Thomas Palzer

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Thomas Palzer auf einem Porträtfoto 2013

Thomas Palzer (* 10. April 1956 in Mainz) ist ein deutscher Autor, Journalist, Essayist, Schriftsteller, Filmemacher und Hörfunksprecher, auch seiner eigenen Texte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Thomas Palzer studierte Philosophie und Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, an der Universität Wien und in Bayreuth. Er begann seine literarische Arbeit 1979 als Mitherausgeber der Zeitschrift Mode und Verzweiflung (1978 bis 1986). Mitte der 1980er Jahre Beginn der publizistischen Tätigkeit beim Zündfunk, dem Jugendfunk im Hörfunk Bayerischer Rundfunk. Hier wurden auch seine eigenen Beiträge zur Literatursendung Pop Sunday gesendet, die er selbst verlas. In regelmäßigen Kolumnen philosophierend, leistete er Beiträge zur Analyse der Thematik Zeitgeist.

Von 1983 bis 1989 war er zusammen mit Franz Dobler und Lorenz Schröter (Lorenz Lorenz) Mitveranstalter der Lesungsreihe Sage & Schreibe.

Mit Palzers ersten Fernsehbeiträgen zur Thematik Kultur und Zeitgeist wurden die Zuschauer 1990 in der Sendung Capriccio des Bayrischen Rundfunks und im Kulturreport der ARD bekannt. Palzer ist Sprecher insbesondere seiner selbstverfassten Texte in Rundfunksendungen.

Im Wintersemester 2018/19 unterrichtete er am Literaturinstitut Leipzig Essayistik.[1]

Seit den 1980er Jahren veröffentlicht Palzer neben seinen literarischen Arbeiten zahlreiche Features zu Themen aus dem Kulturbereich. Er lebt und arbeitet in Leipzig.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993: 1. Preis der LiteraVision für den BR-Magazinbeitrag „Wittgenstein“[2]
  • 2002: 1. Preis der LiteraVision für den SWR-Magazinbeitrag „Karl Ignaz Hennetmair“[2]
  • 2005: Tukan-Preis der Stadt München
  • 2007: Martha-Saalfeld-Förderpreis
  • 2009: Stipendium Homines Urbani, Villa Decius, Krakau
  • 2020: Arbeitsstipendium im Bereich Literatur der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Rundfunk (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1995: Journal intime, LP. Hörspiel. Regie: Karl Bruckmaier. (BR). Daraus entstanden: Nachmittag eines Fauns, mit Stefan Wood (Musik) und James Scannell. CD, Trikont
  • 2010: Thomas ist jetzt deine Freundin. Feature. Regie: Thomas Wolfertz (WDR)
  • 2011: Nur bis jetzt! Spam Poetry. Hörspiel, mit David Moufang, Alias Move D, SAE Audio Engineer, Komponist und Klangkünstler. WDR 3
  • 2011: Kritische Masse. Der Aufstand der Vielen. Feature. Regie: Nikolai von Koslowski (MDR)
  • 2014: Staub – Melancholie der Materie. Essay und Diskurs (Deutschlandfunk)
  • 2015: Der letzte Mensch. Notfallplan für den Weltuntergang. Feature, Eigenregie (BR)
  • 2016: First Contact. Was, wenn die Erde Besuch bekommt. Feature. Regie: Martin Heindel (BR)
  • 2017: Patina – die Zukunft der Endlichkeit. Essay und Diskurs (Deutschlandfunk)
  • 2018: "Ich muss Revolution machen." Osterspaziergang mit Gretchen Dutschke. Feature. Regie: Rainer Schaller (BR)
  • 2019: Die Innenseite der Wirklichkeit – Zwischen Fakt und Fiktion. Essay und Diskurs (Deutschlandfunk)
  • 2020: Rainald Goetz – Warum schweigt er. Feature. Eigenregie (BR)
  • 2020: Mehr als nur ein Ärgernis. Über den Nutzen der Metaphysik für das Leben. Essay und Diskurs (Deutschlandfunk)

Print[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1993: Mode & Verzweiflung. Arte
  • 2001: Deutsche Lebensläufe: Joseph Beuys - Messias in Filz. SWR / SFB / ORB
  • 2002: Deutsche Lebensläufe: Martin Heidegger. SWR / SFB / ORB
  • 2003: Russland lesen. Teil 1, 2 und 3. Zero Film / S. Fischer Stiftung / SWR
  • 2003: Geschichte des Bankraubs. Filmtank / Arte
  • 2005: Hubert Fichte: Der schwarze Engel. SWR / S. Fischer Stiftung
  • 2006: Wie man Literatur-Nobelpreisträger macht. Bericht aus der Geheimgesellschaft. SWR / Megaherz
  • 2009: Wie wird man Besteller? Arte / SWR
  • 2010: Bis aufs Blut. Geschichte des Märtyrers. Buch und Regie (zusammen mit Thomas Tielsch). Arte / Filmtank

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dozenten und Lehrende - Deutsches Literaturinstitut Leipzig. Abgerufen am 15. März 2020.
  2. a b Landeshauptstadt München Redaktion: LiteraVision. Abgerufen am 15. März 2020.