Move D

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Moufang bei einem Auftritt auf der Reichsburg Trifels, 2000

Move D, bürgerlich David Andreas Paul Nicola Moufang (* am 7. September 1966 in Heidelberg) ist ein deutscher, international bekannter Komponist, Klangkünstler, Musiker (Schlagzeug, Gitarre, Piano, Synthesizer), Musikproduzent, DJ und Techno-Produzent (Ambient, Downtempo, Leftfield, House, Techno, Minimal).

Leben und Werdegang[Bearbeiten]

David Moufang ist der Sohn von Hans-Karl Moufang und Cornelia Moufang, geb. Haus.[1] Seine Eltern ließen sich scheiden als er vier Jahre alt war. Als zehnjähriger verlor er seinen Stiefvater. Seine Mutter zog ihn alleine groß. David Moufang ist ein Ururenkel Oskar von Bülows und ein Enkel von Franz Moufang und Robert Zehatschek, ehemaliger Schulamtsdirektor für den Regierungsbezirk Niederbayern.[1]

Ab 1977 besuchte David Moufang das Kurfürst-Friedrich-Gymnasium Heidelberg. Während seiner Schulzeit gründete Moufang zwei Schülerbands. Die erste eigene Band mit Namen CAT SCHOCK.[2] existierte von1982-1983, eine Trio-Besetzung, sie spielte ausschließlich eigene Kompositionen mit ≈ 20 Auftritten. Danach gründete David Moufang THE TEN, eine 10 Mann-Besetzung mit Brass-Section. Auch THE TEN spielten ausschließlich eigene Kompositionen und hatten ≈ 50 Auftritte.

Moufang war von 1983 bis 1985 Bandleader von THE TEN. 1983 gewann die Band den Schülerwettbewerb ROCK AUS DER PENNE .[3] Als Siegerpreis erhielten THE TEN in einem Mannheimer Tonstudio ein Mastering des Life-Mitschnitts ihres Auftritts, nebst der Pressung des gemasterten Life-Mitschnitts als Vinyl Schallplatte.

Seine musikalische Grundausbildung erhielt Moufang während seiner Gymnasialjahre von 1982 bis 1983 an der Musik- und Singschule in Heidelberg im Fach Schlagzeug bei Georg Hromadka. Seine Kenntnisse in Harmonielehre erwarb er bei seinem Gitarrenlehrer Hanno Giulini von 1982 bis 1984. 1986 legte David Moufang sein Abitur am Kurfürst-Friedrich-Gymnasium Heidelberg ab.

Nach dem Abitur machte Moufang nach einigen Semestern Philosophiestudium an der Universität Heidelberg eine Ausbildung an dem SAE Institute (ursprünglich School of Audio Engineering) Frankfurt am Main. Hier belegte er den Studiengang „Audio Engineer“ und schloss ihn 1990 mit dem Examen SAE Audio Engineer ab. Parallel dazu spielte Moufang seit seinen ersten Auftritten mit seiner Band Cat Schock, Anfang der achtziger Jahre, als Gitarrist in vielen verschiedenen anderen Bands.

1992 gründete Moufang mit dem Grafikdesigner Jonas Grossmann das Label Source Records. Jonas Grossmann war unter anderem für die grafische Gestaltung der Source Records Covers und die Textgestaltung verantwortlich. Source Records erlangte Anerkennung in der internationalen Musikszene. 1995 erschien die erste Veröffentlichung unter dem Pseudonym Move D, einer Abwandlung seines Spitznamens Mufti aus der Schulzeit.

Seit 1996 findet zwischen David Moufang und dem Goethe-Institut eine immer wiederkehrende Zusammenarbeit statt, mit Festivitäten in London, München, Budapest und Ländern, wie Australien, Japan und anderen. Zusammen mit Jonas Grossmann gründete David Moufang im Jahre 1996 ein zweites Label, das KM20.

Seit 1998 komponiert David Moufang im Auftrag des Bayerischen Rundfunks Musik für Hörspiele und Medienkunst im experimentellen Radio.

Von 2002 bis 2007 war David Moufang Lehrbeauftragter an der Bauhaus-Universität Weimar an der Fakultät für Medien (Studiengang Mediengestaltung) am Lehrstuhl für Experimentelles Radio.

2008 wurde Moufang mit dem Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst (gemeinsam mit Thomas Meinecke) für Übersetzungen/Translations ausgezeichnet.

