Moritz von Beckerath

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Moritz von Beckerath und seine Schwester Hedwig auf dem Gemälde Sommernacht am Rhein von Christian Eduard Böttcher
Moritz von Beckerath: Apotheose Bismarcks

Moritz von Beckerath (* 2. Mai 1838 in Krefeld; † 17. September 1896 in München) war ein deutscher Maler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Moritz von Beckerath war ein Sohn von Wilhelm von Beckerath (1800–1865) und dessen Ehefrau Amalie, geb. Wolff (1802–1863). Er studierte ab 1854 an der Kunstakademie Düsseldorf bei Carl Ferdinand Sohn, Heinrich Mücke und Christian Koehler sowie vermutlich privat bei Eduard Bendemann, Joseph Kehren und Emanuel Leutze. 1859 ging er nach München und war dort kurz bei Moritz von Schwind und dann selbständig tätig. 1863 kehrte er nach Düsseldorf zurück; 1864/65 und 1886/87 weilte er in Rom. Er malte bevorzugt dramatische Situationen aus der Geschichte des Mittelalters (u. a. Alarichs Bestattung im Flussbett des Busento). Mit Karl Andreä beteiligte er sich von 1882 bis 1891 an den Fresken des umgebauten Doms St. Peter zu Pécs (Fünfkirchen) mit Szenen aus dem Alten Testament und aus dem Leben des Hl. Paulus. 1865 stellte er in Düsseldorf fünf Zeichnungen aus,[1] im folgenden Jahr zwei Kartons zu Gemälden.[2] 1867 folgte Napoleons Flucht aus Moskau (1866).[3] Dem Künstlerverein Malkasten in Düsseldorf gehörte er 1859 bis 1861 sowie 1866/67 bis 1875 an. Er ist verwandt mit dem Maler Willy von Beckerath sowie mit der Malerin Helene von Beckerath. Zusammen mit seiner Schwester Hedwig erscheint er auf dem Gemälde Sommernacht am Rhein von Christian Eduard Böttcher.[4]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemälde
  • Wittekind ruft die Sachsen zum Kampf auf (1873): Krefeld, Kaiser-Wilhelm-Museum
  • Alarichs Bestattung im Busento (um 1870): München, Schack-Galerie
  • Schlafender Zecher (Kunsthandel)
Illustrationen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Julius Meyer, Hermann Lücke, Hugo von Tschudi (Hrsg.): Allgemeines Künstler-Lexikon. Band 3, Leipzig 1885, S. 272.
  • Friedrich von Boetticher: Malerwerke des 19. Jahrhunderts. Beitrag zur Kunstgeschichte. I-1, Dresden 1891, I-2, 1895.
  • Hyacinth HollandBeckerath, Moriz von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 46, Duncker & Humblot, Leipzig 1902, S. 327 f.
  • Beckerath, Moritz von. In: Ulrich Thieme, Felix Becker u. a.: Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Band 3, Wilhelm Engelmann, Leipzig 1909.
  • Hans Wolfgang Singer (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon. Leben und Werke der berühmtesten bildenden Künstler. vorbereitet von Hermann Alexander Müller. Literarische Anstalt Rütten & Loening, Frankfurt am Main, Band 1, Band 5 (Nachträge) 1921.
  • Emmanuel Bénézit (Hrsg.): Dictionnaire critique et documentaire des peintres, sculpteurs, dessinateurs et graveurs de tous les temps et de tous les pays. Band 1, 1976.
  • Bruckmanns Lexikon der Münchner Kunst. Münchner Maler im 19. Jahrhundert. Band 1, 1981.
  • Beckerath, Moritz von. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 8, Saur, München u. a. 1993, ISBN 3-598-22748-5
  • Wolfgang Hütt: Die Düsseldorfer Malerschule. 1819–1869. Leipzig 1995.
  • Barbara Lülf, In: Hans Paffrath, Kunstmuseum Düsseldorf (Hrsg.): Lexikon der Düsseldorfer Malerschule. Band 1, Bruckmann, München 1997, ISBN 3-7654-3009-9, S. 103 (Abb.)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Moritz von Beckerath – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Düsseldorfer Zeitung. Nr. 29, 29. Januar 1865.
  2. Düsseldorfer Zeitung. Nr. 137, 20. Mai 1866.
  3. Düsseldorfer Zeitung. Nr. 27, 27. Januar 1867.
  4. Moritz von Beckerath auf Unionpedia