Mehmet Bağcı

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Mehmet Bağcı (* 1970 oder 1971) ist ein türkisch-nationalistischer Aktivist und war Präsident der rockerähnlichen Vereinigung Osmanen Germania. Er sitzt derzeit wegen des Vorwurfs diverser Straftaten in Untersuchungshaft.[1]

Nach einer Karriere als Boxer wandte sich Mehmet Bağcı der Organisation türkischer Straßengangs zu. Gleichzeitig baute er seine Kontakte zu türkischen Nationalisten aus dem Umfeld der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) aus. Nach eigenen Angaben gründete sich der Club Osmanen Germania im April 2015 durch türkischstämmige Männer. Mehmet Bağcı und der Ex-Hells Angel Selçuk „Can“ Şahin waren dessen Gründungspräsidenten.[2] Die Vereinigung galt lange als eine der am schnellsten wachsenden Gruppierungen im deutschen Rockermilieu.[3] Mit der zumindest theoretischen Expansion der „Osmanen“ in andere Länder, nannte sich Bağcı fortan „Weltpräsident“.

Die Bundesregierung bestätigte, dass sich Bağcı im Februar 2016 in Zürich mit dem in Deutschland sehr aktiven AKP-Abgeordneten Metin Külünk traf. Der Mannheimer UETD-Funktionär Yılmaz İlkay Arın fungiert laut Stuttgarter Zeitung als Mittelsmann zwischen Bağcı und seinen Osmanen und der Organisation.[4]

2017 reiste Bağcı mit weiteren "Osmanen" nach Antalya zu einer Konferenz konservativer türkischer Kräfte unter anderem mit Beteiligung der deutschen AKP-Organisation Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) sowie der türkischen Regierungspartei AKP. Dort soll es um eine gemeinsame Strategie politischen Handelns gegangen sein, berichtete die Stuttgarter Zeitung.[4]

Die Landeskriminalämter von Hessen und Baden-Württemberg gingen ab Mitte 2017 rigoros gegen die "Osmanen" vor und ließen neben Bağcıs Stellvertreter Selçuk „Can“ Şahin und Levent Uzundal, bisheriger Präsident des aufgelösten Chapters Stuttgart auch Bağcı verhaften.[4][1]

Mehmet Bağcı und anderen wird vorgeworfen, Vergeltungsaktionen an Aussteigern aus dem angeblichen Boxclub der Osmanen organisiert zu haben. Eine Rolle spielt auch eine Straßenschlacht am 21. November 2016 in Ludwigsburg. Dabei soll ein 24-jähriges Mitglied der kurdischen Bande Bahoz von einer Gruppe der Osmanen niedergeprügelt und erheblich verletzt worden sein. Außerdem soll eine junge Frau zur Prostitution gezwungen worden sein. Im Dezember 2017 wurde Anklage erhoben.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stuttgarter Zeitung, Stuttgart, Germany: Bandenkrieg in Stuttgart: Anklage gegen die Osmanen-Chefs. In: stuttgarter-zeitung.de. (stuttgarter-zeitung.de [abgerufen am 13. März 2018]).
  2. Dietmar Seher: Polizei geht gegen neuen Rockerclub „Osmanen Germania“ vor. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 31. Januar 2016.
  3. Kristian Frigelj: „Wir kommen und übernehmen das ganze Land“. In: Die Welt, 16. Februar 2016.
  4. a b c Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart, Germany: Türkischer Rockerclub Osmanen: Die Spur führt zu Erdogan. In: stuttgarter-nachrichten.de. (stuttgarter-nachrichten.de [abgerufen am 13. März 2018]).