Michael Witlatschil

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Michael Witlatschil (* 28. Januar 1953 in Südfelde) ist ein deutscher Bildhauer.[1]

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Witlatschil wurde 1953 in Westfalen geboren. Er studierte von 1973 bis 1977 an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Emil Schumacher und Horst Egon Kalinowski. Von 1979 bis 1981 setzte er sein Studium an der Kunstakademie Münster bei Timm Ulrichs fort. Seit 1978 sind die ersten freistehenden, destabilen Skulpturen entstanden, mit denen er bekannt geworden ist.[1] Michael Witlatschil ist Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Er lebt in Schwetzingen.[2]

Witlatschils Werke, die aus stabilen Eisenpfählen bestehen, die auf angeschrägten Spitzen stehen, versetzen den Betrachter in Staunen und veranlassen ihn, nach einem Trick zu suchen, der diese wackelige Angelegenheit zu einem feststehenden Objekt macht. Die Balance, das Verhältnis von Gewicht, Last, Zug und Druck ist für Witlatschil von grundsätzlicher Bedeutung. Die Skulpturen stehen, nachdem Witlatschil sie, in Konzentration und Ruhe, selbst im Ausstellungsraum aufgebaut hat, in einem Schwebezustand zwischen Gleichgewicht und festem Stand.[1]

„Das Glas dient dazu, ihnen eine absolut gerade Fläche zu geben […] Das ist ja gerade das Besondere an den Plastiken von Michael Witlatschil, dass sie nur durch ihre Balance und das Eigengewicht auf vergleichbar winzigen Standflächen, besser: Standpunkten stehen, solange man sie nicht berührt und aus dem Gleichgewicht bringt!“

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gruppenausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1982 Förderpreis für Skulptur und Objekt (Kunstverein Münster)
  • 1983 Villa Romana Stipendium in Florenz
  • Deutsche Akademie Rom Villa Massimo in Rom
  • 1984 Förderpreis Glockengasse
  • Arbeitsstipendium Kunstfonds Bonn
  • Vordemberge-Gildewart-Preis

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c documenta 8 Katalog: Band 1: Aufsätze; Band 2: Katalog Seite 276; Band 3: Künstlerbuch; Kassel 1987, ISBN 3-925272-13-5.
  2. kuenstlerbund.de: Mitglieder "W" / Michael Witlatschil (abgerufen am 27. August 2015)
  3. Kunstdunst Kunst auf Leben und Tod, abgerufen am 27. August 2015.
  4. Universität Heidelberg, Oliver Fink Zeichen für die notwendige Utopie des Selbst, abgerufen am 27. August 2015.
  5. Weserburg Sammel-Leidenschaften, abgerufen am 26. August 2015.
  6. Kunstaspekte Michael Witlatschil, abgerufen am 27. August 2015.
  7. Website Vita Witlatschil, abgerufen am 27. August 2015.