Regie: Buhlert), E.T.A. Hoffmann
  • 2012: Ulysses (Regie: Buhlert), James Joyce
  • 2013: Pete Dexter: Deadwood – Regie: Leonhard Koppelmann (Hörspiel (2Teile) – DKultur)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Profil auf der Website des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg
  2. Pressemeldung der Folkwang-Hochschule (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.folkwang-uni.de
  3. offizielle Homepage zum Nestroy-Preis
  4. Meldung auf Nachtkritik.de vom 17. Mai 2009

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]