Mittwochsgesellschaft

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Villa in Berlin-Lichterfelde 1935. Einer der typischen Treffpunkte der Mittwochsgesellschaft, in die der jeweilige Hausherr zweimal im Jahr die Mitglieder zu einem Vortrag, zur Diskussion und zum geselligen Zusammensein einlud.

Die Mittwochsgesellschaft ist die Kurzbezeichnung für die Berliner „freie Gesellschaft zur wissenschaftlichen Unterhaltung“. Alle jeweils 16 Mitglieder waren anerkannte hervorragende Experten in ihrem Fachgebiet und hatten besondere Positionen im öffentlichen Leben inne. Die Mittwochsgesellschaft traf sich von 1863 bis 1944 jeden zweiten Mittwoch für eine freie wissenschaftliche Diskussion im privaten Kreis. Der jeweilige Gastgeber, ein Mitglied der Mittwochsgesellschaft, hatte zunächst einen Vortrag aus seinem Fachgebiet zu halten, bevor das allgemeine Gespräch begann, und auch für das leibliche Wohl zu sorgen. Tagespolitische Diskussionen sollten nicht geführt werden. Der Vortragende hatte ein Protokoll seines Vortrages in ein Protokollbuch einzutragen. Der Kreis hatte von Beginn an den Anspruch, „Männer der verschiedensten Richtungen und Weltanschauungen“ bei sich aufzunehmen.[1]

Geschichte der Mittwochsgesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitglieder waren überwiegend (Berliner) Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen sowie Verwaltungsbeamte, Militärs, Unternehmer, Kulturschaffende und Regierungsmitglieder. Zu diesem Kreis gehörten in den 30er Jahren unter anderen der Chirurg Ferdinand Sauerbruch, der Philosoph Eduard Spranger, der Physiker Werner Heisenberg, der Botschafter Ulrich von Hassell, der Altphilologe und spätere Rektor der Humboldt Universität Johannes Stroux[2] und der Generaloberst Ludwig Beck. Der Literat Paul Fechter, der der Gruppe angehörte, beschrieb die Mittwochsgesellschaft in seinem Buch Menschen und Zeiten. Begegnungen aus fünf Jahrzehnten. Der Diplomat Ulrich von Hassell gab in seinen Tagebüchern ein Bild der Mittwochsgesellschaft in den vierziger Jahren.

Insgesamt wurden von allen Vorträgen bis 1945 neun Bände Protokoll erstellt, die sich nun im Bundesarchiv befinden. Der Historiker Klaus Scholder analysierte in seinem Buch die Mittwochsgesellschaft und ihre Beziehung zur Politik in den dreißiger und vierziger Jahren und druckte eine Reihe der Vortragsprotokolle aus dieser Zeit ab, einige wurden auch von Eckart Mensching und von Hans Speidel veröffentlicht.

Gründung und Kaiserzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. Januar 1863 wurde die Mittwochsgesellschaft bei einem Treffen im Hause von Moritz August von Bethmann-Hollweg, dem ehemaligen preußischen Staats- und Kultusminister und Großvater des Reichskanzlers, durch insgesamt 15 Personen gegründet. Laut Paul Fechter traf sich die Mittwochsgesellschaft schon seit „1859, dem Jahr, in dem die Mittwochsgesellschaft sich nach dem Muster der Göttinger Freitagsgesellschaft zusammenfand“, aber wohl noch nicht organisiert wie seit der offiziellen Gründung 1863.[3] Der Kreis sollte auf 16 Personen beschränkt bleiben. Nach dem Tode eines Mitgliedes wählte die Gesellschaft ein neues Mitglied, das dem Fachbereich des Verstorbenen entsprach, hinzu. Die Wahl erfolgte auf Vorschlag eines Mitglieds und musste einstimmig erfolgen.[4] Alle Mitglieder verpflichteten sich zur regelmäßigen Teilnahme und zur zweijährlichen Gastgeberschaft für die Gesellschaft. Die Vorträge wurden vom Vortragenden selber protokolliert und die fertigen Bände der Akademie zur Aufbewahrung übergeben. Der Adel war kaum vertreten, weshalb die Mittwochsgesellschaft als Kreis des gehobenen Bildungsbürgertums betrachtet wird, der zugleich die geistige Elite Preußens und des Deutschen Reichs repräsentierte. Die Mitglieder waren hauptsächlich Gelehrte von Universität, Akademie und Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, aber auch hohe Verwaltungsbeamte, Militärs, Männer der Wirtschaft und gelegentlich auch Regierungsmitglieder.

