Merav Michaeli

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Merav Michaeli (2011)

Merav Michaeli (hebräisch מרב מיכאלי‎, * 24. November 1966 in Petach Tikwa) ist eine israelische Journalistin und Politikerin der Awoda.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michaeli begann im Alter von neunzehn Jahren für das Radio zu arbeiten und mit 21 als Fernsehmoderatorin.[1] Sie schreibt als Journalistin für die Tageszeitung Haaretz.[2] Sie vertritt feministische Positionen und setzt sich darüber hinaus für alle diskriminierten Gruppen ein. 1996 führte sie eine Kampagne für Vergewaltigungsopfer an. Die Ehe als politische, rechtliche und ökonomische Institution habe nichts mit Liebe und Romantik zu tun, daher forderte sie 2012 bei einer TEDx-Konferenz in Jaffa wenigstens die Einführung der Zivilehe in Israel.[1]

2012 trat sie der Arbeitspartei (Awoda) bei.[3] Bei der Parlamentswahl in Israel 2013 kandidierte sie für die Awoda und ist seit dem 22. Januar 2013 Mitglied der 19. Knesset, wo sie auf der Oppositionsbank sitzt und Mitglied im Rechtsausschuss ist. In ihrer ersten Parlamentsrede sprach sie feministische Themen an.[4] Bei der Parlamentswahl in Israel 2015 wurde sie auf der Liste der Zionistischen Union wiedergewählt.

Obwohl sie für eine durch Verhandlungen zwischen Palästinensern und Israelis zu vereinbarende Zweistaatenlösung eintritt, wandte sie sich 2013 gegen ein Verhandlungsmandat für die derzeitige israelische Regierung Netanjahu, da diese nur Verhandlungen ohne Ergebnis wolle. Jede weitere Verhandlungsrunde ohne Ergebnis aber sei schädlich für das ohnehin geringe Vertrauen.[3][5]

Michaeli ist eine Enkelin von Rudolf Kastner.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Merav Michaeli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Caroline Linton: Merav Michaeli: The Knesset's Feminist Fighter (Memento des Originals vom 30. April 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.thedailybeast.com, bei: The Daily Beast, 13. April 2013.
  2. Merav Michaeli, bei Haaretz
  3. a b Monika Bolliger: Frischer Wind in der Knesset, in: NZZ, 4. Mai 2013, S. 5
  4. Merav Michaeli Speaks Out for Feminism in Debut Knesset Speech, in: The Jewish Daily Forward, 7. März 2013
  5. ‘US shouldn’t push peace talks,’ says leftist MK, in: The Times of Israel, 29. April 2013