Moritz Brasch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Moritz Brasch (geboren 18. August 1843 in Zempelburg/Westpreußen; gestorben 14. September 1895 in Leipzig) war ein deutscher Philosoph jüdischer Herkunft.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brasch gehörte zu den Philosophen, die durch umfangreiche publizistische Tätigkeit die Philosophie allgemeinverständlich machten. Er gab unter anderem die Werke Moses Mendelssohns, Arthur Schopenhauers und Gotthold Ephraim Lessings heraus. Hervorhebenswert ist darüber hinaus die dreibändige Ausgabe Klassiker der Philosophie von den frühesten griechischen Denkern bis auf die Gegenwart.

Brasch war verheiratet mit der Schriftstellerin Frida Warschalkowitsch (1843–1907). Der gemeinsame Sohn Hans (1881–1915) wurde Rechtsanwalt und war in der Leipziger jüdischen Gemeinde als Sekretär tätig. Er gehörte zu den ersten Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • (Hrsg.): Moses Mendelssohn's Schriften zur Philosophie, Aesthetik und Apologetik : mit Einleitung, Anmerkung und einer biographisch-historischen Charakteristik Mendelssohn's. Leipzig : Voss, 1880, 2 Bände

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolph Kohut: Berühmte israelitische Männer und Frauen in der Kulturgeschichte der Menschheit: Lebens- und Charakterbilder aus Vergangenheit und Gegenwart; ein Handbuch für Haus und Familie. Leipzig-Reudnitz: Payne 1900–1901.
  • Renate Heuer (Hrsg.): Lexikon deutsch-jüdischer Autoren. Band 3, München : Saur 1995, S. 412–418.