Weimarer Republik und Dreißiger Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 28 Mitgliedern zwischen 1932 und 1944 waren 18 Ordinarien an der Berliner Universität, siebzehn auch Mitglieder der Preußischen Akademie und zwei Direktoren von Kaiser-Wilhelm-Instituten, alles Einrichtungen von Weltruf.[5] Trotz verschiedener Richtungen und Weltanschauungen gab es in der Gruppe ein ausgeprägtes Gemeinschaftsgefühl.[6] In den zwanziger Jahren hatte die Mittwochsgesellschaft einen legendären Ruf erworben, der Wahl und Aufnahme als eine hohe Auszeichnung erscheinen ließ.[7] Die Mitglieder teilten Werte des Humanismus, die sie in der Tradition der abendländisch-christlichen Kultur, der bürgerlichen Aufklärung und der Nähe zur Antike, verwurzelt sahen. Entsprechend dem Anspruch der Gesellschaft „Männer der verschiedensten Richtungen und Weltanschauungen“ bei sich aufzunehmen, reichte auch das vertretene politische Spektrum von der liberalen Mitte über den national-konservativen Flügel bis zu Sympathisanten und Vertretern des Nationalsozialismus, wobei manche Mitglieder entweder nur wissenschaftlich interessiert waren oder sich nicht öffentlich politisch äußerten.[8]

Nationalsozialismus, Kriegszeit und der 20. Juli 1944[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigte sich die Gruppe teilweise in kritischer Distanz mit den ethischen und staatsrechtlichen Aspekten des Dritten Reichs und der Zeit danach. Der Schriftsteller Paul Fechter beschrieb die Mittwochsgesellschaft später folgendermaßen: „In der Mittwochsgesellschaft wurde der Wille zu dem, was beste deutsche Kultur war, mit bewusster Spannung weitergetragen; jeder dieser Männer hielt in einer Zeit des Mißtrauens gegen alles, was Geist hieß, diesen Geist auf seine besondere Weise und mit seinen besonderen Mitteln hoch. Kultur und Wissen des einzelnen sind [...] immer mehr zu fragmentarischer Existenz verdammt: in der Gemeinsamkeit dieser Schar von Menschen der verschiedensten Wissensbereiche ergab sich für Momente in der Ausweitung des eigenen Weltbildes durch die Mitteilungen eines anderen das Gefühl des Teilhabens am sonst Unbetretenen, beinahe Unbetretbaren.[...]für Augenblicke stieg wieder einmal wenigstens der Schatten der alten Sehnsuchtsidee einer Universalität des geahnten Wissens auf.“[9]

Die Einstellung einiger Mitglieder zur Politik der Nationalsozialisten wechselte in den dreißiger und vierziger Jahren zu eindeutiger Gegnerschaft. Einige der Mitglieder, u.a. Johannes Popitz, waren an konkreten Umsturzplänen beteiligt. Da nur ein Teil der Gruppe auch nur darüber sprach, kann die Mittwochsgesellschaft nicht als Ganzes als „Widerstand“ betrachtet werden; unter anderem war der Nationalsozialist, Antisemit und Rassist Eugen Fischer, ein Aktivist des NS-Rassenprogramms, ein Mitglied. Fischer verließ die Mittwochsgesellschaft jedoch bereits 1943, da er nach seiner Emeritierung ins heimatliche Freiburg zog.[10] In einem Gestapo-Bericht nach dem 20. Juli 1944 hieß es zudem, die Mittwochsgesellschaft stelle „sich immer mehr als Kristallisationspunkt dar, in dem sich Persönlichkeiten defaitistischer und dem Nationalsozialismus feindlicher Haltung zusammenfanden und sich gegenseitig in ihrer Auffassung bestärkten“.[11]

Daher wurde wegen erheblicher personeller Überschneidungen mit den Widerstandskämpfern vom 20. Juli 1944 die Gesellschaft 1944 von der Gestapo aufgelöst. Vier der sechzehn Mitglieder der Gesellschaft wurden wegen Beteiligung am Umsturzversuch hingerichtet: der ehemalige Generalstabschef Ludwig Beck, der Nationalökonom Jens Jessen, der Botschafter Ulrich von Hassell und der preussische Finanzminister Professor Johannes Popitz. Eduard Spranger wurde zehn Wochen lang im Gestapo-Gefängnis in Moabit festgehalten, Sauerbruch zweimal vom Chef der Gestapo Kaltenbrunner persönlich verhört.[12] Die letzte Sitzung, es war die 1056te, fand am Mittwoch dem 26. Juli 1944, kurz nach dem Attentat auf Hitler, im Hause von Paul Fechter statt, außer diesem waren Ulrich von Hassell, Ludwig Diels, Johannes Stroux und Eduard Spranger anwesend, Ludwig Beck war bereits tot und Johannes Popitz verhaftet.[13]

