Mykola Lebed

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Mykola Lebed (ukrainisch Микола Лебідь; englisch Mikolai Lebed; * 23. November 1909 in Nowi Strilyschtscha, Österreich-Ungarn; † 19. Juli 1998 in Pittsburgh, USA) war ein ukrainischer Offizier und Politiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lebed führte die Jugendorganisation der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) in den Jahren 1930 bis 1932. In den folgenden Jahren war er Kontaktperson zwischen der OUN-Führung im Exil und den Mitgliedern in Galizien. 1934 wurde Lebed von der Justiz der Zweiten Polnischen Republik zum Tode verurteilt für seine Beteiligung an der Tötung des Innenministers Bronisław Pieracki. Seine Verurteilung wurde in eine Lebenslange Freiheitsstrafe geändert. Im deutschen Polenfeldzug 1939 konnte er aus dem Gefängnis fliehen und schloss sich der Bandera-Fraktion (OUN-B) der nun geteilten OUN an. Lebed spielte eine wichtige Führungsrolle in der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA). Er war Gründer des Ukrainian Supreme Liberation Council (UHVR) und stellte ab 1943/44 Kontakte zu den westlichen Alliierten her.

Das Kriegsende erlebte er in Rom. 1949 ließ Lebed sich in den USA nieder und führte mit Unterstützung der CIA den Kampf für eine von der Sowjetunion unabhängige Ukraine weiter.[1] Ab 1953 war Lebed an der Leitung des von der CIA finanzierten Emigrantenverlags Prolog beteiligt, der nationalistische, antikommunistische und geschichtsrevisionistische Literatur verbreitete.[2] Er residierte zeitweise als selbsternannter Außenminister in München.[3] Lebed verstarb am 19. Juli 1998 in Pittsburgh, USA und wurde auf dem ukrainisch-orthodoxen St.-Andrew-Friedhof in South Bound Brook, New Jersey beerdigt.[4]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • UPA - Ukrains'ka povstans'ka armija, 1946.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephen Dorril: MI6. Inside the Covert World of Her Majesty's Secret Intelligence Service. The Free Press, New York NY 2000, ISBN 0-7432-0379-8. (eingeschränkte Vorschau Online bei Google Book Search).
  2. http://www.wsws.org/de/articles/2014/05/24/swo2-m24.html
  3. Tim Weiner: CIA: Die ganze Geschichte. S. Fischer Verlags GmbH 2008, S. 74.
  4. [1] Biografie Mykola Lebed auf findagrave.com; abgerufen am 27. Juli 2016 (englisch)
  5. Bernadetta Wojtowicz: Geschichte der ukrainisch-katholischen Kirche in Deutschland vom Zweiten Weltkrieg bis 1956, Harrassowitz Verlag, S. 189. (eingeschränkte Vorschau Online bei Google Book Search).