Michael Sachs (Rechtswissenschaftler)

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Michael Sachs

Michael Sachs (* 12. Juni 1951 in Duisburg) ist ein deutscher Rechtswissenschaftler. Einer breiten juristischen Leserschaft ist er als Herausgeber eines Grundgesetzkommentars bekannt (8. Auflage 2018) und als Mitautor des fünfbändigen „Staatsrechts“ seines Lehrers Klaus Stern.

Schule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachs besuchte von 1957 bis 1961 die Katholische Volksschule und von 1961 bis 1967 und 1968 bis 1969 das Humanistische Staatliche Landfermann-Gymnasium in Duisburg. 1967/68 war er als Austauschschüler an der High School in San Francisco und Chicago in den USA. Am 14. Juni 1969 erhielt Sachs sein Reifezeugnis.

Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er studierte dann ab 1969 in Köln acht Semester Rechtswissenschaft und legte seine erste Juristische Staatsprüfung am 11. Dezember 1973 ab. Am 14. Juli 1976 erfolgte seine Promotion an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln bei Klaus Stern mit seiner Dissertation zum Thema „Die Bindung des Bundesverfassungsgerichts an seine Entscheidungen“. Vom 1. Februar 1976 bis zum 31. Juli 1978 folgte ein Referendariat im Bezirk des Oberlandesgerichts Köln; am 31. Juli 1978 legte er die zweite Juristische Staatsprüfung vor dem Landesjustizprüfungsamt in Nordrhein-Westfalen ab.

Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachs wurde am 1. August 1978 an der Universität zu Köln zum Wissenschaftlichen Assistenten ernannt; seit dem 1. April 1980 war er im Institut für Öffentliches Recht und Verwaltungslehre bei Klaus Stern tätig.

Sachs’ Habilitation für Staats- und Verwaltungsrecht erfolgte am 4. Juli 1985 an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Seine Habilitationsschrift über die „Grenzen des Diskriminierungsverbotes“ verficht eine rigide Linie zur Beschränkbarkeit der von Sachs als Abwehrrecht konzipierten Rechtsposition aus Art. 3 Abs. 2 und 3 Grundgesetz.

Im Sommersemester 1986 folgte ein Lehrauftrag an der Universität Kiel, im Wintersemester 1986/87 eine Lehrstuhlvertretung an der Universität des Saarlandes und im Sommersemester 1987 eine Lehrstuhlvertretung an der Universität Augsburg. Dort wurde Sachs am 2. Juli 1987 zum Universitätsprofessor für Öffentliches Recht ernannt.

Weitere Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es folgten Tätigkeiten an der Universität Potsdam, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und ab 1. Oktober 2001 an der Universität zu Köln, wo er derzeit den Lehrstuhl für Staats- und Verwaltungsrecht innehat sowie gemeinsam mit Bernhard Kempen und Christian von Coelln geschäftsführender Direktor des Institut für Deutsches und Europäisches Wissenschaftsrecht ist.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sachs ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Sein Sohn ist der Schauspieler Moritz A. Sachs.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]