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Krieg fand sich die Mittwochsgesellschaft unter dem Vorsitz von Eduard Spranger erneut zusammen. Für den beim 20. Juli 1944 auf Seiten der Hitler-Gegner getöteten Generalobersten Ludwig Beck wurde der General Hans Speidel in die Gesellschaft aufgenommen. Zur Gruppe gehörten in dieser Zeit: Adolf Butenandt, Hermann Stock, Romano Guardini, Helmut Thielicke, Rudolf Stadelmann und Theodor Eschenburg.[14]

Wiederbegründung der Mittwochsgesellschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mittwochsgesellschaft wurde 1996 in Berlin von Marion Gräfin Dönhoff und Richard von Weizsäcker in Anknüpfung an die Traditionen der Mittwochsgesellschaft von 1863 wiederbegründet. Einige ihrer Vorträge wurden in den Büchern Die neue Mittwochsgesellschaft. Band I: Gespräche über Probleme von Bürger und Staat, 1998 und Die neue Mittwochsgesellschaft. Band II: Menschenrecht und Bürgersinn, 1999 sowie Band III: Wirtschaft und Demokratie, 2000 veröffentlicht. Mitglieder sind bzw. waren: Egon Bahr († 2015), Friedrich Dieckmann, Dieter Grimm, Christine Hohmann-Dennhardt, Volker Hassemer, Wolf Lepenies, Ernst-Joachim Mestmäcker, Adolf Muschg, Edzard Reuter, Helmut Schmidt († 2015), Richard Schröder, Dieter Simon, Walther Stützle, Wolfgang Thierse, Giuseppe Vita, Antje Vollmer, Richard von Weizsäcker († 2015). (Stand 1. Januar 2015)[15] Mitglied Helmut Schmidt hatte 11 Jahre zuvor bereits seine Hamburger Freitagsgesellschaft gegründet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klaus Scholder: Die Mittwochsgesellschaft. Protokolle aus dem geistigen Deutschland 1932–1944. 2. Auflage. Severin und Siedler, Berlin 1982, ISBN 3-88680-030-X.
  • Ludwig Beck, Hans Speidel (Hrsg.): Studien. K.F. Koehler Verlag, Stuttgart 1955. (Vorträge Beck's)
  • Gerhard Besier: Die Mittwochs-Gesellschaft im Kaiserreich. Protokolle aus dem geistigen Deutschland 1863–1919. Siedler, Berlin 1990, ISBN 3-88680-254-X.
  • Die neue Mittwochsgesellschaft. Band 1: Die neue Mittwochsgesellschaft. Gespräche über Probleme von Bürger und Staat. 2. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1998, ISBN 3-421-05124-0.
  • Die neue Mittwochsgesellschaft. Band 2: Marion Gräfin Dönhoff (Hrsg.): Menschenrecht und Bürgersinn. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1999, ISBN 3-421-05201-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Liste der Mitglieder und ihrer Vorträge von 1932 bis 1944[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Herbst 1932 bis zum 26. Juli 1944.[16] Hinter dem Namen: Tätigkeitsgebiet, Jahr der ersten und letzten Teilnahme sowie exemplarische Vorträge.

