Mexikanischer Stachelmohn

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Mexikanischer Stachelmohn
Argemone.mexicana001.jpg

Mexikanischer Stachelmohn (Argemone mexicana)

Systematik
Eudikotyledonen
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Mohngewächse (Papaveraceae)
Unterfamilie: Papaveroideae
Gattung: Stachelmohn (Argemone)
Art: Mexikanischer Stachelmohn
Wissenschaftlicher Name
Argemone mexicana
L.

Der Mexikanische Stachelmohn (Argemone mexicana) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Stachelmohn (Argemone) in der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mexikanische Stachelmohn ist eine einjährige Pflanze, die Wuchshöhen von 25 bis 100 Zentimeter erreicht. Die Blätter sind kahl, graugrün, buchtig fiederspaltig, sitzend und mehr oder weniger stängelumfassend. Sie messen 6 bis 20 × 3 bis 8 Zentimeter. An ihrem Rand und auf den Adern befinden sich Stacheln. Die Blüten haben einen Durchmesser von 4 bis 7 Zentimeter. Die Kronblätter sind zitronengelb bis orange gefärbt. Es sind 20 bis 75 Staubblätter vorhanden. Die Chromosomenzahl ist 2n = 28.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mexikanische Stachelmohn stammt ursprünglich aus Süd-Florida und der Karibik, wo er auf trockenen Sandflächen vorkommt. Er ist weit eingebürgert in den Subtropen, den südlichen und östlichen USA sowie in Süd- und West-Europa.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mexikanische Stachelmohn wird selten als Zierpflanze in Sommerblumenbeeten genutzt, sowie als Ölpflanze. Er ist seit spätestens 1592 in Kultur.

Studienergebnisse der Universität Oxford weisen darauf hin, dass Stachelmohn zwei mal täglich als Tee getrunken bei akuter Malaria vergleichbar wirksam ist wie eine Artemisinin-kombinierte Standardtherapie (ACT).[1]

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
  • Jaakko Jalas, Juha Suominen: Atlas florae europaeae. Band 9 (Paeoniaceae to Capparaceae). Seite 55, Helsinki 1991. ISBN 951-9108-08-4

Einzelnachweis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daniela Biermann: Stachelmohn gegen Malaria. In: Pharmazeutische Zeitung vom 11. September 2014, 159. JG., 37. Ausgabe, Seite 24

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mexikanischer Stachelmohn – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien