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Thomas Palzer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Thomas Palzer (2025)

Thomas Palzer (* 10. April 1956 in Mainz) ist ein deutscher Autor, Journalist, Essayist, Schriftsteller, Filmemacher und Hörfunksprecher, auch seiner eigenen Texte.

Thomas Palzer studierte Philosophie und Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, an der Universität Wien und in Bayreuth. Er begann seine literarische Arbeit 1979 als Mitherausgeber der Zeitschrift Mode und Verzweiflung (1978 bis 1986). Mitte der 1980er Jahre Beginn der publizistischen Tätigkeit beim Zündfunk, dem Jugendfunk im Hörfunk Bayerischer Rundfunk. Hier wurden auch seine eigenen Beiträge zur Literatursendung Pop Sunday gesendet, die er selbst verlas. In regelmäßigen Kolumnen philosophierend, leistete er Beiträge zur Analyse der Thematik Zeitgeist.

Von 1983 bis 1989 war er zusammen mit Franz Dobler und Lorenz Schröter (Lorenz Lorenz) Mitveranstalter der Lesungsreihe Sage & Schreibe.

Mit Palzers ersten Fernsehbeiträgen zur Thematik Kultur und Zeitgeist wurden die Zuschauer 1990 in der Sendung Capriccio des Bayerischen Rundfunks und im Kulturreport der ARD bekannt. Palzer ist Sprecher insbesondere seiner selbstverfassten Texte in Rundfunksendungen.

1996 veröffentlichte Palzer zusammen mit Stefan Wood und James Scannell die CD Nachmittag eines Fauns. Chansons, die aus dem Hörspiel Journal intime hervorgegangen ist.

Danach verfasste Palzer Essays für das BR Nachtstudio und andere Radiosender der ARD und des ZDF.

2018 unterrichtete er am Literaturinstitut Leipzig Essayistik,[1] 2023 an der Universität Stuttgart das Schreiben für „die kleine Form“ (Blog, Tweet, Clip, Glosse).

Seit den 1980er Jahren veröffentlicht Palzer neben seinen literarischen Arbeiten zahlreiche Features zu Themen aus dem Kulturbereich.

Er lebt und arbeitet in Leipzig.

„Sprache (…) ist nichts anderes als Arbeit an der Nuance.“

Thomas Palzer: Deutschlandfunk: „Essay und Diskurs“[2]
  • 1993: 1. Preis der LiteraVision für den BR-Magazinbeitrag „Wittgenstein“[3]
  • 2002: 1. Preis der LiteraVision für den SWR-Magazinbeitrag „Karl Ignaz Hennetmair“[3]
  • 2005: Tukan-Preis der Stadt München
  • 2007: Martha-Saalfeld-Förderpreis
  • 2009: Stipendium Homines Urbani, Villa Decius, Krakau
  • 2020: Arbeitsstipendium im Bereich Literatur der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Hörfunk (Auswahl)

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  • 1993: Mode & Verzweiflung. Arte
  • 2001: Deutsche Lebensläufe: Joseph Beuys – Messias in Filz. SWR / SFB / ORB
  • 2002: Deutsche Lebensläufe: Martin Heidegger. SWR / SFB / ORB
  • 2003: Russland lesen. Teil 1, 2 und 3. Zero Film / S. Fischer Stiftung / SWR
  • 2003: Geschichte des Bankraubs. Filmtank / Arte
  • 2005: Hubert Fichte: Der schwarze Engel. SWR / S. Fischer Stiftung
  • 2006: Wie man Literatur-Nobelpreisträger macht. Bericht aus der Geheimgesellschaft. SWR / Megaherz
  • 2009: Wie wird man Besteller? Arte / SWR
  • 2010: Bis aufs Blut. Geschichte des Märtyrers. Buch und Regie (zusammen mit Thomas Tielsch). Arte / Filmtank
Commons: Thomas Palzer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Dozenten und Lehrende – Deutsches Literaturinstitut Leipzig. Abgerufen am 15. März 2020.
  2. Thomas Palzer: Kritik der einfachen Vernunft: Nuancen: Die Welt des Dazwischen. In einer Zeit, die geprägt ist vom Entweder-oder, von Polarisierungen und populistischen Vereinfachungen, gehen die Zwischentöne verloren, und damit die Nuancen, die uns genau davor bewahren können. Es gilt, sie wiederzugewinnen. In: www.deutschlandfunk.de. 21. Juni 2026, abgerufen am 31. Juli 2026.
  3. 1 2 Landeshauptstadt München Redaktion: LiteraVision. Abgerufen am 15. März 2020.