  • Friedrich Baethgen (Historiker) 1942–1944, Das Deutsche Königtum im Hochmittelalter (1943), Die Persönlichkeit Kaiser Friedrich II (1944)
  • Ludwig Beck (General) 1939–1944, Über den Krieg (1940), Der deutsche Kriegsplan 1914 (1940), Über die Frage: West- oder Ostoffensive 1914 (1941), Die Lehre vom totalen Krieg (1942), Der 29. September 1918 (1942), Marschall Foch (1944)
  • Ludwig Diels (Botaniker) 1928–1944, Die Künstliche Gewinnung von Pflanzenformen (1933), Das Geschlecht(1934), Die Kulturpflanzen des Menschen (1935), Ecuador (1935), Die Gestaltung der Blüten (1937), Die Vegetation Griechenlands (1938), Die Wüste Deutsch-Südwestafrikas (1939), Wesen und Wirken des Blütenstaubs (1940), Die Metamorphose der Pflanzen (1941), Die malaiische Flora (1942), Botanische Grundlagen der Ernährungswissenschaft (1942), Das Wesen der biologischen Species (1944)
  • Bill Drews (Jurist, Richter) 1927–1938, Die Problematik der Weimarer Reichsverfassung (1932), Die Preußische Verwaltungsreform in Geschichte und Gegenwart (1933), Über den deutschen Richter (1934), Die Entwicklung der Meinungsfreiheit in Deutschland (1935), Ohne Protokoll (1936), Ohne Protokoll (1938)
  • Paul Fechter (Literat) 1938–1944, Journalismus (1940), Sterben und Erneuerung der Sprache (1941), Das Problem des dichterischen Gestaltens (1942), Die Kunsttheorie Karl Fiedlers (1943), Ohne Protokoll – letzte Sitzung (1944)
  • Heinrich von Ficker (Meteorologe) 1926–1937, Krieg und Gefangenschaft in Russland (1933), Ballonfahrten im Gebirge (1934), Westturkistan (1934), Geschichte Und Methodik der Wettervoraussage (1936), Die Entwicklung atmosphärischer Wirbelstürme (1936)
  • Eugen Fischer (Mediziner) 1927–1943, Die Rassen der Juden (1933), Phaenogenetik (1934), Das Problem der Rassenkreuzung beim Menschen (1935), Biologische Elternschaftsgutachten (1936), Ursachen und Vorgang der Rassenbildung in der Menschheit (1937), Die Bewegungen des Menschen (1938), „Schicksal der Erbes – Erbe als Schicksal“ (1938), Das Rechts-Links-Problem (1939), Die Gebeine Heinrichs des Löwen und die Schicksale der Schädel einiger berühmter Männer (1941), Das Vererbungsexperiment im Dienst der Medizin (1942)
  • Wilhelm Groener (Militär, Politiker) 1930–1939, Erlebnisse im großen Hauptquartier 1914–1916 (1933), Über den Luftkrieg (1933), Die Strategie Falkenhayns (1935), Persönlichkeit und Strategie Ludendorffs (1936), Über Ludendorffs „totalen Krieg“ (1937), Die Pläne Ludendorffs bei der Offensive 1918 (1938)
  • Bernhard Harms (Wirtschaftswissenschaftler) 1937–1939, Die amerikanische New-Deal-Gesetzgebung (1938), Die Vorgeschichte der Wirren in Palästina (1939)
  • Ulrich von Hassell (Diplomat) 1940–1944, Die Persönlichkeit Mussolinis (1941), Die Persönlichkeit des Königs Alexander von Jugoslawien (1943)
  • Werner Heisenberg (Physiker) 1942–1944, Die Veränderung des Wirklichkeitsbegriffes (1943), Über die Sterne (1944)
  • Jens Jessen (Wirtschaftswissenschaftler) 1939–1944, Währungspolitik und Preispolitik (1940), Der wirtschaftliche Niedergang des römischen Reiches (1941), Das Gesetz von der wachsenden Ausdehnung des Finanzbedarfs (1943)
  • Hans Lietzmann (Theologe, Kirchenhistoriker) 1924–1942, Neugefundene manichäische Papyri (1932), Die evangelische Kirche Deutschlands vom März 1933-Februar 1934 (1934), Das römische Weltreich von Trajan bis Decius (1934), Die Überlieferung antiker Literatur (1935), Das Christentum in Abessinien (1936), Eine Fahrt nach Gerasa im Jordanland (1936), Eine Reise in Nordsyrien (1937), Die Anfänge des Problems Staat und Kirche (1938), Der Text des Neuen Testaments (1938), Die Volksfrömmigkeit im 4. Jahrhundert (1939), Staat und Kirche im Licht der Geschichte (1940)
