Milkha Singh

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Milkha Singh (2012)

Milkha Singh (Panjabi ਮਿਲਖਾ ਸਿੰਘ; * 17. Oktober 1935 in Lyallpur, damals Britisch-Indien, heute Pakistan) ist ein ehemaliger indischer Sprinter.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Milkha Singh wurde in eine Sikh-Familie im westlichen Teil des Punjab geboren. Bei der Teilung Indiens kam dieser Teil des Punjab zu Pakistan. Singhs Eltern, ein Bruder und zwei Schwestern wurden bei den anschließend ausgebrochenen gewalttätigen Unruhen durch einen Muslim-Mob ermordet. Er selber konnte fliehen, sich in einem Zug im Frauenabteil verstecken und gelangte so nach Indien.[1] In Indien trat er später in die Armee ein und dort wurde seine sportliche Begabung erkannt und gefördert.

Bei den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne schied er über 200 m und 400 m im Vorlauf aus.

1958 gewann er bei den Asienspielen in Tokio Gold über 200 m und 400 m und bei den British Empire and Commonwealth Games in Cardiff Gold über 440 Yards. Singh war der erste Inder, der eine Goldmedaille in den Leichtathletikdisziplinen gewann und wurde zu einem nationalen Heros und sportlichen Vorbild.[1]

Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom wurde er über 400 m Vierter mit seiner persönlichen Bestzeit von 45,6 s, mit nur 0,1 s Rückstand auf den Dritten Malcolm Spence.

1962 verteidigte er bei den Asienspielen in Jakarta seinen Titel über 400 m. Bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio schied er in der 4-mal-400-Meter-Staffel mit der indischen Mannschaft im Vorlauf aus.

1958 wurde er mit dem Padma Shri ausgezeichnet. Er heiratete die Volleyballspielerin Nirmal Kaur; ihr Sohn Jeev Milkha Singh ist als Profigolfer erfolgreich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b How India's 'Flying Sikh' went from orphan to gold medallist. BBC News, 10. Januar 2017, abgerufen am 10. Januar 2017 (englisch).