Michael J. Inacker

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Michael J. Inacker (* 15. Juni 1964) ist ein deutscher Journalist, Buchautor und Manager.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte Inacker an der Universität Bonn Politische Wissenschaft, Öffentliches Recht sowie Mittlere und Neuere Geschichte. 1986 studierte er am Center for International and Strategic Affairs der University of California, Los Angeles. Während des Studiums war Inacker freier Mitarbeiter beim Deutschlandfunk in Köln. Er promovierte beim Bonner Politikwissenschaftler Karl Dietrich Bracher über Kirche und Demokratie.

Von 1989 bis 1990 war er Referent im Planungsstab des Bundesverteidigungsministeriums. Seine journalistische Laufbahn begann Inacker 1991 als Redakteur des Rheinischen Merkur. Von 1992 bis 1997 war er Chefkorrespondent und Leiter der Meinungsseite der Welt am Sonntag in Hamburg mit zahlreichen Aufenthalten in Krisengebieten wie Südostanatolien (Golf-Krieg), Somalia, Bosnien und Kroatien. 1993 war er einer der Autoren des Sammelbands Die selbstbewusste Nation. Nach einer zweijährigen Tätigkeit als Leiter des Planungsstabs des Vorstandsvorsitzenden Jürgen E. Schrempp der DaimlerChrysler AG in Stuttgart, wurde Inacker 2000 Leiter des Hauptstadtbüros der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. 2004 wechselte Inacker erneut zur DaimlerChrysler AG und übernahm die Leitung des Direktionsbereichs Politik und Außenbeziehungen. Im Oktober 2006 wurde er zum Stellvertretenden Chefredakteur und Leiter des Hauptstadtbüros der Wirtschaftswoche berufen. Von Februar 2009 bis März 2012 war Inacker Bereichsleiter für Unternehmenskommunikation & Public Affairs bei der Metro AG. Seit April 2012 hat er die Leitung des Hauptstadtbüros sowie den Posten des stellvertretenden Chefredakteurs beim Handelsblatt inne.

Im Juni 2013 gab Siemens bekannt, dass Inacker ab Oktober den Konzern-Bereich „Corporate Communications und Corporate Branding“ leiten werde.[1] Bereits im August 2013 widerrief der Siemens-Konzern die Berufung aber und teilte mit, dass Inacker die Stelle nicht antreten werde;[2] statt des Kommunikations-Chefs tauschte Siemens seinen Vorstandsvorsitzenden aus.

Für Inacker gab es kein Zurück zum Handelsblatt: im September wurde dort Spiegel-Mann Thomas Tuma sein Nachfolger.[3]

Stattdessen erwarb Inacker 2014 eine Minderheitsbeteiligung an WMP Eurocom und führt dort als Vorstandsmitglied die Sparten Unternehmens- und Finanzkommunikation, politische Kommunikation und Litigation-PR.[4] Seit 1. Februar 2015 ist er deren Vorstandsvorsitzender als Nachfolger von Hans-Hermann Tiedje.[5]

Inacker ist Vorsitzender der Internationalen Martin Luther Stiftung. 2003 erhielt er den Medienpreis für kreative Wortschöpfungen.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Inacker ist verheiratet mit der Ärztin Margit. Das Paar hat zwei Kinder und wohnt in Kleinmachnow bei Berlin.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siemens ordnet Konzernkommunikation und Government Affairs neu, Pressemitteilung vom 27. Juni 2013; Porträtfoto
  2. Bericht PR Report
  3. Bericht Fachmagazin Horizont
  4. Inacker steigt bei Tiedjes Beratungsfirma ein, prreport.de, Meldung vom 17. März 2014.
  5. Michael Inacker wird neuer Chef von WMP Eurocom, meedia.de, Meldung vom 16. Dezember 2014.