  • Heinrich Maier (Philosoph) 1923–1933, Die Anfänge der europäischen Philosophie (1933)
  • Hermann Oncken (Historiker, Publizist) 1932–1942, Die Auswirkungen des konfessionellen Problems auf die deutsche Geschichte (1934), Die Vorgeschichte des Weltkriegs (1935). Die Sicherheit Indiens und das System der englischen Außenpolitik (1935), Machtpolitik und Prinzipienpolitik in der Außenpolitik (1937), Deutschland und Italien (1938), Die deutsch-englischen Beziehungen der Gegenwart (1939), Empire und Dominien (1940), Festvortrag im Schloß Brüningslinden, mit Damen (1940), Das Napoleon-Problem (1941), Macht und Idee in der Geschichte (1942), Die Reichsgründung Bismarcks und England (1942)
  • Albrecht Penck (Geograph, Geologe) 1906–1942, Das Hochland Südamerikas (1932), Das südöstliche Tibet (1933), Eine Rheinreise von Bingen nach Koblenz (1934), Europa zur letzten Eiszeit (1936), Pencks wissenschaftliche Laufbahn (1937), Die Geschichte der Untersuchung der Flüsse (1938), Die Eruption der Nordleute (Wikinger) (1939), Medaillen (1942), Die Verteilung der Menschheit auf der Landoberfläche (1942)
  • Julius Petersen (Literaturwissenschaftler) 1923–1941, Die Idee des deutschen Nationaltheaters (1933), Stefan George (1934), Faustdichtungen nach Goethe (1935), Berliner Biedermeier (1936), Traum und Dichtung (1937), Literaturgeschichte und Genealogie (1938), Geschichtsdrama und nationaler Mythos (1939), Der Briefwechsel zwischen Theodor Fontane und Bernhard v. Lepel (1939), Goethes Elsaß (1940), Berliner Theatergeschichte (1941)
  • Wilhelm Pinder (Kunsthistoriker) 1936–1944, Der Zusammenhang zwischen Macht und Kultur in Deutschland (1937), Die Rolle der Österreichischen Kunst innerhalb der gesamtdeutschen (1938), Die Krisis der Baukunst um 1800 (1939), Das Innsbrucker Maximiliansgrab (1940), Sonderleistungen der deutschen Kunst (1941), Deutsche Landschaftsmaler der Dürerzeit (1942), Der Wandel des Sinnes der Kunst durch ihre Geschichte (1943)
  • Johannes Popitz (Politiker) 1932–1944, Die jüngste Deutsche Entwicklung (1933), Das Problem der territorialen Reichsreform (1934), Wirtschaftliche Probleme von Aufrüstung und Vierjahresplan (1936), Grundfragen der Finanzwissenschaft (1938), Hemmungen bei der Reichsreform (1938), Probleme der Volksschullehrerbildung (1939), Über den Begriff „Reich“ (1940), Alternativen in der deutschen Geschichte zwischen 1555 und 1618 (1942), Der politische Begriff des „neuen Mittelmeers“ (1942), Die künftige Gestaltung der Sozialordnung (1943), Der Begriff des Staates (1944)
  • Ferdinand Sauerbruch (Chirurg) 1933–1944, Prothesen (1934), ?(1935), ohne Protokoll (1936), ohne Protokoll (1937), ohne Protokoll (1939), ohne Protokoll (1940), ohne Protokoll (1941), ohne Protokoll (1942), ohne Protokoll (1943), ohne Protokoll (1944)
  • Wolfgang Schadewaldt (Altphilologe) 1942–1944, Die Gestalt des homerischen Sängers (1943)
  • Hans Heinrich Schaeder (Orientalist) 1944–1944
  • Oscar Schlitter (Bankier) 1932–1939, Die Wirtschaftspolitik des italienischen Faschismus (1933), Das Arbeitsbeschaffungsprogramm (1935), Währung und Außenhandel (1936), Kreditpolitik und Vierjahresplan (1937), Vierjahresplan und Außenhandel (1938), Die vollbeschäftigte Wirtschaft (1938)
  • Eduard Spranger (Kulturphilosoph) 1934–1944, Über die Frage: Gibt es eine „liberale“ Wissenschaft? (1935), Über die Frage: Gibt es Fortschritte der Metaphysischen Erkenntnis ? (1936), Der japanische Nationalcharakter (1938), Das Thema: Die Weltgeschichte ist das Weltgerichte (1939), Über Volksmoral und ihre Sicherung (1940), Das Wesen der Lebensalter (1941), Der Philosoph von Sanssouci (1942), Die Schicksale des Christentums in der modernen Welt (1943), Wesen und Typen der Persönlichkeit (1943)
