WMP Eurocom

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WMP EuroCom AG
Rechtsform AG
Sitz Berlin
Leitung Michael J. Inacker (CEO), Klaus-Peter Schmidt-Deguelle (COO), Katrin Dahm
Website www.wmp-ag.de

Die WMP EuroCom AG in Berlin ist ein deutsches Kommunikationsberatungsunternehmen für die Bereiche Wirtschaft, Medien und Politik.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptaktionär ist der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Hermann Tiedje, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist Roland Berger.[1][2] Vorstandsvorsitzender ist Michael J. Inacker, weitere Vorstandsmitglieder sind Klaus-Peter Schmidt-Deguelle, zuständig für Operative Aktivitäten, und Katrin Dahm.[3] Im Aufsichtsrat sind neben Hans-Hermann Tiedje und Roland Berger auch der langjährige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking,[4] Eckhard Cordes (Vorsitzender des Ostausschusses der Deutschen Wirtschaft), Hans Eichel (Bundesfinanzminister a. D.),[5] Ulrich Marseille (Marseille-Kliniken), Bernd Schmidbauer (Staatsminister a. D.), Kristin Schwarz (Schwarz Cranz) und Reinhardt Töpel (ReiCo Logistik).[6][7] Gegründet und finanziert wurde die Gesellschaft 1998 von Ulf Rittinghaus und Ernst-Wilhelm Rittinghaus, deren Gesellschaftsanteile zwölf Jahre später Wendelin Wiedeking erwarb. [8]

Zur WMP EuroCom AG gehören drei hundertprozentige Tochter-Gesellschaften, die WMP GmbH (Berlin), die TV Media Medienmanagement GmbH in Ebersberg (bei München) und die G.P.A. German Public Affairs GmbH in Hamburg, die alle ebenfalls im Geschäftsfeld der Kommunikationsberatung tätig sind.

Zu den Klienten der Beratungsfirma zählen die Regierungen von Katar und Saudi-Arabien.[9]

Kontroversen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Aufmerksamkeit erregte WMP Ende 2003 im Zusammenhang mit einem Beratungsvertrag mit der Bundesagentur für Arbeit, und deren Chef Florian Gerster. WMP gab den Auftrag vorzeitig zurück, nachdem der Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit moniert hatte, dass das Projekt vom Vorstand nicht ordnungsgemäß ausgeschrieben worden sei.[10][11]

Im Dezember 2015 veröffentlichte das Magazin Stern einen kritischen Artikel, der dem Unternehmen „verdeckte Negativ-PR“ gegen Google im Auftrag von Microsoft vorwirft.[12][13]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. WMP EuroCom AG: Der Aufsichtsrat abgerufen am 13. August 2015
  2. WMP EuroCom AG: Pressemitteilung abgerufen am 13. August 2015
  3. WMP EuroCom AG: Der Vorstand abgerufen am 13. August 2015
  4. Klaus Boldt: Neuer Job für Ex-Porsche-Chef: Mehr Wumm mit Wendelin. In: manager magazin. 18. Januar 2011
  5. Eichel Aufsichtsrat bei WMP Eurocom. In: Politik & Kommunikation. 25. Mai 2010
  6. WMP EuroCom AG: Der Aufsichtsrat abgerufen am 13. August 2015
  7. Kontrolle und Beratung. In: prmagazin. 9. Oktober 2012
  8. WMP Eurocom AG: Die Bellheims der Medienbranche. In: Tagesspiegel. 4. Juli 2000
  9. SPIEGEL ONLINE, Hamburg Germany: Public Relations für Despoten: Wie PR-Profis Erdogans Image säubern - SPIEGEL ONLINE - Politik. Abgerufen am 14. Juni 2017.
  10. Bundesanstalt für Arbeit: Gersters teure BMW-Flotte. In: Spiegel online. 6. Dezember 2003
  11. BA-Verwaltungsrat entzieht Gerster Vertrauen (Memento vom 26. Mai 2004 im Internet Archive). In: Netzeitung. 24. Januar 2004
  12. http://www.stern.de/digital/microsoft-gegen-google---machte-der-us-digitalkonzern-negativ-pr-gegen-den-suchmaschinenbetreiber--6606320.html
  13. http://derstandard.at/2000027686211/Microsoft-soll-geheime-Schmutzkampagne-gegen-Google-fuehren