Messier 83

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Galaxie
Messier 83
ESO: Aufnahme mit dem Very Large Telescope
ESO: Aufnahme mit dem Very Large Telescope
DSS-Bild von NGC 5236
Sternbild Wasserschlange
Position
ÄquinoktiumJ2000.0, Epoche: J2000.0
Rektaszension 13h 37m 0,78s[1]
Deklination −29° 51′ 58,6″ [1]
Erscheinungsbild
Morphologischer Typ SAB(s)c;HII Sbrst  [2]
Helligkeit (visuell) 7,5 mag [3]
Helligkeit (B-Band) 8,2 mag [3]
Winkel­ausdehnung 12,9′ × 11,5′ [2]
Flächen­helligkeit 12,8 mag/arcmin² [3]
Physikalische Daten
Zugehörigkeit M83-Gruppe  [2]
Rotverschiebung (1.711 ± 7) ⋅ 10−6  [2]
Radial­geschwin­digkeit (+513 ± 2) km/s  [2]
Entfernung 15,2 Mio. Lj  [2]
Geschichte
Entdeckung N. L. de Lacaille
Entdeckungsdatum 1752
Katalogbezeichnungen
M 83 • NGC 5236 • UGCA 366 • PGC 48082 • ESO 444-G81 • MCG -05-32-050 • IRAS 13341-2936 • 2MASX J13370091-2951567 • SGC 133411-2936.8 • GC 3606 • h 3523 • Dun 628 • HIPASS J1337-29 • 1RXS J133657.0-295207
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Messier 83, manchmal auch südliche Feuerradgalaxie genannt, ist eine Spiralgalaxie im Sternbild Wasserschlange an der Grenze zur Jungfrau. Sie kann auf der Nordhalbkugel abends nur im Frühjahr beobachtet werden.

Obwohl es sich bei M83 mit einer scheinbaren Helligkeit von 7,5 mag um eine recht helle Galaxie handelt, ist sie von Mitteleuropa aus schwierig zu beobachten, da sie nur 10–15° über dem Horizont steht. Von südlichen Breiten aus beobachtet ist sie eine der hellsten Spiralgalaxien am Nachthimmel.

Die Galaxie ist etwa 15 Millionen Lichtjahre entfernt und namensgebend für die M83-Gruppe, eine der Lokalen Gruppe benachbarte Galaxiengruppe, die auch die helle Galaxie Centaurus A enthält.

Die Galaxie wurde 1752 von Nicolas Louis de Lacaille entdeckt.

Erscheinungsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

M 83 erscheint bereits im Prismenfernglas als runder nebliger Fleck. In einem größeren Teleskop werden die Balkenstruktur und Spiralarme sichtbar.

Supernova SN 1968L[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 16. Juli 1968 entdeckte der südafrikanische Amateurastronom John Caister Bennett bei seiner Suche nach Kometen durch Zufall ein ungewöhnliches Aussehen des Zentrums der Galaxie M83. Dies wurde kurz darauf von Berufsastronomen als Supernova erkannt.[4] Es handelte sich um die erste visuelle Entdeckung einer Supernova seit der Erfindung des Teleskops.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Messier 83 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. SIMBAD
  2. a b c d e NASA/IPAC Extragalactic Database
  3. a b c SEDS
  4. SN 1968L -- SuperNova. SIMBAD, abgerufen am 6. September 2016 (englisch).
  5. J. A. da S. Campos: Obituary John Caister Bennett (1914-1990).; B. Marsden: Jack Bennett – An Appreciation. In: Monthly Notes of the Astronomical Society of Southern Africa. Vol. 49, 1990, S. 113-115 (PDF; 371 kB).