  • Johannes Stroux (Altphilologe) 1937–1944, Die Maiestas populi Romani (1938), Der römische Witz und seine Theorie (1939), Heilige Schilde in der vorgeschichtlichen Kultur des Mittelmeers (1940), Über Catilina (1941), Kaiser Marc Aurel und seine „Betrachtungen“ (1941), Harmonie als Wesenzug griechischen Denkens (1943), Agrarkrisen im alten Rom (1944), Cäsars Darstellung des Eburonenaufstandes (1944)
  • Werner Weisbach (Kunsthistoriker), 1910–1935, Die Frühzeit des Rubens (1933), Caravaggo (1934), Die ästhetische Kultur der bürgerlichen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts (1935)
  • Theodor Wiegand (Archäologe) 1919–1936, Byzantinische Kaiserpaläste in Konstantinopel (1933), Abessinien (1935), Denkmäler als Gegenstand archäologischer Untersuchung (1936)
  • Ulrich Wilcken (Althistoriker, Papyrologe) 1926–1943, Die Geschichte des griechischen Nationalgefühles im Altertum (1933), Die staatsrechtlichen Formen der römischen Diktatur (1934), Das griechische Vordringen im Orient im Altertum (1935), Die Wissenschaft als Schöpfung der Griechen (1936), Die Juden in der Diaspora und der antike Antisemitismus (1938), Die Entwicklung der politischen Ziele Alexanders (1940), Hellas und der Orient (1941), Der Alexanderroman (1943)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klaus Scholder: Die Mittwochsgesellschaft. Protokolle aus dem geistigen Deutschland 1932–1944. 2. Auflage. Severin und Siedler, Berlin 1982, S. 13, ISBN 3-88680-030-X.
  2. Eckart Mensching: Nugae zur Philologie-Geschichte 7. Über Theodor Mommsen, Hermann Diels, Johannes Stroux, Joachim Stenzel Univ.-Bibliothek der Techn. Univ., Abt. Publ., 1994, ISBN 3-7983-1600-7.
  3. Paul Fechter: Menschen und Zeiten. 2. Auflage. Deutsche Buch-Gemeinschaft, E. U. Koch’s Verlag Nachf., Darmstadt / Berlin 1951, Seite 381.
  4. Klaus Scholder: Die Mittwochsgesellschaft. Protokolle aus dem geistigen Deutschland 1932–1944. 2. Auflage. Severin und Siedler, Berlin 1982, S. 14, ISBN 3-88680-030-X.
  5. Klaus Scholder: Die Mittwochsgesellschaft. Protokolle aus dem geistigen Deutschland 1932–1944. 2. Auflage. Severin und Siedler, Berlin 1982, S. 13, ISBN 3-88680-030-X.
  6. Klaus Scholder: Die Mittwochsgesellschaft. Protokolle aus dem geistigen Deutschland 1932–1944. 2. Auflage. Severin und Siedler, Berlin 1982, S. 15, ISBN 3-88680-030-X.
  7. Klaus Scholder: Die Mittwochsgesellschaft. Protokolle aus dem geistigen Deutschland 1932–1944. 2. Auflage. Severin und Siedler, Berlin 1982, S. 13, ISBN 3-88680-030-X.
  8. Klaus Scholder: Die Mittwochsgesellschaft. Protokolle aus dem geistigen Deutschland 1932–1944. 2. Auflage. Severin und Siedler, Berlin 1982, ISBN 3-88680-030-X.
  9. Paul Fechter: Menschen und Zeiten, Bertelsmann, Gütersloh 1949, S. 371ff.
  10. Klaus Scholder: Die Mittwochsgesellschaft. Protokolle aus dem geistigen Deutschland 1932–1944. 2. Auflage. Severin und Siedler, Berlin 1982, S. 21, ISBN 3-88680-030-X.
  11. Klaus Scholder: Die Mittwochsgesellschaft. Protokolle aus dem geistigen Deutschland 1932–1944. 2. Auflage. Severin und Siedler, Berlin 1982, S. 22, ISBN 3-88680-030-X.
  12. Klaus Scholder: Die Mittwochsgesellschaft. Protokolle aus dem geistigen Deutschland 1932–1944. 2. Auflage. Severin und Siedler, Berlin 1982, S. 24, ISBN 3-88680-030-X.
  13. Klaus Scholder: Die Mittwochsgesellschaft. Protokolle aus dem geistigen Deutschland 1932–1944. 2. Auflage. Severin und Siedler, Berlin 1982, S. 11, ISBN 3-88680-030-X.
  14. Hans Speidel: Aus unserer Zeit. Ullstein, Berlin 1977, ISBN 3-550-07357-7, S. 260.
  15. Büro Bundespräsident a.D. Dr. Richard von Weizsäcker.
  16. Klaus Scholder: Die Mittwochsgesellschaft. Protokolle aus dem geistigen Deutschland 1932–1944. 2. Auflage. Severin und Siedler, Berlin 1982, S. 368,359-367, ISBN 3-88680-030-X.