Micro Focus

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Micro Focus International plc
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Rechtsform Public limited company
ISIN GB00BQY7BX88
Gründung 1976
Sitz Newbury, Berkshire, Vereinigtes Königreich
Leitung Kevin Loosemore (Executive Chairman)
Mitarbeiter 4.295 (30. April 2015)[1]
Umsatz 834,5 Mio. US-Dollar (2014/15)[1]
Branche Software
Website www.microfocus.de

Micro Focus ist ein internationales Software-Unternehmen mit Sitz in Newbury, Berkshire, Großbritannien. Das Unternehmen ist an der London Stock Exchange gelistet und gehört zum FTSE 250 Index.

Leistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit den Lösungen und Dienstleistungen von Micro Focus für Enterprise Application Modernisation, Testing und Software Management können Unternehmen große Software-Anwendungen wie Mainframe-Applikationen modernisieren und optimieren.

Die Modernisierung umfasst die Ergänzung und Erweiterung von bestehenden Applikationen durch Technologien wie J2EE oder .NET, sowie die Optimierung von Applikationen auf Mainframe- und Host-Systemen mit kostengünstigen Plattformen wie Windows, Unix und Linux. Mit den Micro Focus Cloud Services können Unternehmen ihre Kernanwendungen vom eigenen Host-System auf eine beliebige Cloud-Plattform verlagern und auf diese Weise Kosten reduzieren und Prozesse vereinfachen. Anfang 2011 hat Micro Focus mit Visual COBOL R3 ein Werkzeug vorgestellt, das wahlweise mit Microsoft Visual Studio oder Eclipse betrieben werden und u. a. COBOL direkt für die Java Virtual Machine übersetzen kann.

Micro Focus bietet außerdem Consulting-Leistungen in den Bereichen Application Portfolio Management, Modernisierung von Enterprise- und Mainframe-Applikationen, Application Development und Qualitätssicherung.

Außerdem gehören die Marken Novell und SUSE zu Micro Focus International.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Micro Focus wurde 1976 gegründet und konnte in den folgenden Jahren eine Führungsposition im COBOL-Markt einnehmen. Bekannt wurde das Unternehmen, weil es schon bald eine komplette COBOL-Entwicklungsumgebung für die PC-Plattform anbot, mit der Anwender COBOL-Programme flexibel auf dem PC entwickeln und sie 1:1 auf Mainframes oder andere Systeme portieren konnten.

1999 wurde Micro Focus mit Intersolv zu Merant verschmolzen. Im Juni 2001 verkaufte Merant den Unternehmensbereich Micro Focus an die kalifornische Investorengruppe Golden Gate Capital und Parallax Capital. Seither agiert Micro Focus wieder als völlig selbständiges Unternehmen.

Micro Focus hat in den letzten Jahren sein Portfolio durch eine Reihe von Akquisitionen erweitert. So wurde 2006 die italienische HAL Knowledge Solutions SPA, ein Hersteller von Application-Portfolio-Management-Software, übernommen. 2007 erwarb Micro Focus den COBOL-Anbieter Acucorp und 2008 NetManage, ein Unternehmen, das Software zur Umwandlung von Applikationen in Web-basierte Lösungen entwickelt. 2009 übernahm Micro Focus den Software-Hersteller Borland und von Compuware die Geschäftsbereiche „Application Testing“ und „Automated Software Quality“. 2014 erwarb man die Attachmate Group mit den Tochterfirmen Novell und SUSE[2]. Am 21. November 2014 gab man die erfolgreiche Fusion (Merger) beider Unternehmen bekannt.[3]

Im Jahre 2016 folgte die Übernahme von Serena Software für 540 Millionen US-Dollar sowie für 2,5 Milliarden US-Dollar der Erwerb großer Softwarebereiche von HP Enterprise. Die HP-Enterprise-Aktionäre behalten 50,1 % am Gemeinschaftsunternehmen, das im Zuge einer umgekehrten Fusion Aktien für 6,3 Milliarden US-Dollar ausgibt.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Annual Results 2015. Micro Focus. Abgerufen am 3. Oktober 2015.
  2. http://www.microfocus.com/about/press/pressreleases/2014/pr15092014.aspx
  3. Micro Focus schließt Fusion mit Attachmate Group. In: www.microfocus.de. 21. November 2014, abgerufen am 12. Juli 2015.
  4. HP Enterprise verkauft Software für 2,5 Milliarden Dollar. In: www.golem.de. 9. September 2016, abgerufen am 9. September 2016.