Werke[Bearbeiten]

Diskographie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1992: David Moufang / Jonas Grossmann: Earth to Infinity. (Silent Records)
  • 1993: Deep Space Network. – Big Rooms. (Instinct Records)
  • 1993: Deep Space Network & Dr. Atmo: I.F.1 (FAX +49-69/450464)
  • 1994: Deep Space Network & Dr. Atmo: I.F.2 (FAX +49-69/450464)
  • 1994: Reagenz (Jonah Sharp & David Moufang) – Reagenz (Source Records)
  • 1995: Move D – Kunststoff. (Source Records)
  • 1996: Move D – Cymbelin. (Warp Records)
  • 1997: David Moufang / Pete NamlookA Day in the Life (FAX +49-69/450464)
  • 1999: David Moufang / Pete Namlook – The Retro Rocket. (FAX +49-69/450464)
  • 2004: Move D – Pop for Dwoozle. (FAX +49-69/450464)
  • 2006: Move D – Kunststoff. (Re-Issue, City Centre Offices)

Hörspiele[Bearbeiten]

Gemeinschaftsarbeiten

mit dem Schriftsteller und Musiker Thomas Meinecke im Auftrag des Senders Bayerischer Rundfunk, BR2. Die Hörspiele sind auch bei "Intermedium Records" erschienen, weitere Informationen zu diesem Netzwerk gibt folgender Link:

  • 1998 Tomboy, als CD veröffentlicht auf Intermedium Records
  • 1999 Freud’s Baby, als CD veröffentlicht auf Intermedium Records
  • 2004 Flugbegleiter, als CD veröffentlicht auf Intermedium Records
  • 2007 Translations – Übersetzungen, als CD veröffentlicht auf Intermedium Records
  • 2009 Work, als CD veröffentlicht auf Intermedium Records
  • 2011 Lookalikes, als CD veröffentlicht auf Intermedium Records
  • 2017 On the map, (Ursendung 12.06.2017) auf BR2

Gemeinschaftsarbeit

David Moufang mit dem Schriftsteller und Essaiisten Thomas Palzer im Auftrag des Senders WDR 3

  • 2011 Nur bis jetzt! Spam Poetry

Einzelarbeit

David Moufang im Auftrag des Senders Bayern 2

Klangkunst und Komposition[4]

  • 2003–2004 Tonspuren 1−10, BR-Hörspiel, als CD veröffentlicht auf Intermedium Records

Podcast[Bearbeiten]

  • 2012: David Moufang[5]

Festivals (Auswahl)[Bearbeiten]

Auftritte als DJ, Electronic Live Acts:

  • 1994: Loveparade Interference im Tresor, Berlin
  • 1995: Loveparade Interference im Planet, Berlin
  • 1996: Sonar, Barcelona
  • 1996: International Design Conference, Aspen
  • 1996: Tripping on Sunshine, Kopenhagen
  • 1999: Intermedium 1, Berlin
  • 2000: Sonar, Barcelona
  • 2002: Intermedium 2, Karlsruhe
  • 2002: Jazzsaalfelden
  • 2002: Musiktage, Donaueschingen
  • 2003: Hörkunsttage, Erlangen
  • 2003: Selfware, Graz
  • 2007: Techno is coming home, Chemnitz
  • 2007: Jazzbühne meets Electronica
  • 2008: Tape presents: Move D – Live, Don Williams, Ray Okpara at Tape, Berlin
  • 2009: Universal Experience Jazz Not Dead Festival 2009 # 5 edition, Venedig
  • 2009: Resonance Ghent Festival, Ghent
  • 2009: Nachtdigital, Olganitz

Literatur[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Familienverband Feuerlein: Stamm Conradi. In: familienverband-feuerlein.de. Abgerufen am 24. Dezember 2011.
  2. Stadtarchiv Heidelberg, Biographie David Moufang
  3. Rhein-Neckar-Zeitung, Ausgabe vom 27. August 1983, Heidelberger Nachrichten: "Rock aus der Penne von RNZ und Famila-Center". Dokumentation im Stadtarchiv Heidelberg.
  4. http://www.br-online.de/bayern2/hoerspiel-und-medienkunst/index.xml
  5. http://www.witclub.net/2012/12/podcast-31-move-d-witclubnet.html

Weblinks[Bearbeiten]